Kategorie: Endeward, Detlef
Der Beitrag betont historische Kompetenz als Schlüssel zur gesellschaftlichen Orientierung: Wer Vergangenheit versteht, erkennt Kontinuitäten und Brüche, kann gegenwärtige Entwicklungen einordnen und Zukunft aktiv mitgestalten – mit Geschichtsbewusstsein und utopischer Vorstellungskraft.
Geschichtsbewusstsein ist die Fähigkeit, gegenwärtige gesellschaftliche Zustände als zeitgebunden zu begreifen und aus der Deutung von Vergangenheit Orientierung für Gegenwart und Zukunft zu gewinnen.
Der Beitrag betont, dass politische und ökonomische Kompetenz das Fundament aller Gesellschaftskompetenzen bilden. Wer Macht‑ und Wirtschaftsstrukturen versteht, kann sich orientieren, einmischen und mündig handeln – ohne dieses Wissen droht Orientierungslosigkeit
Zwischen 1919 und 1933 entwickelte sich die deutsche Filmindustrie zur zweitgrößten weltweit. Die jährliche Produktion schwankte stark, von 1.240 Filmen 1919 bis zu einem Höchststand von 2.209 Filmen 1930. Die Universum-Film AG (Ufa) dominierte den Markt, während wirtschaftliche und politische Umbrüche die Branche prägten
Harald Jähner formuliert in seinem Buch „Wolfszeit“ in den Zwischenüberschriften jeweils den Extrakt seiner folgenden Ausführungen. Eine „Erzählung“ entlang dieser Überschriften korrespondiert auffällig mit den zentralen Motiven in den deutschen Nachkriegsspielfilme.
Die Analyse zeigt Karl Liebknechts scharfe Kritik an der internationalen Rüstungsindustrie vor dem Ersten Weltkrieg. Anhand seiner Reichstagsrede und Schriften wird deutlich, wie eng Militär, Politik und Kapital verflochten waren. Liebknecht entlarvt Krieg als profitgetriebenes System und ruft zur internationalen Solidarität der Arbeiterklasse auf.
Die Regionalen Filmtage zur politischen Bildung fanden in den 1980er Jahre im Zwei-Jahres-Rhythmus statt. Veranstalter waren die Landeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit der Landesbildstelle/Landesmedienstelle, regionale Bildungseinrichtungen wie die jeweilige Volkshochschule und Kreisbildstelle und wechselnde Kooperationspartner je nach thematischen...
Aktive Medienarbeit hat in der Schule eine Tradition, die im Rahmen der Schulfotografie und Schülerfilmarbeit bis in die 20er Jahre zurückreicht. Hier gibt es Traditionslinien, die z.B. auf Kunsterzieherbewegung mit ihrer Entdeckung des „Schöpferischen“ im Kinde und der Betonung der Eigentätigkeit verweisen. Andere Traditionslinien führen zur Arbeitsschulbewegung und zur Projektmethode. Was ist Medienanalyse durch aktive Medienarbeit anderes als „Learning by doing“.
Die Medienlandschaft in Mittel- und Osteuropa befindet sich in den 90er Jahren des 20. Jahr. im Umbruch. In Deutschland haben sich die privaten Anbieter etabliert, in Österreich und der Schweiz diskutiert man über die Einführung des dualen Systems. Dank Kabel- und Satellitentechnik sind aber auch dort schon in vielen Haushalten zwanzig und mehr Programme zu empfangen. Und in Osteuropa ist nach dem Zusammenbruch des Kommunismus der Aufbau ganz neuer Rundfunksysteme erforderlich. Die Veränderungen sind tiefgreifend. Sie beziehen sich nicht nur auf die Anzahl der Programmangebote, sondern auch auf die Inhalte. Diese Veränderungen sind kein isolierter Prozess, sondern stehen in engem Zusammenhang mit der veränderten gesellschaftlichen Stimmungslage und den Interessen der Menschen.
Vom medienpädagogischen Kongress zum Festival der Sinne Zur Geschichte der Niedersächsischen Medientage Detlef Endeward (2024) Die Niedersächsischen Medientage können als Vorläufer der Regionalen Schulmedientage (seit 2008) und der Tage der Medienkompetenz (seit 2009) gelten. Als landesweite Veranstaltungen, die in unterschiedlichen...
Der aktiven Medienarbeit wird unbestritten ein hoher Stellenwert für die Ausbildung von Medienkompetenz eingeräumt. Leben in der modernen Gesellschaft heißt zu einem großen Teil Leben mit Medien. Ohne die adäquate Nutzung der vorhandenen, sich ständig weiterentwickelnden Medien ist verantwortliches Handeln unmöglich. Schule muss ihren Beitrag dazu leisten, die für solches Handeln notwendige Medienkompetenz zu entwickeln.
Die fachwissenschaftliche Ausdifferenzierung hat über veränderte Fragestellung auch zu neuen Quellen geführt. Bild, Film und Ton werden genutzt, wenn es um Fragen nach kollektiven Einstellungen und Bewusstseinslagen geht. Die Vereinigung IAMHIST mit Sitz in Washington (International Association for Media and History) hat allerdings in der deutschen Geschichtswissenschaft noch geringe Resonanz, obwohl die großen Forschungsförderungen (VW-Stiftung und DFG) sich auf neue Fragestellungen, die Massenmedien als historische Quellen einbeziehen, einstellen.