Kategorie: Gesellschaftskompetenzen
Beobachtungen zu Film und Rezeption und offene Fragen für einen noch ausstehenden Vergleich mit Lewis Milestones Film von 1930 Detlef Endeward (09/2026) Eine erste Annäherung – noch keine Filmanalyse Was erzählt ein Film 1930 über den Krieg – und was...
Ein Medienbeitrag kann kritisch sein und dennoch die entscheidenden Fragen ausblenden. Am Beispiel eines Tagesschau-Berichts über Rüstungsindustrie und militärische Raumfahrt untersucht der Beitrag, wie politische Deutungsrahmen entstehen und Kritik begrenzen. Im Mittelpunkt stehen die Verflechtungen von Staat, Militär und Industrie sowie die Frage, welche gesellschaftlichen Alternativen außerhalb dieses Rahmens sichtbar werden.
Der Beitrag untersucht am Beispiel des Ukrainekrieges, wie Moralisierung, Expertenauswahl und journalistische Routinen den Raum legitimer politischer Kontroversen strukturieren und verengen können. Empirische Studien zur Medienberichterstattung und zur Auswahl von Talkshowgästen werden mit Hallins Modell der „Sphären“ öffentlicher Kommunikation verbunden. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich der diskursive Status von Positionen verändert – und was geschieht, wenn zur Moralisierung die Doppelmoral tritt.
Die Auswahl verbindet plurale ökonomische Forschung, gewerkschaftsnahe Analysen, marxistisch orientierte politische Ökonomie und Entwürfe solidarischen Wirtschaftens. Die Kurzannotationen zeigen, wofür sich die Angebote bei der Recherche und für Materialien der Lernwerkstatt eignen. Wir machen uns ihre Positionen nicht pauschal zu eigen. Die Auseinandersetzung mit ihnen hilft uns, die eigene Position zu schärfen und das Spektrum politisch-ökonomischer Bildung über den wirtschaftspolitischen Mainstream hinaus zu öffnen.
Der Titel „Politische Interventionen“ ist von Oskar Negt übernommen. Unter diesem Dach versammeln sich die Rubriken „Politik heute“ und „Wirtschaft heute“. Ihre Beiträge greifen aktuelle Debatten auf, verdichten komplexe Zusammenhänge und beziehen begründet Stellung. Sie verstehen sich als Teil einer Gesellschaftskompetenz, die Machtverhältnisse sichtbar macht und Möglichkeiten gesellschaftlicher Veränderung zur Diskussion stellt.
Auch ‚Links‘ erzählen Geschichten Beitrag von Detlef Endeward (27.09.2026) Die folgende Übersicht macht die von Ihnen recherchierten Verknüpfungen lesbar. Ebene 1 bezeichnet Beiträge, die Sie vom jeweiligen Ausgangsbeitrag aus erfasst haben; Ebene 2 die von dort aus erreichten Beiträge. Wo...
Nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl 2026 wird intensiv über die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen gestritten. Im Mittelpunkt vieler Medienberichte stehen rechtliche Unsicherheiten, Entschädigungskosten und Investitionsrisiken. Doch welche wirtschaftspolitischen Vorstellungen bestimmen diese Debatte? Eine Untersuchung der Berichterstattung zeigt, wie die Eigentumsfrage zunehmend zur Kosten- und Investitionsfrage wird – und welche Alternativen dabei aus dem Blick geraten.
Der Wahlsieg der Berliner Linken hat eine Auseinandersetzung ausgelöst, die weit über die Regierungsbildung hinausreicht. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie gesellschaftliche Eigentumsverhältnisse öffentlich verhandelt werden. Eine exemplarische Analyse der Medienberichterstattung zeigt, wie politische Legitimität, rechtliche Unsicherheit und wirtschaftliche Sachzwänge zu konkurrierenden Deutungsrahmen werden.
Stand: 25. September 2026
Wie Medien aus einem Interessen- und Verteilungskonflikt ein Sachproblem machen Beitrag von Detlef Endeward (09/2026) Volkswagen steckt in der Krise. Die Kosten sind zu hoch. Die deutschen Werke sind nicht wettbewerbsfähig. Es gibt Überkapazitäten. In China wächst die Konkurrenz. Die...
Volkswagen ist mehr als ein Autobauer. Am Beispiel des Konzerns lassen sich grundlegende gesellschaftliche Zusammenhänge untersuchen: Kapital und Lohnarbeit, Eigentum und Verfügungsmacht, Staat und Mitbestimmung sowie die weltweite Organisation von Produktion und Märkten. Fünf Zugänge eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die Frage, wer wirtschaftliche Entscheidungen trifft und wer mit ihren Folgen leben muss.
Die „Krise des Standorts Deutschland“ wabert schon länger durch die Berichterstattung. Die Autokrise verstärkt dieses Framing: Produktion sei zu teuer, Beschäftigte müssten länger arbeiten, der Staat solle helfen. Gleichzeitig drohen Konzerne mit Verlagerungen und Werksschließungen. Wer entscheidet, wer zahlt – und wer trägt die Folgen?
Drei Beobachtungen an einem Kommunalwahlsonntag führen zu einer grundsätzlichen Frage: Wenn Umfragen Wahlen simulieren, wirkliche Wahlen zu „Stimmungstests“ werden und Ergebnisdarstellungen schon vor der Auszählung politische Sichtbarkeit ordnen – welches Verständnis von Journalismus und Demokratie zeigt sich darin? Eine Spurensuche nach Deutungsmacht, Interessen und gesellschaftlicher Gestaltungsmacht.