Autor: GFS-Admin_2021

Konstruktivismus – Eine Anregung für die Pädagogik?

Rolf Werning entfaltet zentrale Annahmen konstruktivistischen Denkens und fragt nach ihren Konsequenzen für pädagogisches Handeln. Lernen erscheint als eigenaktiver, subjektiv bestimmter Prozess: Wissen kann nicht einfach übertragen werden. Lehren bedeutet deshalb, Selbstlernen anzuregen, Vielfalt zuzulassen und Lernende dabei zu unterstützen, ihre Konstruktionen von Wirklichkeit zu überprüfen und weiterzuentwickeln.

Historisch-politische Bildung wieder gelesen

Beiträge zur historisch-politischen Bildung aus den 1970er bis 1990er Jahren werden als Spuren ihrer Zeit wieder gelesen. Gefragt wird nach damaligen Deutungen, Konflikten und Bildungsansätzen – und danach, welche Bedeutung sie heute für historisch-politische Bildung und Gesellschaftskompetenz gewinnen können.

Filme als komplexe Spuren in und von Geschichte

Der Beitrag entfaltet ein anspruchsvolles Modell historisch‑kritischer Filmanalyse, das Filme als „bewegte Spuren“ begreift. Er zeigt, wie filmische Darstellung, Produktionsbedingungen und wechselnde Rezeptionskontexte ineinandergreifen und historische Bedeutung erst im Zusammenspiel dieser Ebenen entsteht. Spurenlesen wird dabei als zentrale Haltung historischer Kompetenz profiliert.

Eine gemeinsame Phase – und zugleich ein offenes Feld

Eine gemeinsame Phase – und zugleich ein offenes Feld

Auch für die Filmgeschichtsschreibung Film im Nachkriegsdeutschland 1945-1950 Eine gemeinsame Phase – und zugleich ein offenes Feld: auch für die Filmgeschichtsschreibung Peter Pleyer (1965): Deutscher Nachkriegsspielfilm 1946-1948 (1993) Soziologische und psychologische Analysen der deutschen Nachkriegsspielfilme (1993) Das Bild des deutschen...

Gestörte Idyllen

Die Analyse zeigt, wie Nachkriegsfilme das zerbrochene Familienidyll inszenieren: Heimkehrer verlieren Autorität, Frauen werden zu starken „Managern der Not“, Jugendliche rebellieren. Die Filme verhandeln Identitätskrisen, moralische Brüche und den schwierigen Wiederaufbau von Nähe.

Im „Inneren“: Von Mensch zu Mensch

Im „Inneren“: Von Mensch zu Mensch

Im „Inneren“ der Nachkriegsgesellschaft zeigen die Filme Heimkehr, Verletzung und Fremdheit vor allem in persönlichen Beziehungen. Kriegsbeschädigte Männer suchen Halt, Frauen werden zu Helferinnen, während Generationenkonflikte, verdrängte Schuld und gestörte Familienordnungen die Schwierigkeiten des Neubeginns sichtbar machen.

Erstaunte Blicke in eine fremd gewordene Welt

Ausgehend vom Leitmotiv in UND ÜBER UNS DER HIMMEL untersucht Bettina Greffrath die Gegenwartsbilder des frühen deutschen Nachkriegsfilms. Im Zentrum stehen Gefühle von Ohnmacht, Fremdheit und Orientierungslosigkeit sowie die Suche nach neuer Identität, Halt und Zukunft in einer materiell wie mental zerstörten Gesellschaft.

Flucht ohne Zukunft

Flucht ohne Zukunft

Die Flucht aus der „Erdenschwere“ der Nachkriegswirklichkeit misslingt. Selbst zeit- und ortsferne Filme bleiben an Schuld, Ohnmacht und unbewältigte Vergangenheit gebunden. Damit fehlt ihren Phantasien jene Kraft zur Transzendenz, die für einen gesellschaftlichen Neubeginn und alternative Zukunftsentwürfe notwendig wäre.

Im Niemandsland

Im Niemandsland

Der Herr vom andern Stern entwirft eine Satire auf Bürokratie, Militarismus, politische Demagogie und gesellschaftlichen Konformismus. Doch das humanistische Gegenmodell bleibt ort- und folgenlos. Heinrichs Rückkehr ins All verweist auf Resignation: Die Utopie einer freien und friedlichen Gesellschaft wird ins Erdenferne verbannt.

Fluchtpunkt Land

Fluchtpunkt Land

Schuld allein ist der Wein entwirft das Land als Fluchtpunkt aus der bedrückenden Nachkriegswirklichkeit: Tradition, Gemeinschaft und Heimat versprechen Ordnung und Sicherheit. Doch unter der schwankhaften Idylle wirkt die Gegenwart fort. Im Zentrum steht die modellhafte Bagatellisierung von Schuld durch Aufdeckung, Vergebung und Vergessen.