Autor: GFS-Admin_2021

Die „Privaten“ kommen

Interessant ist, daß nicht die Produktion von Kinofilmen für eine dauerhafte Wiederbelebung des Atelierbetriebes sorgte, sondern wiederum das Fernsehen, diesmal das private. Eine ,,Atelierbetriebsgesellschaft für AV-Medienservice“ pachtete die Studios Anfang der neunziger Jahre, und der Fernsehsender RTL realisierte zwei Folgen...

Wiederbelebungsversuche

Im Jahre 1977 wurde in Bendestorf ein weiterer Anlauf unternommen, um wieder einen großen deutschen Spielfilm zu produzieren. Wie häufig im deutschen Filmschaffen griff man, wenn man nicht recht weiter wusste, auf eine bekannte Literaturvorlage zurück. Diesmal war es Storms Novelle DER SCHIMMELREITER, die bereits 1933 als Filmvorlage gedient hatte.

Die Ära Fink beginnt

Das Ateliergelände gehört nicht zur Konkursmasse der Junge Film-Union. Schon im Sommer 1952 pachtet es die Firma Fink-Film. Diese hat sich bis dahin in erster Linie durch die Vermietung von Filmtechnik einen Namen gemacht. Horst Reinhold Fink erweitert nun seinen Aufgabenbereich. Seine „Atelierbetriebe Bendestorf GmbH“ vermietet die Ateliers und die „Studio-Film GmbH“ stellt eigene Produktionen für das Fernsehen und später auch Spielfilme her.

Melodie des Schicksals

MELODIE DES SCHICKSALS, ein ernster Musikfilm um einen erfolglosen Komponisten und seinen ehemaligen Freund, einen berühmten Dirigenten, die beide die gleiche Frau lieben. Hans Schweikart inszenierte dieses Melodram mit Victor de Kowa, Mathias Wieman und Brigitte Horney in den Hauptrollen

Die verdeckten Spuren des Kalten Krieges im deutschen Unterhaltungsfilm

Irmgard Wilharm analysiert, wie der Kalte Krieg im deutschen Unterhaltungsfilm indirekt wirkte: Ost und West konstruierten Feindbilder, Opfer- und Heldenrollen. Filme dienten der Systemstabilisierung, spiegelten kollektives Bewusstsein und verdrängten Täterrollen durch komplementäre Ausblendungen.