Schlagwörter: Faschismus

Cato – Der Widerstand der Cato Bontjes van Beek (2009)

Der Dokumentarfilm zeigt das kurze Leben der Cato Bontjes van Beek (1920-1943), die in Niedersachsen aufwuchs und ihre konsequente Vorstellung von Humanität mit dem Leben bezahlte. Weil sie in Berlin Hilfe für Kriegsgefangene organisierte und Flugblätter verfasste, wurde sie 1943 im Alter von 22 Jahren wegen „Beihilfe zur Vorbereitung des Hochverrats“ hingerichtet.

Das Leben ist schön (Italien 1998)

Italien kurz vor dem 2. Weltkrieg. Der romantische Fantast Guido verliebt sich in die Lehrerin Dora, mit der er eine wunderbare Romanze erlebt. Einige Jahre später zerstören die Nazis das gemeinsame Glück mit dem Sohn Giosu, als Vater und Sohn deportiert werden. Die nichtjüdische Dora folgt ihnen freiwillig ins Konzentrationslager. Guido ist entschlossen, seinen Sohn vor dem Schrecken zu schützen.

Die Vergangenheit in der Gegenwart

Die Vergangenheit in der Gegenwart

Im Rahmen dieses Themenbereichs werden Filme vorgestellt, die unterschiedliche Sichtweisen der Nachkriegs-Gegenwart präsentieren und auch alternative Strategien im Umgang mit dem Neubeginn anbieten. Zentrale Fragen sind dabei, wie die Zeit des Faschismus thematisiert wird, also wie der Blick zurück aussah und welche Kontinuitäten sich in den Filmen wiederfinden lassen.

Der gewöhnliche Faschismus (1965)

Der russische Regisseur Michail Romm enthüllt vor allem die alltäglichen Aspekte des Nationalsozialismus. In 18 Kapiteln geht er der Frage nach, wie der todbringende Wahn entsteht, was ihm vorausgeht – zu seiner Zeit ein neuer, persönlicher, fast intimer Zugang. Durch das Unspektakuläre der Beispiele lässt er vielfältige Assoziationen zu.

Wir Wunderkinder (1958)

Satirische Filmchronik (1958) von Kurt Hoffmann nach Hugo Hartung: Zwei Jugendfreunde, der idealistische Hans und der karrierehungrige Bruno, durchqueren vier Jahrzehnte deutscher Geschichte. Kabarettistische Rahmung entlarvt Opportunismus und Selbstbetrug im Wirtschaftswunder‑Westdeutschland.

Rotation (1949)

Staudtes Rotation erzählt die Politisierung eines „unpolitischen“ Arbeiters im NS-Staat. Der Film zeigt, wie Anpassung in Schuld führt und wie spät erwachtes Gewissen Widerstand ermöglicht. Ein früher DEFA‑Beitrag gegen Restaurationstendenzen und für demokratische Verantwortung.

Morituri (1948)

Der Film „Morituri“ (1948) von Eugen York zeigt die Flucht von fünf KZ-Häftlingen, unterstützt von einem polnischen Arzt. Im Wald treffen sie auf versteckte Familien, kämpfen ums Überleben und warten auf die Befreiung durch die Rotarmisten. Ein Holocaust-Drama über Hoffnung und Menschlichkeit.

Ehe im Schatten (1947)

Der DEFA-Film „Ehe im Schatten“ (1947) von Kurt Maetzig thematisiert die Tragik einer Mischehe im Nationalsozialismus. Hans Wieland und Elisabeth Maurer wählen den Freitod, um der Deportation zu entgehen. Basierend auf dem Schicksal von Joachim Gottschalk, ist er ein bewegendes Nachkriegsdrama.
Der Film ist mit mehr als zwölf Millionen Besuchern der erfolgreichste deutsche Film der Nachkriegszeit. Er wird mehrfach ausgezeichnet.

Der Verlorene (1951)

Thrillertragödie von und mit Peter Lorre. Hamburg, 1943: Dr. Rothe forscht im Dienst der Nazis. Als seine Braut als Spionin enttarnt wird, tötet er sie. Sein Assistent, Gestapo-Spitzel Hoesch, vertuscht die Tat. Geplagt von Schuldgefühlen, mordet Rothe weiter… Die düstere Tragödie war die einzige Regiearbeit von Peter Lorre. Sein Film, der tief in deutschen Wunden stocherte, floppte.