Autor: GFS-Admin_2021

Verdrängen – Vergessen – Anklagen – Verurteilen

Die Dokumentation die DIE ENTNAZIFIZIERUNG aus dem Jahr 1971 offenbart, wie sich unter dem Druck der amerikanischen Öffentlichkeit sowie des wirtschaftlichen Wiederaufbaues die rechtliche Aufarbeitung der NS-Verbrechen zusehends in einen Rehabilitationsprozess verwandelte. Dies war die Grundlage dafür, dass sich in den wirtschaftlichen Führungspositionen und bis in hohe Staatsämter zahlreiche NS-Parteigänger  wiederfanden. Mit diese – lange verschwiegenen – Kontinutät befassen sich dann im Ende der 50er Jahre einige wenige Spielfilme.

Die Entnazifizierung – Revolution auf dem Papier (1971)

Der Film stellt anhand von Interviews mit Mitgliedern der amerikanischen Militärverwaltung sowie Dokumentarfilmaufnahmen Absicht, Durchführung und Scheitern der Entnazifizierung dar. Die „denazification“ wandelt sich unter dem Druck der amerikanischen Öffentlichkeit sowie des wirtschaftlichen Wiederaufbaues zusehends in einen Rehabilitationsprozeß.

Der vergessene Führer (1982)

Dokumentarfilm über Alfred Hugenberg (1865-1951), der zur Zeit der Weimarer Republik zur einflußreichsten Persönlichkeit im Medienbereich aufstieg. Als sogenannter Medienimperator und Führer der ultrakonservativen Deutschnationalen Volkspartei war er einer der ersten, der sich der Bedeutung der Massenmedien und ihrer Macht bewußt wurde und sie einsetzte.

Moderne Zeiten – Kultur und Gesellschaft in der Weimarer Republik

Wie keine andere Kunstform spiegelte das Kino den Zeitgeist der Moderne. Mode und Sport, Mobilität und urbanes Leben, Genderfragen und Psychoanalyse prägen die Filme einer Stilepoche, die auf die Filmästhetik der ganzen Welt Einfluss nahm

Die Währungsreform 1948 – Vom Kriegsgeld zur Friedensmark (2008)

Die Währungsreform 1948 – Vom Kriegsgeld zur Friedensmark (2008)

Der Film dokumentiert die Währungsreform 1948 im besetzten Deutschland und zeigt die Folgen auf. Wochenschau-Ausschnitte zeigen, wie der Schwarzmarkt blühte, nachdem die Reichsmark wertlos geworden war. Die Einführung der Deutschen Mark bringt den Wirtschaftsaufschwung. Gleichzeitig wird die wirtschaftliche Teilung Deutschlands offensichtlich: Auch die Ostzone führt eine eigene Währung ein.

Mythos oder Masterplan? Die wahre Geschichte des Marshall-Plans (2018)

Der Marshall-Plan ist die Initialzündung des westdeutschen Wirtschaftswunders – so hat man es in der Schule gelernt. Ob Griechenlandkrise, Nahostkonflikt oder Hunger in Afrika – immer ist schnell die Rede von der Notwendigkeit eines „Marshall-Plans“. 70 Jahre nach seiner Erfindung scheint das legendäre Konjunkturprogramm das Musterbeispiel für effiziente Wirtschaftshilfe. Doch stimmt das wirklich? Der Film zieht eine kritische Bilanz.