Kategorie: Epochen

Zwischen Wirtschaftswunderkino und verdrängter Moderne

Das Filmschaffen in der BRD der 50er und frühen 60er Jahre wird bis heute gemeinhin als eher unbedeutend und künstlerisch wenig anspruchsvoll bewertet. Dieser verengte Blick auf die dominierenden Genres des bundesdeutschen Kinos verstellt aber den Zugang zu seiner tatsächlichen Vielfalt. Er verdeckt nicht nur die breite Palette an Formen und Erzählweisen, sondern auch die kulturelle Bedeutung dieser Filme als Ausdruck einer Gesellschaft,

Gründungsmythen der Bundesrepublik und ihre identitätsstiftende Funktion bis in die Gegenwart

Der Text zeigt, wie politische Mythen nach 1945 halfen, Legitimität, Identität und Abgrenzung der jungen Bundesrepublik zu formen. Narrative wie Währungsreform, Luftbrücke, Marshallplan oder Antikommunismus stabilisierten Ordnung, verschleierten Kontinuitäten und wirken bis heute diskursprägend.

Modernität ohne Herrschaft? Zur aktuellen Neubewertung des Kaiserreichs

Der Beitrag diskutiert die Neubewertung des Kaiserreichs (1871–1918). Hedwig Richter betont Modernisierung, Verwaltung und Inklusion, während Kritiker warnen: autoritäre, koloniale und militärische Strukturen werden verharmlost. Gefahr: Entpolitisierung von Macht und verzerrte Geschichtsbilder.

Politisch-ökonomische Rahmenbedingungen nach 1871

Industrialisierung, Agrarstruktur und globale Verflechtung Die wilhelminische Gesellschaft am Vorabend des Ersten Weltkriegs war ökonomisch von tiefgreifenden Wandlungsprozessen geprägt. In wenigen Jahrzehnten entwickelte sich das Deutsche Kaiserreich von einem Agrarstaat zu einer der führenden Industriemächte der Welt. Dieser Modernisierungsschub blieb...

Widersprüche und Dynamik der Klassenverhältnisse

Der Beitrag beleuchtet die widersprüchliche Klassenstruktur im Deutschen Kaiserreich: Industrialisierung traf auf feudale Machtverhältnisse, Bourgeoisie und Proletariat standen sich antagonistisch gegenüber. Politische Reformen blieben oberflächlich – soziale Spannungen führten zur revolutionären Krise

Kontinuität in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft

Die Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 wurde lange Zeit als demokratischer Neuanfang gefeiert – als Abkehr vom Faschismus und Beginn einer freiheitlichen Ordnung. Doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass die junge Republik in vielerlei Hinsicht auf alten Fundamenten errichtet wurde.

Unsichtbare Finanzströme, sichtbare Effekte

Der Beitrag betont, dass die Finanzierung des NS‑Aufstiegs nicht allein über nachweisbare Spenden zu verstehen ist. Entscheidender waren verdeckte Finanzströme, bereitgestellte Infrastruktur und situative Allianzen wirtschaftlicher Eliten. Drei Fallstudien zeigen, wie materielle Ressourcen, Netzwerke und strategische Unterstützung die Organisationsmacht der NSDAP wesentlich stärkten.

Kulturelle Hegemonie im Kaiserreich

Der Beitrag bedasst sich mit der kulturellen Hegemonie im Deutschen Kaiserreich. Er zeigt, wie Monarchie, Militär, Kirche und Bildungssystem ideologische Zustimmung organisierten, um soziale Widersprüche zu überdecken – bis zum Zerfall im Ersten Weltkrieg.

Remilitarisierung der BRD nach 1945 und gesellschaftlicher Widerstand

Der Beitrag beleuchtet die Remilitarisierung der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg und zeigt politische, gesellschaftliche und gewerkschaftliche Gegenbewegungen. Im Zentrum stehen Konflikte um Aufrüstung, Souveränität und demokratische Kontrolle im Kontext des Kalten Krieges.