Monatsarchiv: November 2023

Bedingungen der Nachkriegsfilmproduktion

Bedingungen der Nachkriegsfilmproduktion

Film im Nachkriegsdeutschland 1945 bis 1950 Informationen zur  Nachkriegsfilmproduktion Zeitgenössische Dokumente zum Nachkriegsfilm Bedingungen der Filmproduktion in den Nachkriegsjahren Zwischen Förderung, Kontrolle und Laissez-Faire – Filmpolitik und Produktionsbedingungen im Nachkriegsdeutschland Filmpolitik in der Sowjetischen Zone Politisch-rechtliche Rahmenbedingungen für den Aufbau einer...

Zeitgenössische Dokumente zum Nachkriegsfilm

Zeitgenössische Dokumente zum Nachkriegsfilm

Film im Nachkriegsdeutschland 1945 – 1950 Informationen zur  Nachkriegsfilmproduktion Zeitgenössische Dokumente zum Nachkriegsfilm Bericht von Ersten Deutschen Filmautoren-Kongress 1947 Diskussion um die „Demontage der Traumfabrik“ im Jahr 1947 Bedingungen der Filmproduktion in den Nachkriegsjahren Film im Faschismus – Film im...

Nachkriegsfilmproduktion und -rezeption

Diese relativ einheitliche Phase gehört ohne Frage zu den interessantesten der   deutschen Filmproduktion, eine Tatsache die häufig nicht gesehen wird. Noch heute wird der frühe deutsche Nachkriegsfilm meist mit den bundesdeutschen Produktionen der 50er Jahre identifiziert   bzw. diesen zugeschlagen und damit filmgeschichtlich beerdigt.

Höhepunkte des hannoverschen Premierenfiebers

Glaubt man den Schilderungen der Premierenbücher, so übertrifft jede Premiere die vorherige an Besucherandrang und Begeisterungsstürmen und sorgt für einen neuen Superlativ des Starrummels. Ein paar Impressionen sollen diesen regelrechten Uraufführungs-Hype im folgenden illustrieren.

Werbemaßnahmen und Medienrummel

Zusätzlich zu etlichen Meldungen, Inseraten und Voranzeigen bringen die Zeitungen und Veranstaltungsmagazine als »Appetizer« immer wieder die Konterfeis der Hauptdarsteller oder Szenenbilder mit Kurztexten. Zu den einschlägigen Kampagnen kommen im Einzelfall spezielle Maßnahmen hinzu, die direkt Bezug nehmen auf das Thema eines Films.

Die Weltspiele – Das hannoversche Uraufführungstheater

Wichtigstes Uraufführungstheater der fünfziger Jahre sind die Weltspiele mit über 40 Uraufführungen und weit mehr Erstaufführungen. In seinen besten Zeiten beschäftigt das Premieren-Kino 22 Platzanweiserinnen, fünf Kassiererinnen, vier Vorführer, zwei Portiers und einen Pagen in Uniform für die fünf Vorstellungen pro Tag.

Premierentheater und prominente Gäste

Das Palast-Theater und die Weltspiele bieten ab 1949 einen festlichen Rahmen für die Auftritte der umjubelten Stars, vier Jahre später kommt das Theater am Aegi hinzu. Kleinere Uraufführungstheater sind die Regina-Lichtspiele oder das Theater am Kröpcke. Im Kielwasser der großen Premierenfeiern segelt auch der Georgspalast (kurz: GOP).

Faszination Film

Was war es nun, was das damalige Publikum so faszinierte, und wer ging zu den frühen laufenden Bildern? Es fällt auf, daß alle frühen Filmvorführungen in der Innenstadt waren und – abgesehen von der Mittagspause – den Tag überliefen. Man sprach also „Laufkund­schaft“ an, die nicht tagsüber arbeitete, Ju­gendliche und vermutlich viele Frauen.

Wie kam der Cinématographe Lumière nach Hannover

In Hannover wurde in einem Ausstellungsraum im Hause des Lokals „Zum Einhorn“, Georgstraße 34, der Kinematograph Lumière aufgestellt im Zusammenhang mit der Automatenausstellung, die in den folgenden Anzeigen im Hannoverschen Tageblatt immer erschien.

Ausklang des Kinobooms Ende der fünfziger Jahre

Das nur zwei Jahre später ebenfalls unter dem Straßenniveau installierte City-Theater könnte kaum unterschiedlicher gestaltet sein, keine vergleichbar sprechende Lichtwerbung lockt hier das Publikum. Das Kino gegenüber dem Bahnhof erreicht man durch eine Passage, lediglich bizarr geformte Leuchten erhellen hier das organisch geschwungene Treppenhaus. Dafür gestaltet Architekt Ernst Friedrich Brockmann 1955 den ovalen Zuschauerraum sehr eigenwillig als »Schauraum«, der vom üblichen Aussehen der Theaterräume völlig abweicht.

Höhepunkt der Entwicklung – Zwei herausragende Beispiele

Eindeutiger Zenit der Kinoneubauten ist das Jahr 1953, sowohl was das quantitative Sitzplatz-Volumen als auch ihr innovatives architektonisches Potential betrifft. In diesem Jahr entstehen mit dem Filmstudio am Thielenplatz und dem Theater am Aegi zwei besonders bemerkenswerte Baulösungen in Architektur und Ausstattung.