Monatsarchiv: Oktober 2026
Der Lernweg zu Der Rat der Götter (Kurt Maetzig, 1950) erschließt den Film schrittweise als historische Quelle und Deutungsangebot. Ausgangspunkt ist nicht eine vorgegebene Einordnung als DEFA- oder DDR-Film, sondern die Filmrealität selbst. Über Filmanalyse und historische Recherche führt der Weg von der erzählten Geschichte und ihrer Bezugsrealität zur Frage nach den gesellschaftlichen Bedingungen ihrer Entstehung und ihrer unterschiedlichen Wahrnehmung. Im Zentrum stehen wirtschaftliche Macht, IG Farben, Krieg und Aufrüstung sowie individuelles Handeln und Verantwortung. Der Lernweg folgt dem Modell Filmrealität – Bezugsrealität – Bedingungsrealität – Wirkungsrealität und führt am Ende mit verändertem Blick zum Film zurück.
Wirtschaftliche Bildung soll Schülerinnen und Schüler befähigen, ökonomische Zusammenhänge zu verstehen und selbstständig zu beurteilen. Doch was gilt dabei als „ökonomisches Grundwissen“? Am Beispiel der Unterrichtseinheit Unsere Wirtschaftsordnung lässt sich zeigen, wie eine bestimmte wirtschaftswissenschaftliche Perspektive den begrifflichen Rahmen vorgibt, innerhalb dessen anschließend kontrovers diskutiert wird. Kulturelle Hegemonie zeigt sich dabei nicht im Verbot abweichender Positionen, sondern in der Macht, Fragen und Kategorien festzulegen.
Der ARD-DeutschlandTrend zum Sozialstaat zeigt ein grundlegendes Problem politischer Umfragen: Nicht erst die Interpretation der Ergebnisse, bereits die Fragen strukturieren den Raum möglicher Antworten. Besonders aufschlussreich ist, dass dabei ein Deutungsrahmen sichtbar wird, der offenbar so selbstverständlich geworden ist, dass Alternativen kaum noch als Fragen erscheinen: Der Sozialstaat hat ein Finanzierungsproblem, Einschnitte sind notwendig, strittig sind vor allem ihre Verteilung und ihre politische Vermittlung.
Ein Lernweg zur Analyse von Umfragen, Framing und journalistischer Berichterstattung am Beispiel des ARD-DeutschlandTrends zum Sozialstaat Annotation Der Lernweg bietet Lehrkräften einen Vorschlag, mit Schülerinnen und Schülern nicht nur die Ergebnisse einer politischen Umfrage, sondern deren Herstellung und mediale Weiterverarbeitung...
Beide Reihen erzählen Geschichte mit Personen – aber auf unterschiedliche Weise. Hitlers Eliten nach 1945 nutzt Biografien, um gesellschaftliche Funktionsbereiche und Kontinuitäten sichtbar zu machen. Der Nazi-Clan – Hitlers Hofstaat organisiert Geschichte dagegen seriell um Hitler und einzelne Personen seines Machtzirkels. Der Vergleich zeigt, wie Personalisierung historische Zusammenhänge öffnen kann – und wie ihre permanente Wiederholung im Historytainment den Blick auf Geschichte verengt.
Keine neuen Produkte auf dem Tisch – dafür die Tarifverträge Beitrag von Detlef Endeward (01.10.2026) Nach der Aufsichtsratssitzung: Die VW-Welt ist nicht stehen geblieben Die „historische“ Aufsichtsratssitzung Anfang September hat den Konflikt um die Zukunft Volkswagens nicht beendet. Für Hannover,...
Welche Themen erzählen die Geschichte Niedersachsens? Arbeitsauftrag Für jedes Jahr stehen mehrere mögliche Themen für einen kurzen Film zur Geschichte Niedersachsens zur Auswahl. Entscheidet, welche Themen ihr für besonders geeignet haltet. Setzt bei euren ausgewählten Themen ein Häkchen und begründet...