Kategorie: Filmgeschichte
Das Palast-Theater wurde Anfang der zwanziger Jahre unter dem Namen Palast-Lichtspiele gegründet. Nachdem es im 2. Weltkrieg zerstört worden war, wurde das Kino vom Unternehmer Friedrich Mehmel wieder aufgebaut und am 21.2.1948 mit dem Jugert-Film Film ohne Titel wiedereröffnet.
Das Filmtheater Weltspiele wurde im Jahr 1924 in der Georgsstraße in einem eigens errichteten Gebäude eröffnet. Schon in den zwanziger Jahren wurden hier zahlreiche große Stummfilme erstaufgeführt.
1951-1953 entstand am Thielenplatz nach Plänen des Architekten Dieter Oesterlen der Neubau eines Hotels, in dessen Untergeschoss das „Filmstudio am Thielenplatz“ eröffnet wurde.
Mamitschka (1955) erzählt tragikomisch vom Überlebenskampf einer vertriebenen Familie aus Böhmen im Nachkriegsdeutschland. Der Film zeigt soziale Ausgrenzung, kulturelle Konflikte und die Illusion des Aufstiegs – ein kritischer Blick auf Integration und Heimatverlust
Der Heimatfilm „Grün ist die Heide“ (1951) von Hans Deppe erzählt die Geschichte eines heimatvertriebenen Wilderers, Lüder Lüdersen, und seiner Tochter Helga in der Lüneburger Heide. Konflikte, Liebe und die Sehnsucht nach Harmonie prägen die Handlung, die gesellschaftliche Themen der Nachkriegszeit aufgreift.
Eine Gruppe von Schülern machen Geschäfte mit gestohlenem Material der US-Armee. Als ihr Anführer geschnappt wird, begeht er Selbstmord.
Rainer Werner Fassbinder entwirft in diesem Film ein Porträt der Nachkriegsjahre. Die Menschen müssen die Zukunft und das Leben auf ein Ungewisses Morgen verschieben, da das Jetzt mit Aufbau und Aufstieg ausgefüllt ist. Die Protagonistin paßt sich dieser gefühllosen Welt an, verzichtet auf Emotionalität zugunsten materieller Werte.
Im Mittelpunkt des Politdramas steht Fritz Bauer, 1956 zum hessischen Generalstaatsanwalt berufen, der einen wesentlichen Beitrag zur Ergreifung Adolf Eichmanns leistete und eine treibende Kraft hinter den Auschwitz-Prozessen war.
Kraftvolles, fesselndes Porträt des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer, ohne den der Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963-1965) und die Ergreifung von Adolf Eichmann undenkbar gewesen wären.
Der Film von Josef v. Baky nach einer Idee und dem Drehbuch von Fritz Kortner thematisiert die Schwierigkeiten der Remigration im Nachkriegsdeutschland. Der jüdische Professor Mauthner kehrt aus dem US-Exil nach Deutschland zurück, um an seine alte Universität zurückzukehren. Dort stößt er auf Ablehnung, Antisemitismus und alte Feindbilder.
Der Film beschäftigt sich mit der Rolle US-amerikanischer Konzerne wie GM, Ford, IBM und Standard Oil in der deutschen Rüstungswirtschaft vor und während des Zweiten Weltkriegs. Die Autoren beschreiben, wie die deutschen Töchter dieser Unternehmen Opel, Ford Werke AG und DEHOMAG in die Kriegsvorbereitungen des Dritten Reichs integriert waren.
Eine Gruppe Jugendlicher verteidigt am Ende des 2. Weltkriegs eine bedeutungslose Brücke: Bernhard Wicki findet darin ein überdeutliches Bild für die Absurdität kriegerischer Ideologie.