Kategorie: Epochen

Rüstungsproduktion und Waffenhandel im Kaiserreich

Der Text analysiert die Entwicklung der deutschen Rüstungsindustrie zwischen 1871 und 1933 als Zusammenspiel von Industrialisierung, staatlich-militärischer Verflechtung und imperialer Politik. Er zeigt, dass Rüstung gesamtwirtschaftlich begrenzt, aber sektoral und politisch-strategisch zentral war und den Ersten Weltkrieg als industrialisierten Massenkrieg vorbereitete.

Entwicklungstendenzen im Fernsehjournalismus (1994)

Der „Bericht zur Lage des Fernsehens“, dem damaligen Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Richard von Weizsäcker, von einer Kommission unter Leitung des ehemaligen Vizepräsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Ernst Gottfried Mahrenholz, im Februar 1994 erstattet (vgl. Groebel et al. 1995), befasste sich mit den Veränderungen des Leitmediums Fernsehen. Der Bericht ist gekennzeichnet von der Sorge, dass  die aktuelle Entwicklung des Fernsehens – Mitte der 90er Jahre – dazu führen könnte, „die Einhaltung der vom Bundesverfassungsgericht formulierten Anforderungen“ an die Programmgestaltung zunehmend zu erschweren und zu Folgen führe, „die das derzeit artikulierte ‚Unbehagen‘ begründen können“

Der Kampf um den „Remarque-Film“ (UE Sek I/II)

Die Auseinandersetzung um den Film, die Zensurmaßnahmen und politischen Ausschreitungen verweisen dann auf das „gesellschaftliche Klima“ jener Jahre. Die Argumentationsmuster für und gegen den Film erlauben Einblicke in das Demokratieverständnis und die politischen Wertvorstellungen vor allem der Menschen, die in Militär und Zensurbehörden, aber auch in den Parteien maßgeblich gewesen sind.

Ökonomische Interessen und geostrategische Kriegsziele Deutschlands

Die politische und militärische Elite wollte die politische Vormacht in Europa und die führenden Bankiers und Industriellen sowie die Manager der großen Unternehmen wollten die ökonomische Vormacht in Europa. Lediglich im Detail unterschieden sich die konkreten Interesse verschiedener Wirtschaftszweige. Das Interesse an Annexionen war in der Montanindustrie am größten, aber auch in den anderen Wirtschaftszweigen vorhanden.

Bedingungen und Ursachen des Ersten Weltkriegs

Der Erste Weltkrieg erwuchs aus den inneren Widersprüchen des Imperialismus und war die Folge der seit der Jahrhundertwende betriebenen zielstrebigen Vorbereitungen der Imperialisten aller Länder, ihre Expansionsinteressen mit Hilfe eines Krieges durchzusetzen. Er war kein Verteidigungskrieg, sondern allseitig ein „kapitalistischer Angriffs- und Eroberungskrieg“