Kategorie: Nachkriegsjahre

Geschichten von Hoffnungen und Wünschen

Geschichten von Hoffnungen und Wünschen

Niederlage, Befreiung, Zusammenbruch, „Stunde Null“, Neuanfang und/oder Wiederaufbau sind Begriffe mit denen das Kriegsende und die Jahre nach dem Ende der faschistischen Diktatur und des Zweiten Weltkrieges benannt und beschrieben werden. Wie haben die Menschen in jenen Jahren die Zeit...

Arbeitshinweise und Unterrichtsvorschlag zu „Nachts schlafen die Ratten doch“

Die Eingangsszenen dieses dritten Teils unterscheiden sich grundlegend von der Textvorlage: Der Film steigt nicht unmittelbar in die Texthandlung ein, sondern zeigt zunächst einen erläuternden Vorspann. Die mit einem erklärenden Ton unterlegten Archivbilder von zerstörten Häusern, die offenbar den Schülerinnen und Schülern eine Vorstellung von den Folgen der Bombardierungen der deutschen Großstädte vermitteln sollen, stellen sicherlich eine mögliche Aktualisierung dar, wobei man diskutieren könnte, ob bei der Kriegsberichterstattung z. B. aus dem Balkangebiet solche erläuternden Bilder überhaupt notwendig sind.

Arbeitshinweise und Unterrichtsvorschlag zu „Auf der Flucht“

Der Film reduziert das Geschehen der Geschichte im wesentlichen auf die Beziehung zwischen den Personen, die Natur wird weitgehend zurückgedrängt. Das liegt sicherlich auch daran, dass der Film diese verdichteten atmosphärischen Beschreibungen und Erklärungen nicht einfach in Bilder umsetzen kann.

(Nach)Kriegserinnerungen – Hinweise zur Unterrichsgestaltung

(Nach)Kriegserinnerungen – Hinweise zur Unterrichsgestaltung

Im Vergleich mit den literarischen Vorlagen sind Wolfgang Küpers filmische Interpretationen gekennzeichnet durch Konkretisierungen und Reduktionen zugleich. Diese sind zunächst hervorgerufen durch die Bedingungen des Mediums Film. Ein Film muss zum Beispiel einen konkreten Raum und eine konkrete Person zeigen, während ein Text mit einer kurzen Wendung exemplarisch arbeiten kann: Menschliche Typen ohne Gesicht spielen abgehoben von einem Zeit- bzw. Ortsbezug in einer künstlichen Situation. Mit einer ähnlichen Leichtigkeit kann auch das Bild-Medium der Comics menschliche Grundtypen darstellen und in den Spielzeiten hin und her springen.

(Nach)Kriegsgeschichten und ihre Verfilmungen im Literaturunterricht

Die Kurzgeschichten „Auf der Flucht“ von Wolfdietrich Schnurre sowie „Das Brot“ ,Nachts schlafen die Ratten doch“ und „Jesus macht nicht mehr mit“ von Wolfgang Borchert gehören zu den wichtigen literarischen Verarbeitung von Alltagserfahrungen im Krieg. Die beschriebenen Extremsituationen sind jedoch nicht nur auf Kriegszeiten beschränkt, viele Menschen haben zum Beispiel in der Nachkriegszeit ähnliche Erfahrungen durchmachen müssen.

Nachts schlafen die Ratten doch (1993)

In den Trümmern eines zerbombten Hauses wohnt ein alter Mann mit seinen Kaninchen. Auf der Suche nach Kaninchenfutter begegnet er einem neunjährigen Jungen, der vor einer rauchenden Ruine sitzt. Der Junge bewacht seine in den Trümmern umgekommene Familie – Eltern und ein kleiner Bruder – damit die Ratten nicht die Leichen anfressen. Dem alten Mann gelingt es mit der Behauptung, dass Ratten nachts doch schlafen würden, sich mit dem Jungen zu verabreden, um ihm seine Kaninchen zu zeigen.

Wir sind die Generation ohne Glück, ohne Heimat und ohne Abschied

In den 1990er Jahren verfilmte der Regisseur Wolfgang Küper drei Erzählungen von Wolfgang Borchert und Wolf-Dietrich Schnurre, die sich mit den existenziellen Grenzerfahrungen der Menschen im Krieg und in der Nachkriegszeit beschäftigen.  Die Verfilmungen dieser zentralen Texte sind darum für den Geschichts- und Literaturunterricht ein Glücksfall, weil sie Interpretationen aus doppelt veränderter Perspektive darstellen:

Flucht und Vertreibung im deutschen Spiel- und Dokumentarfilm

Die Flucht und Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten des damaligen Deutschen Reiches sowie deutscher Minderheiten in Ost- und Mitteleuropa war eine der Folgen faschistischer Poltik und bildet eines der Schlusskapitel des Zweiten Weltkrieges. Gleichzeitig war es das Resultat der zwischen den alliierten Siegermächten ausgehandelten territorialen Nachkriegsordnung.

Mythos oder Masterplan? Die wahre Geschichte des Marshall-Plans (2018)

Der Marshall-Plan ist die Initialzündung des westdeutschen Wirtschaftswunders – so hat man es in der Schule gelernt. Ob Griechenlandkrise, Nahostkonflikt oder Hunger in Afrika – immer ist schnell die Rede von der Notwendigkeit eines „Marshall-Plans“. 70 Jahre nach seiner Erfindung scheint das legendäre Konjunkturprogramm das Musterbeispiel für effiziente Wirtschaftshilfe. Doch stimmt das wirklich? Der Film zieht eine kritische Bilanz.