Kategorie: Nachkriegsjahre

Aus Bombentrümmern zur Vision der „neuen“ Stadt?

Aus Bombentrümmern zur Vision der „neuen“ Stadt?

So – allerdings ohne Fragezeichen – überschreibt der NDR einen Online-Beitrag zur Nachkriegs-Stadtentwicklung in nordeutschen Städten und führt weiter aus: „Schnell gilt es, die Trümmer zu beseitigen und die Städte wieder aufzubauen. Denn Mitte der 40er-Jahre herrscht akute Wohnungsnot, viele...

Das Baugebiet rund um die Kreuzkirche

Der Wohnungsbau wurde als wichtigster Gestaltungsfaktor für den Wiederaufbau betrachtet. Rund 80% aller Bauten waren Wohnungsbauten. Nach den Jahren der Zerstörung sollte mit dem modernen Wohnungsbau ‚genau da‘ begonnen werden, ‚wo das alte Hannover begann‘- im Herzen der Stadt.

Wirtschaftliche Entwicklung in Hannover nach dem Ende des Krieges

Nur allmählich etablierte sich wieder in den Trümmern der ehemaligen City ein improvisiertes ‚Geschäftsleben“ mit hölzernen Verkaufstischen und ähnlichen primitiven Warenständen. Der Schwarzmarkt blühte und hatte sein Zentrum vom Bahnhof bis in die Georgstraße hinein, Tausch- und Kompensationsgeschäfte bestimmten den Alltag, der Warenumtausch fand größtenteils unter freiem Himmel statt, bis die ersten bescheidenen Geschäftsläden entstanden.

Stadtplanung – Planungsvorstellungen 1948 -1951

Stadtplanung – Planungsvorstellungen 1948 -1951

„Wir entscheiden heute stellvertretend für Generationen, übernehmen die Verantwortung für die Neugestaltung der Stadt. Vielleicht wird schon in 10 Jahren sichtbar sein, was hier noch passiert.“Stadtbaurat Rudolf Hillebrecht (1949) Die starke Zerstörung des Innenstadtbereichs ließ einen rekonstruierenden Wiederaufbau des alten...

DER RAT DER GÖTTER – ein Propagandafilm?

Die zeitgenössische westdeutsche Pressekritik bezeichnet den Film überwiegend als Propagandafilm. Aber auch heute noch werden dem Film Propagandaabsichten attestiert. In dieser UE soll in der Auseinandersetzung mit dem Film und seiner Rezeption sowie der Geschichte der IG Farben Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben werden, zu überprüfen, ob diese Bewertung zutrifft und eine eigene Position zu entwickeln.

Personelle Kontinuitäten in Ministerien, Ämtern, Behörden

Der Beitrag zeigt, wie stark Ministerien, Behörden und der BND nach 1945 von ehemaligen NSDAP-Mitgliedern geprägt blieben. Studien belegen hohe personelle Kontinuitäten, politisch begünstigt durch Kalten Krieg, Antikommunismus und bewusstes Abwarten, bis Aufarbeitung kaum noch möglich war.

1-2-3 Corona (1948)

Der DEFA-Film „1-2-3 Corona“ (1948) von Hans Müller spielt im zerstörten Berlin. Straßenkinder helfen der verletzten Zirkusartistin Corona und gründen mit ihr einen kleinen Zirkus. Ein Zirkusdirektor entdeckt sie und bietet allen eine Zukunft. Ein optimistischer Trümmerfilm über Hoffnung und Gemeinschaft.

Grube Morgenrot (1948)

Der DEFA-Film „Grube Morgenrot“ (1948) von Erich Freund und Wolfgang Schleif thematisiert den Kampf von Bergarbeitern um den Erhalt ihrer Kohlegrube während der Weltwirtschaftskrise. Trotz Rückschlägen und Opfern zeigt der Film Solidarität und den Wunsch nach einem Neuanfang in der Nachkriegszeit.

Film im Faschismus – Film im Nachkriegsdeutschland

Film im Faschismus – Film im Nachkriegsdeutschland

Brüche und Kontinuitäten Wolfgang Staudte versucht 1946 in seinem Film DIE MÖRDER SIND UNTER UNS sich in der Anlehnung an den expressionistischen Filmstil der Filmästhetik des Faschismus zu verweigern – es gibt Ausnahmen: vor allem über die Rolle und Inszenierung von Susanne Wallner: „Es...

Revolution wird nicht geduldet

Die in den „Antifas“ formulierten politischen Vorstellungen trafen auf wenig Gegenliebe bei den westalliierten Besatzungsmächten, insbesondere der USA. Die „Antifas“ scheiterten von daher schnell an den Besatzungsmächten. Ähnlich  wie den „Antifas“ erging es den Gewerkschaften und auch den Parteien, deren lokale Gründungen erst ab August/September lizensiert wurden.