Autor: GFS-Admin_2021

Niedersachsen im Aufbau (1951)

Thema des Films sind die wirtschaftlichen und sozialen Aufbauleistungen des Landes Niedersachsen von 1946 – 1950. Diese werden in erster Linie durch kommentierte Dokumentaraufnahmen und Grafiken veranschaulicht, wobei die Berichte eingebettet sind in eine Rahmenhandlung, die den Rückblick einleitet und strukturiert.

Wohnraumnot in den Nachkriegsjahren

Die große Wohnraumnot war – nach den Versorgungsproblemen – das zweite zentrale Problem für die Bevölkerung. In den westlichen Besatzungszonen waren fast 20 % der Wohnungen total zerstört und nur etwa die Hälfte unbeschädigt geblieben. Vor allem in den Großstädten, wo die Bombenangriffe in erster Linie die Wohngebiete getroffen hatten, herrschten katastrophale Verhältnisse.

Nahrungsmittelknappheit und Hunger

Am bedrohlichsten war für die Menschen der Mangel an Lebensmitteln. Der Aufbau einer Ernährungsverwaltung war schon mit dem Kriegsbeginn 1939 erforderlich geworden. Um die Versorgung mit Lebensmittelen so reibungslos wie möglich durchführen zu können, übernahm die britische Militärregierung das bestehende System der Rationierung und Zuteilung.

Jahre des Aufbaus

Die ersten Jahre des Landes Niedersachsen Als vor fast 75 Jahren, zum 1. November 1946, das Land Niedersachsen gegründet wurde, war der Zweite Weltkrieg seit eineinhalb Jahren beendet. Eine solche Fülle komplexer Probleme prägten Alltag und Gesellschaft der Nachkriegszeit, dass...

Alltag in den Nachkriegsjahren

Die Lebensverhältnisse der Menschen unmittelbar nach Kriegsende sahen in den einzelnen Regionen Deutschlands sehr unterschiedlich aus. In den zerbombten Großstädten waren die Probleme sehr viel größer als in den Dörfern oder unzerstörten Kleinstädten.

Niedersachsen – Jahre des Aufbaus 1945 – 1949 (1984)

Inhalt Die Dokumentation zeigt Bildmaterial der Jahre 1945 bis 1949, das mit einen nachträglichen Kommentar versehen ist. Dazwischen sind Interviews mit damaligen Zeitzeugen geschnitten. Die inhaltlichen Schwerpunkte des Films sind der ökonomische Wiederaufbau, die Flüchtlingsprobleme sowie die Gründung des Landes...

Filmanalytische Anmerkungen zu „Asylrecht“ und „Flüchtlingsnot an der Zonengrenze“

ASYLRECHT, der heute als ein Klassiker des Dokumentarfils gilt, wurde bereits kurz nach seiner Erstaufführung international beachtet und gewürdigt, vor allem in Großbritannien und in den USA. Allerdings wollte die große Mehrheit des deutschen Filmpublikums ASYLRECHT nicht sehen. Im gleichen Jahr, in dem mit SCHWARZWALDMÄDEL und GRÜN IST DIE HEIDE äußerst erfolgreiche Heimatfilme entstanden, die ein ganz anderes Flüchtlingsbild entwarfen.

Sequenzprotokolle zu „Flüchtlingsnot an der Zonengrenze“

Ende der 1950er Jahre, als der Wiederaufbau sich dem Ende zuneigt und die Integration der Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten in die bundesrepublikanische Gesellschaft weitgehend abgeschlossen ist, stellt das Münchner Institut für Film und Bild (FWU) – zuständig für die Produktion von Unterrichtsfilmen – einen Film her, der aus dem Bildmaterial von ASYLRECHT zusammengeschnitten ist.