Kategorie: Nachkriegsjahre
Die Bemühungen um eine Wieder- bzw. Neugründung von Parteien setzte in den einzelnen Orten bereits unmittelbar nach dem Einmarsch der alliierten Truppen ein. Vor allem ehemalige Mitglieder der Parteien aus der Weimarer Zeit wurden wieder tätig. Die Alliierten duldeten zwar die Entstehung von lokalen Parteigruppen, erlaubten jedoch keine öffentliche politische Betätigung. Vor allem waren keine überlokalen Organisationsversuche gestattet.
Bei der Wiederaufnahme des Schulunterrichts ist in den Westzonen inhaltlich und strukturell ziemlich bruchlos an die Traditionen aus der Weimarer Zeit angeknüpft worden, ohne den Versuch zu machen, ein neues Bildungssystem aufzubauen. Nur wenige führende Politiker sahen die Notwendigkeit für eine tiefgreifende Reform.
Die Demokratisierung der Verwaltungsstrukturen gehörte – nach der Sicherung der Lebensbedingungen für die Menschen – zu den vordringlichsten besatzungspolitischen Zielen der Alliierten. Es dauerte jedoch einige Zeit, ehe diese Aufgabe umgesetzt werden konnte.
Während ihr Mann Felix an der Ostfront kämpft, verdient Kati Zeiler mit einem kleinen Friseursalon in München den Lebensunterhalt für sich und ihre kleine Tochter Marie – bis Wohnung und Laden bei einem Bombenangriff zerstört werden. Auf dem Land, wo sie Zuflucht sucht, wird sie von ihrer zweiten Tochter entbunden: Theres
Nach dem Krieg schlägt sie sich in den Ruinen Münchens als Trümmerfrau und Straßenbahnschaff-nerin durchs Leben. Immer wieder steht sie vergeblich mit einem Bild ihres Mannes in der Hand am Bahnhof und mustert die Männer, die aus der Gefangenschaft heimkehren. Von Mal zu Mal sinkt ihre Hoffnung, Felix wiederzusehen. In dieser Situation ist sie froh, dass der Heimkehrer sich liebevoll um sie und ihre beiden Kinder kümmert. Er gehört immer mehr zur Familie. – Da steht eines Tages Felix Zeiler in der Tür …
Zu zentralen Problemen bundesrepublikanischer Kulturentwicklung werden Persönlichkeiten befragt, die den Werdegang dieses Staates schöpferisch und analysierend begleitet haben und als Zeitzeugen persönliche Erfahrungen mit einbringen. Stellvertretend für die verschiedenen Kultur- und Wissenschaftsbereiche kommen unter anderem zu Wort: Margarete Mitscherlich, Sebastian Haffner, Marcel Reich-Ranicki, August Everding und Günter Grass.
Die Texte im in diesem Bereich basieren im Wesentlichen auf der Broschüre (Nach)kriegserfahrungen – Kurzgeschichten und ihre Verfilmungen. Hrsg. v. Frank Hellberg. Reihe ‚Materialien zur Medienpädagogik‘, Heft 14. Hildesheim 1997 Weitere Literaturhinwiese Adelhoefer, Mathias:Wolfdietrich Schnurre – ein deutscher Nachkriegsautor. Pfaffenweiler 1990....
Im Mittelpunkt des Politdramas steht Fritz Bauer, 1956 zum hessischen Generalstaatsanwalt berufen, der einen wesentlichen Beitrag zur Ergreifung Adolf Eichmanns leistete und eine treibende Kraft hinter den Auschwitz-Prozessen war.
Neue Eliten – etabliertes Personal? Dabei stellte sich die personelle Kontinuität, die Anpassungsfähigkeit des Wissenschaftlers an das jeweilige System durchaus als verbindendes Element der verschiedenen Umbruchphasen heraus. Die Leibniz Universität Hannover (LUH) hat in den vergangenen Jahren die NS-Geschichte ihrer...
Der Film von Josef v. Baky nach einer Idee und dem Drehbuch von Fritz Kortner thematisiert die Schwierigkeiten der Remigration im Nachkriegsdeutschland. Der jüdische Professor Mauthner kehrt aus dem US-Exil nach Deutschland zurück, um an seine alte Universität zurückzukehren. Dort stößt er auf Ablehnung, Antisemitismus und alte Feindbilder.
Die Kriegsereignisse zogen das Werk kaum in Mitleidenschaft, obwohl die Städte Frankfurt und Ludwigshafen vor allem ab Herbst 1943 regelmäßig zum Ziel der alliierten Luftangriffe wurden.
Das Programm der Kinos 1945/46 blieb weitgehend bestimmt von älteren deutschen Produktionen, in der Hauptsache unpolitische“ Unterhaltungsware.
Die Wiedereröffnung der Kinos verzögerte sich zunächst aufgrund der Vorschrift der Militärregierung, dass nicht mehr als zehn Personen sich versammeln durften. Die Briten erkannten aber sehr schnell, dass „…das Volk Vergnügen haben muss, besonders im Winter, um nicht an die schwere Lage zu denken. Die Deutschen sollten die Initiative ergreifen, denn sonst sieht es zu sehr nach britischer Propaganda aus.“