Monatsarchiv: Oktober 2026

Die Novemberpogrome 1938 – nationalsozialistische Verfolgung vor aller Augen

Die Novemberpogrome 1938 – nationalsozialistische Verfolgung vor aller Augen

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VW: Die Beschäftigten sollen sparen, der Staat soll zahlen

Während Volkswagen von den Beschäftigten weitere Einsparungen verlangt, fordert die Konzernleitung zugleich staatliche Unterstützung für die Automobilindustrie. Die Entwicklungen in Neckarsulm, Hannover, Emden, Zwickau und Osnabrück zeigen: Standortkosten und Beschäftigungsperspektiven hängen auch von konzernstrategischen Entscheidungen ab. Wer verfügt über die industrielle Zukunft – und wer trägt die Folgen?

Kurt Maetzig über seinen Film ‚Rat der Götter‘

Kurt Maetzig blickt auf seinen Film Der Rat der Götter (1950) zurück: auf den Anspruch, die Verflechtung von IG Farben, Nationalsozialismus und Krieg sichtbar zu machen, auf die Arbeit mit historischen Dokumenten und Hanns Eislers Musik. Seine Äußerungen verbinden das Bekenntnis zur politischen Parteilichkeit mit Überlegungen zur filmischen Gestaltung und späterer Selbstkritik. Der Beitrag stellt Maetzigs eigene Aussagen vor und fragt nach dem Verhältnis von historischem Aufklärungsanspruch, politischer Aussage und künstlerischer Form.

Über Parteilichkeit in der Spielfilmregie

Kurt Maetzig begründete 1951 die Parteilichkeit im Spielfilm als notwendige Konsequenz jeder künstlerischen Deutung gesellschaftlicher Wirklichkeit. Sein Wahrheitsanspruch war vom orthodoxen Marxismus-Leninismus der frühen DDR geprägt. Zugleich warnte er vor Schematismus und politischer Belehrung. Der Beitrag untersucht diese Widersprüche und fragt, wodurch sich offen erklärte Parteilichkeit von Propaganda unterscheidet: durch Transparenz der Absichten, Überprüfbarkeit der Aussagen und die Möglichkeit eigenständiger Urteilsbildung.

Wer führt eigentlich Krieg?

Wer führte eigentlich Krieg? Staaten, Gesellschaften und Unternehmen im kapitalistischen Weltsystem – Kapitalinteressen zwischen Hitler-Deutschland, Roosevelt-USA und Sowjetunion 1933–1945 Ein historisch-politökonomisches Essay Die Frage hinter den Kriegsparteien Am 22. Juni 1941 überfiel das nationalsozialistische Deutschland die Sowjetunion. Am 11. Dezember...

Wie erinnert Liebe 47 an Faschismus und Krieg?

Der Lernweg untersucht, wie Wolfgang Liebeneiners Liebe 47 Wolfgang Borcherts Draußen vor der Tür aufgreift und verändert. Die Lernenden vergleichen literarische Vorlage und Film, untersuchen die neu geschaffene Geschichte Annas und verfolgen, was aus Beckmanns Frage nach Schuld und Verantwortung wird. Im Zentrum steht dabei nicht die Frage nach „Werktreue“, sondern nach der Bedeutung der Veränderungen: Der Film erweitert Borcherts Erfahrungsraum um eine zweite Nachkriegsgeschichte – und gibt seinem offenen, unbeantworteten Schluss eine neue Richtung.

Wie verändert ‚Liebe 47‘ die literarische Vorlage?

Der Lernweg untersucht, wie Wolfgang Liebeneiners Liebe 47 Wolfgang Borcherts Draußen vor der Tür aufgreift und verändert. Die Lernenden vergleichen literarische Vorlage und Film, untersuchen die neu geschaffene Geschichte Annas und verfolgen, was aus Beckmanns Frage nach Schuld und Verantwortung wird. Im Zentrum steht dabei nicht die Frage nach „Werktreue“, sondern nach der Bedeutung der Veränderungen: Der Film erweitert Borcherts Erfahrungsraum um eine zweite Nachkriegsgeschichte – und gibt seinem offenen, unbeantworteten Schluss eine neue Richtung.

Die Filmpolitik der britischen Militärregierung

Umstrittene Großzügigkeit Bettina Greffrath (1993) Wer sich frühzeitig damit abfand, in einem Teil Deutschlands im Bereich der Filmproduktion tätig zu werden, in dem es hierfür zwar keinerlei technische Voraussetzungen gab, dafür aber „alles leichter“ zu sein schien, der ging in...

Liebe 47 (1948/1949)

Der Film „Liebe 47“ (1949) von Wolfgang Liebeneiner basiert auf Wolfgang Borcherts Stück Draußen vor der Tür. Kriegsheimkehrer Beckmann und die Witwe Anna begegnen sich in ihrer Verzweiflung. Ihre Gespräche über Verlust und Hoffnung führen zu einem zarten Neuanfang. Ein – nicht für viele Zuschauer – bewegendes Nachkriegsdrama.

Unser täglich Brot

Unser täglich Brot

Unser täglich Brot (1949) Ein Film von Slatan Dudow über Nachkriegsnot, gesellschaftliche Entscheidungen und den Aufbau einer neuen Ordnung Annotation Nach dem Krieg kämpfen die Mitglieder einer zerrütteten Familie ums Überleben. Während einige im Schwarzmarkt und in der Prostitution landen,...

Das Brot und der Himmel – Wege aus der Nachkriegskrise

Das Brot und der Himmel – Wege aus der Nachkriegskrise

Der Lernweg vergleicht UND ÜBER UNS DER HIMMEL (1947) und UNSER TÄGLICH BROT (1949) als unterschiedliche filmische Entwürfe gesellschaftlichen Neubeginns nach 1945. Ausgehend von der eigenen Filmwahrnehmung untersuchen die Lernenden zentrale Konfliktfelder und beziehen Film-, Bezugs-, Bedingungs- und Wirkungsrealität aufeinander. Der Vergleich führt nicht zu einer vorgegebenen Ost-West-Deutung, sondern zur Entwicklung und Überprüfung eigener historischer Hypothesen.

Dokumente der Vergangenheit – Bausteine einer neuen Erzählung

Der Rat der Götter integriert historisches Film- und Wochenschaumaterial in die Spielfilmhandlung. Doch dokumentarische Bilder sprechen nicht für sich. Auswahl, Reihenfolge, Montage, Bewegungsrichtung, Sprache, Geräusche und Musik stellen neue Zusammenhänge her. Der Lernweg untersucht exemplarisch, wie aus historischen Aufnahmen eine filmische Argumentation entsteht und fragt, ob die Dokumentarsequenzen innerhalb des Spielfilms eine eigene Geschichte von Aufrüstung, Krieg, Vernichtung, Niederlage und Nachkriegsordnung erzählen.