Kategorie: Nachkriegsjahre
Der DEFA-Film „Grube Morgenrot“ (1948) von Erich Freund und Wolfgang Schleif thematisiert den Kampf von Bergarbeitern um den Erhalt ihrer Kohlegrube während der Weltwirtschaftskrise. Trotz Rückschlägen und Opfern zeigt der Film Solidarität und den Wunsch nach einem Neuanfang in der Nachkriegszeit.
Brüche und Kontinuitäten Wolfgang Staudte versucht 1946 in seinem Film DIE MÖRDER SIND UNTER UNS sich in der Anlehnung an den expressionistischen Filmstil der Filmästhetik des Faschismus zu verweigern – es gibt Ausnahmen: vor allem über die Rolle und Inszenierung von Susanne Wallner: „Es...
Erste Schritte des Neubeginns in der Stadt: 20. August 1945: Wiederbeginn des Unterrichts in vier Volksschulen in Badenstedt, Bothfeld, Kirchrode und Wülfel. Am 1. Oktober 1945 beginnt der Unterricht für die Unter-und Mittelstufen der höheren Schulen Wegen der nur sehr...
Die in den „Antifas“ formulierten politischen Vorstellungen trafen auf wenig Gegenliebe bei den westalliierten Besatzungsmächten, insbesondere der USA. Die „Antifas“ scheiterten von daher schnell an den Besatzungsmächten. Ähnlich wie den „Antifas“ erging es den Gewerkschaften und auch den Parteien, deren lokale Gründungen erst ab August/September lizensiert wurden.
Die Währungsreform war einerseits Glied in der Reorganisation alter Wirtschaftsstrukturen, verlieh einem wirtschaftlichen Aufschwung andererseits zusätzliche Schubkraft. Sie war notwendig geworden, weil die nationalsozialistische Wirtschafts- und Finanzpolitik die deutsche Währung zugrunde gerichtet hatten.
Ein europäisches Wiederaufbauprogramm? Das „Europäischen Wiederaufbauprogramms“ (ERP), der Marshall-Plan, war sicher ein Unterstützungsprogramm zum Wiederaufbau der europäischen Wirtschaft, dessen Leistungen und Wirkungen jedorch sehr unterschiedlich beurteilt werden. Vor allem aber war es eine multimediale Werbekampagne, mit der die Segnungen der...
Im Zweiten Weltkrieg war die deutsche Wirtschaft, trotz aller Schäden, nicht in ihrer Substanz vernichtet worden. Weniger die Industriebetriebe als vielmehr das Transport- und Verkehrsnetz sowie vor allem die Wohngebiete in den großen Städten waren getroffen. Der Anlagepark der deutschen...
Unmittelbar nach Kriegsende waren nach den Erfahrungen mit dem Faschismus, zunächst sozialistische Ideen der Wirtschaftsplanung und -lenkung – bis in die bürgerlichen Parteien hinein – bedeutsam. Der politische Neuanfang wurde aber mit Zuspitzung des Kalten Krieges schnell von kräftigen Tendenzen der Restauration, d. h. der Wiederherstellung alter Strukturen, der Wiedereinsetzung alten Personals und der Entstehung alter und noch verschärfter Konflikte, überlagert.
Bei wikipedia werden ohne Quellenangabe für die Zeit von 1946 bis 1963 folgende Zahlen zu Filmbesuchen und Anzahl der Leinwände angegeben: Jahr Filmbesuche in Mio. Leinwände in BRD 1946 300,0 2.125 1947 459,6 2.850 1948 443,0 2.975 1949 467,2 3.360...
Rudolf Jugerts Komödie „1×1 der Ehe“ (1949) konfrontiert konservative Ehevorstellungen mit modernen Partnerschaftsmodellen. Ein starrsinniger Anwalt wird in einer Radiosendung durch Partnertausch und Liebeswirren zum Umdenken gebracht. Heiter, ein wenig „zeitkritisch“ und ein Spiegel der Nachkriegsgesellschaft.
Hallo Fräulein! (1949) ist eine Musikkomödie von Rudolf Jugert, die in der Nachkriegszeit spielt. Eine Musikstudentin organisiert eine Show zur Völkerverständigung, doch entscheidet sich am Ende für einen deutschen Ingenieur statt eines amerikanischen Soldaten.
Der glücklose Zeitungsfahrer Felix gerät in ein Verwechslungsspiel, als Anni ihn für den Radstar Lohmeyer hält. Um die Lüge zu decken, taucht er beim Sechstagerennen unter, übernimmt nach einem Unfall sogar Willys Rolle – und gewinnt „um eine Nasenlänge“. Am Ende fliegt alles auf, doch es gibt ein Happy End.