Autor: GFS-Admin_2021

Im Kapitalismus geht es immer um Geld

Vom Aufbau des VW-Werks Emden in den 1960er Jahren bis zur gegenwärtigen Konzernkrise: Historische NDR-Filme und aktuelle Gewinn- und Dividendendaten eröffnen einen politisch-ökonomischen Blick auf Volkswagen. Im Mittelpunkt stehen der Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit sowie die Fragen, wer gesellschaftlichen Reichtum erwirtschaftet, wer über ihn verfügt und wer die Folgen unternehmerischer Entscheidungen trägt.

Volkswagen im Blick des NDR

Volkswagen im Blick des NDR

Vom Symbol des Wirtschaftswunders zum Krisenkonzern Volkswagen ist für den NDR nicht irgendein Unternehmen. Kaum ein anderer Konzern prägt den norddeutschen Raum in vergleichbarer Weise: Wolfsburg als nahezu mit dem Werk entstandene Stadt, Emden als vom Automobilbau geprägter Industriestandort, später...

Der VW-Komplex (1989/90)

Hartmut Bitomskys Filmessay „Der VW-Komplex“ folgt der Produktion eines VW Golf durch das Wolfsburger Werk und verbindet diesen Weg mit einer Spurensuche durch die Geschichte des Konzerns und der Stadt. Arbeit und Automatisierung, Menschen und Maschinen, NS-Vergangenheit und bundesrepublikanische Gegenwart verdichten sich zu einem ebenso materiellen wie gesellschaftlichen „Komplex“.

Zum Stellenwert von Zeitzeugen-Aussagen im historischen Unterrichtsfilm

Zum Stellenwert von Zeitzeugen-Aussagen im historischen Unterrichtsfilm

Der 1993 entstandene Beitrag von Irmgard Wilharm fragt nach dem Erkenntniswert von Zeitzeugenaussagen im historischen Unterrichtsfilm. An drei Filmbeispielen unterscheidet sie unterschiedliche Funktionen und wendet sich gegen ein filmisches „So war es“. Bemerkenswert ist aus heutiger Sicht, wie früh damit Fragen formuliert werden, die für die Kritik filmischer Zeitzeugenschaft weiterhin zentral sind.

Zeitzeugen im Film

Zeitzeugen im Film

Zeitzeugen eröffnen besondere Zugänge zur Vergangenheit, aber keinen unmittelbaren. Was sie erinnern und erzählen, hängt von Erfahrung, zeitlichem Abstand und gegenwärtiger Perspektive ab. Im Film kommen Auswahl, Befragung, Inszenierung und Montage hinzu. Die Rubrik untersucht Zeitzeugenaussagen deshalb als historische Quellen und zugleich als Bestandteile filmischer Geschichtserzählungen.

Was Filme über Politik und Ökonomie bei Volkswagen sichtbar machen

Was Filme über Politik und Ökonomie bei Volkswagen sichtbar machen

Filme über Volkswagen sind bewegte Spuren gesellschaftlicher Verhältnisse. Sie zeigen Arbeit und Rationalisierung, Expansion und Krise, Migration und Abhängigkeit – und zugleich, wie der Konzern sich selbst darstellt. Von Wildenhahn über Schroeter bis Bitomsky werden politische und ökonomische Strukturen sichtbar, deren Konfliktlinien bis in die gegenwärtige Auseinandersetzung um Volkswagen reichen.

Volkswagen kommt nach Hannover

Volkswagen kommt nach Hannover

Mit dem 1956 eröffneten Werk Hannover-Stöcken begann Volkswagen, über Wolfsburg hinaus die Wirtschafts- und Arbeitswelt Niedersachsens zu prägen. Der neue Standort schuf Tausende Arbeitsplätze und wurde zugleich zu einem wichtigen Ort gewerkschaftlicher Organisation. An seiner Geschichte werden die Verflechtungen von Unternehmen, Lohnarbeit, Gewerkschaft, Stadt und Landespolitik exemplarisch sichtbar.

Über Wolfsburg hinaus

Über Wolfsburg hinaus

Von der NS-Gründung in Wolfsburg und Braunschweig über die Nachkriegsexpansion nach Hannover, Emden und Salzgitter bis zur Übernahme des Karmann-Standorts Osnabrück: Die Geschichte der VW-Werke ist zugleich eine Geschichte niedersächsischer Regionen, ihrer Arbeitswelten und ihrer Einbindung in den Weltmarkt. Historische Filme erschließen, wie diese Entwicklung dargestellt, erlebt und gedeutet wurde – und führen zur gegenwärtigen Frage, wer über die Zukunft der Standorte entscheidet.

Volkswagen im Nationalsozialismus: 1937–1945

Volkswagen im Nationalsozialismus: 1937–1945

Ein Unternehmen entsteht aus einem nationalsozialistischen Herrschafts- und Wirtschaftsprojekt* Die Geschichte Volkswagens beginnt nicht mit einem erfolgreichen privatwirtschaftlichen Automobilunternehmen, sondern mit einem politischen Projekt des Nationalsozialismus. Der geplante „Volkswagen“ sollte Motorisierung, technische Modernität und sozialen Aufstieg symbolisieren. Zugleich waren Fahrzeug...

Geschichte des VW-Konzerns

Geschichte des VW-Konzerns

Warum die Geschichte Volkswagens besondere Beachtung verdient Die Geschichte des Volkswagen-Konzerns verdient aus mehreren Gründen besondere Beachtung. Sie ist weit mehr als die Geschichte eines einzelnen Unternehmens oder einer erfolgreichen deutschen Automarke. In ihr bündeln sich zentrale Entwicklungen der deutschen...

Wer verfügt über Volkswagen?

Bei Volkswagen wird um Werke, Arbeitsplätze und die künftige Konzernstrategie gerungen. Berichtet wird über einen „Machtkampf“ zwischen Vorstand, Betriebsrat, Eigentümern und dem Land Niedersachsen. Doch wer verfügt eigentlich über VW, wer entscheidet über Gewinne und Verluste – und wer trägt die Folgen? Die Krise legt Macht- und Eigentumsverhältnisse offen, die sonst hinter dem Unternehmen verschwinden.

Die Stadt – Das Auto – Der Film

Susanne Fuhrmann untersucht in ihrem Beitrag die filmische Fremd- und Selbstdarstellung von Wolfsburg und Volkswagen. Anhand von PR-Filmen, Dokumentationen und Spielfilmen zeigt sie, wie sich Unternehmensgeschichte, Stadtbild, Arbeitswelt und gesellschaftliche Entwicklung in unterschiedlichen filmischen Deutungen spiegeln – von der nationalsozialistischen Gründung über das „Wirtschaftswunder“ bis zu Rationalisierung, Migration und Ökologie.