Kategorie: Nachkriegsjahre
Der Alltag der Menschen im Nachkriegsdeutschland war geprägt von Not, Improvisation und einem unermüdlichen Willen zum Wiederaufbau. Hunger, Wohnraumnot und zerstörte Infrastruktur bestimmten das Leben, doch gleichzeitig entstanden neue soziale und politische Strukturen.
75 Jahre nach Kriegsende erinnert die Dokumentation mit privatem Filmmaterial und persönlichen Geschichten an die beeindruckende Wiederaufbauleistung im Deutschland der Nachkriegszeit.
Der DEFA-Film „Razzia“ (1947) von Werner Klingler spielt im Nachkriegsberlin und thematisiert den Schwarzmarkt. Kriminalkommissar Naumann kämpft gegen Schmuggler, wird jedoch ermordet. Sein Nachfolger Lorenz deckt Verrat auf und stellt die Täter. Ein realistischer Kriminalfilm über Moral und Not.
„Razzia“ war der fünfte Film der DEFA und zugleich ihr erster Kriminalfilm.
Der DEFA-Film „Freies Land“ (1946) von Milo Harbich thematisiert das Schicksal von Flüchtlingen in einem brandenburgischen Dorf nach dem Krieg. Sie erhalten Land der geflohenen Junker und bilden eine solidarische Gemeinschaft. Der Film zeigt Hoffnung und Zusammenarbeit in schwierigen Zeiten.
Vertraute Bilder: Frauen räumen Schutt beiseite, bilden lange Ketten, um die Trümmerberge des Zweiten Weltkriegs wegzuräumen. Die Trümmerfrau als Heldin des Wiederaufbaus ist fester Bestandteil nahezu jeder historischen Darstellung der Jahre nach 1945. Die Dokumentation unternimmt eine kritische Würdigung dieser Gründungslegende. (ARD)
Die Fernsehdokumentation beinhaltet vier Interviews mit Berliner Trümmerfrauen und zeitgenössisches Bild- und Dokumentarfilmmaterial, das die Lebensbedingungen und die Aufbauarbeit in Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1951 veranschaulicht.
Zwei Berliner Trümmerfrauen berichten über das Kriegsende, die Lebensbedingungen und die Aufbauarbeiten in Berlin bis 1948. Ihre subjektiven Erfahrungen werden mit zeitgeschichtlichem Bild- und Dokumentarfilmmaterial verbunden.
Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges prägten zwei sich feindlich gegenüberstehende Lager die neue Weltordnung. Die unterschiedlichen Ziele und Interessen der USA und der UdSSR beim Kampf um Einflusszonen in Europa beeinflussten die politische und wirtschaftliche Neugestaltung Deutschlands wesentlich.
Gesellschaft im Nachkriegsdeutschland 1945 – Eine „Stunde Null“ in den Köpfen?: Zur geistigen Situation in Deutschland nach der Befreiung vom Faschismus (Zwischen Revolution und Kapitulation: Forum Perspektiven der Geschichte) Hrsg. von Rainer Holze und Marga Voigt, edition bodoni 2016 Endeward, Detlef/Mauss,...
Die I.G. Farben, die 1925 aus einem Kartell von Chemiegiganten entstand (u.a. aus BASF, Bayer,
Hoechst) verdiente sowohl an der Kriegsführung Deutschlands als auch – über internationale
Tochtergesellschaften – an derjenigen Amerikas.
Determinanten der westdeutschen Restauration 1945 bis 1949* Detlef Endeward (04/2025, aktualisiert: 06/2026) Unter diesem Titel erschien Anfang der 1970er Jahre ein Buch zur politisch-ökonomischen Entwicklung in den westlichen Besatzungszonen Deutschlands, das in der damaligen Forschung und politischen Bildung große Aufmerksamkeit...
Auf allen Gebieten gibt es unter dem Vorwand, daß jeder das Recht auf eine eigene Meinung habe, eine Art Gentlemen’s Agreement, dem zufolge jeder das Recht auf Unwissenheit besitzt – und dahinter verbirgt sich die stillschweigende Annahme, daß es auf Meinungen nun wirklich nicht ankomme