Autor: GFS-Admin_2021

Wer konnte wo ins Kino gehen?

Wer konnte wo ins Kino gehen?

Kinokultur, Stadtraum und soziale Differenzierung im Hannover der Weimarer Republik Die für das Jahr 1926 überlieferten 24 Kinos mit insgesamt 13.580 Plätzen waren mehr als eine Ansammlung kommerzieller Vergnügungsstätten.¹ Ihre Verteilung über das Stadtgebiet verweist auf Veränderungen der hannoverschen Stadtgesellschaft,...

Warum entstand 1946 das Land Niedersachsen?

Warum entstand 1946 das Land Niedersachsen?

Die Gründung Niedersachsens 1946 war weder selbstverständlich noch zwangsläufig. Der Beitrag untersucht, warum die britische Besatzungsmacht die Länder neu ordnete, welche konkurrierenden Vorstellungen deutsche Politiker entwickelten und wer letztlich entschied. Niedersachsen erscheint so als Ergebnis eines asymmetrischen Aushandlungsprozesses in einer historisch offenen Situation.

Das ergibt für die Beschäftigung mit „80 Jahre Niedersachsen – Die Anfangsjahre nach 1945“ eine sinnvolle Dreifachperspektive. Entscheidend wäre, die drei Ebenen nicht einfach nebeneinanderzustellen, sondern ihre Wechselwirkungen sichtbar zu machen: Analyse- und Darstellungsebene Leitfragen Beispiele für die Anfangsjahre nach...

Wenn Krieg zum Geschäftsmodell wird

Der Beitrag nimmt die Analyse von Elke Schwarz zum Rüstungsboom im Silicon Valley zum Ausgangspunkt und verbindet sie mit Varoufakis’ Technofeudalismus, dem politischen Programm von Karp/Zamiska, Thiels Demokratiekritik und Trumps Politik. Die Spuren ergeben ein beunruhigendes Muster: Technologische, ökonomische, staatliche und militärische Macht verstärken sich wechselseitig – ein Warnruf, diese Entwicklung demokratisch zu begrenzen.

Bürokratie als Problem von Arbeit, Herrschaft und Organisation

Bürokratie als Problem von Arbeit, Herrschaft und Organisation

Bürokratieabbau, innerbetriebliche Bürokratie und hegemoniales Framing – eine gesellschaftskompetente Lernbewegung   Vom selbstverständlichen Begriff zu offenen Fragen „Bürokratieabbau“ gehört gegenwärtig zu jenen politischen Forderungen, über deren grundsätzliche Richtigkeit erstaunlich wenig gestritten wird. Beim Wohnungsbau, im Gesundheits- und Sozialbereich, bei Investitionen...

Film als historische Quelle

Der Beitrag kritisiert einen quellenkritischen Zugang, der Film vor allem nach dem „Was“ des Abgebildeten befragt. Demgegenüber wird das filmische „Wie“ selbst als historischer Bedeutungsträger verstanden: Gestaltung, Montage und Bild-Ton-Verhältnis gehören zum Quellenwert. Damit erweitert sich der Blick vom Filmdokument auf jeden Film – ausdrücklich auch den Spielfilm – als potenzielle historische Überrestquelle.

25 Jahre Bundesrepublik – 50 Jahre später wieder gelesen

1974 deutete Alexander von Brünneck 25 Jahre Bundesrepublik aus einer linkssozialistischen Perspektive. 50 Jahre später wird der Text selbst zur historischen Spur: Was und wie erzählt er Geschichte, wie rahmt Peter von Oertzen diese Deutung als Gegenstand kritischer Bildungsarbeit – und welche Fragen bleiben für Gesellschaftskompetenz heute aktuell?

Das Grundgesetz als politisches Handlungsfeld

Der Jungsozialisten-Text von 1976 erscheint fünfzig Jahre später als Dokument einer ausgeprägten politischen Bildungs- und Diskussionskultur. Seine Aktualität liegt weniger in den damaligen Antworten als in der Verbindung von Verfassung, gesellschaftlichen Machtverhältnissen und politischer Praxis. Neu gelesen eröffnet er damit bemerkenswerte Zugänge zur Gesellschaftskompetenz.

Wenn Krankheit und Pflege sich rechnen müssen

Die aktuellen Recherchen zu Reha und Pflege verweisen über einzelne Missstände hinaus auf ein strukturelles Problem: Wo Gesundheitsversorgung privatisiert und zum Anlagefeld für Kapital wird, gerät die Gesundheitslogik unter die Verwertungslogik. Gesellschaftskompetenz heißt, diese Zusammenhänge zu erkennen, Eigentums- und Machtfragen zu stellen – und sich im Konflikt zwischen Versorgung und Profit zu positionieren.

Konstruktivismus – Eine Anregung für die Pädagogik?

Rolf Werning entfaltet zentrale Annahmen konstruktivistischen Denkens und fragt nach ihren Konsequenzen für pädagogisches Handeln. Lernen erscheint als eigenaktiver, subjektiv bestimmter Prozess: Wissen kann nicht einfach übertragen werden. Lehren bedeutet deshalb, Selbstlernen anzuregen, Vielfalt zuzulassen und Lernende dabei zu unterstützen, ihre Konstruktionen von Wirklichkeit zu überprüfen und weiterzuentwickeln.