Kategorie: Filmproduktion
Der Arzt von Stalingrad ist ein 1957 entstandener Spielfilm, eine Mischung aus Kriegsgefangenen- und Liebesdrama. Der Erlebnisbericht eines deutschen Arztes aus dem Kriegsgefangenenlager von Stalingrad. Die Selbstlosigkeit des Mediziners bewirkt Respekt und Achtung bei Freund und Feind.
Der DEFA-Film „1-2-3 Corona“ (1948) von Hans Müller spielt im zerstörten Berlin. Straßenkinder helfen der verletzten Zirkusartistin Corona und gründen mit ihr einen kleinen Zirkus. Ein Zirkusdirektor entdeckt sie und bietet allen eine Zukunft. Ein optimistischer Trümmerfilm über Hoffnung und Gemeinschaft.
Der DEFA-Film „Grube Morgenrot“ (1948) von Erich Freund und Wolfgang Schleif thematisiert den Kampf von Bergarbeitern um den Erhalt ihrer Kohlegrube während der Weltwirtschaftskrise. Trotz Rückschlägen und Opfern zeigt der Film Solidarität und den Wunsch nach einem Neuanfang in der Nachkriegszeit.
Am 3. Juli 1961 beginnen die Dreharbeiten zum Film KALAMITÄTEN nach der gleichnamigen Bühnenvorlage von Alwin Westhoff. Der Autor und Regisseur des Lustspiels ist eigentlich Schauspieler am Deutschen Theater in Göttingen, wo das Theaterstück auch unter der Regie von Heinz...
Im August 1952 startet Hans Domnick ein äußerst umstrittenes Projekt. Er holt Veit Harlan nach Göttingen. Erst vier Monate vorher ist der Regisseur des antisemitischen Hetzfilms JUD SÜSS (1940) vom Hamburger Landgericht, wo er sich „wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit“...
In den Göttinger Filmateliers wurden im Zeitraum 1948 bis 1962 insgesamt 104 Spielfilme produziert. Den größten Teil davon (27 Filme) stellt die Filmaufbau her. Darüber hinaus wurde Heinz Erhard mit seinen Filmprodukionen zum „Gesicht der Fiulmstadt Göttingen“. 8 Filme mit dem Schauspieler wurden in Göttingen produziert.
Einer der beliebtesten Komiker der fünfziger Jahre ist Heinz Erhardt. Von 1956 bis 1960 dreht er insgesamt acht Filme im Göttinger Atelier, davon sieben für die Deutsche Filmhansa.
Im Jahre 1977 wurde in Bendestorf ein weiterer Anlauf unternommen, um wieder einen großen deutschen Spielfilm zu produzieren. Wie häufig im deutschen Filmschaffen griff man, wenn man nicht recht weiter wusste, auf eine bekannte Literaturvorlage zurück. Diesmal war es Storms Novelle DER SCHIMMELREITER, die bereits 1933 als Filmvorlage gedient hatte.
Das Ateliergelände gehört nicht zur Konkursmasse der Junge Film-Union. Schon im Sommer 1952 pachtet es die Firma Fink-Film. Diese hat sich bis dahin in erster Linie durch die Vermietung von Filmtechnik einen Namen gemacht. Horst Reinhold Fink erweitert nun seinen Aufgabenbereich. Seine „Atelierbetriebe Bendestorf GmbH“ vermietet die Ateliers und die „Studio-Film GmbH“ stellt eigene Produktionen für das Fernsehen und später auch Spielfilme her.
1958 entsteht auf dem Freigelände der Göttinger Ateliers der größte Gebäudekomplex, der je nach dem Krieg für einen deutschen Film errichtet wurde. Der Architekt Walter Haag baut für HUNDE, WOLLT IHR EWIG LEBEN die unheimliche Ruinenlandschaft Stalingrads nach.
Im Juni 1948 erhält die seit 1932 in Berlin ansässige Verleihfirma „Panorama-Film“ die Lizenz der britischen Zone und lässt sich in Göttingen nieder. Sie ist die zu diesem Zeitpunkt älteste noch existierende Firma der Filmbranche. In der Zeit des Faschismus...
In den Göttinger Filmateliers entstehen um 1960 zwei ganz unterschiedliche Satiren auf die „Wirtschaftswunderjahre“, deren Dreh- und Angelpunkt in beiden Fällen eine Kellerbar ist.