Kategorie: Niedersachsen

Mosaik einer Stadt (1960)

Im Gegensatz zu den nahezu jährlich seit 1949/50 von Heinz Koberg gedrehten „Aufbaufilmen“ zeigt der künstlerisch ambitionierte Film nicht den gegenüber dem jeweiligen Vorjahr erzielten Fortschritt, sondern versucht einen Gesamtüberblick über den Wiederaufbau in Hannover, der auch die Schwierigkeiten und Diskussionen berücksichtigt.

Alle machen mit (1960)

Mit diesem Film zeigt der hannoveraner Redakteur und Pressefotograf Heinz Koberg stolz den Wieder- und Neuaufbau der Stadt seit 1949. Im Mittelpunkt stehen neue Verkehrswege, Wohnviertel, Schulen, Krankenhäuser und Freizeiteinrichtungen, deren Bau nicht zuletzt durch Engagement und Zusammenarbeit der Bürger möglich geworden sei. In der Darstellung wirft Koberg auch einen Blick in den damaligen Schulunterricht, der recht amüsante Szenen offenbart.

Wege aus dem Chaos – Hannoversche Nachkriegsgeschichte

Am 10. April 1945 rückten alliierte Truppen in Hannvoer ein. Die Kampfhandlungen gingen zunächst weiter. Hannover lag nicht weit hinter der Front. Die Bemühungen der Stadtverwaltung waren zunächst darauf gerichtet, der Bevölkerung durch die Überwindung der Ernährungs- und Versorgungsschwierigkeiten das Leben zu erhalten.

Neuaufbau, nicht Wiederaufbau

So wie heute derjenige, der vor den neuen Bauten steht, durch die neuen Straßen geht und überall in der Stadt neue Wohnviertel sieht, sich kaum noch vorstellen kann, daß hier vor wenigen Jahren Schutthalden, Ruinen oder enttrümmerte leere Flächen waren. Ein Wunder? Nicht in dem Sinne, daß der Neuaufbau der Stadt in den Schoß gefallen wäre. Aber ein Wunder an Tatkraft, Planung und Zupacken, ein Wunder erstanden aus entschlossener Arbeit und dem Willen, der Stadt wieder ein Gesicht zu geben.

Wohnungsnot

Infolge der Bombenzerstörungen war in Hannover eine große Wohnungsnot entstanden. Der Neue Hannoversche Kurier schrieb darüber: Nichts ist so sehr geeignet, uns über das drückendste aller Probleme, die Wohnungsnot, Klarheit zu verschaffen wie die nüchterne Sprache der Zahlen. Es zeigt...

Die zerstörte Stadt

Aber die Phantasie war noch nicht mächtig genug gewesen, um sich ein Bild der fast völlig ausradierten Innenstadt vorzustellen. Es gibt verschiedene Städte, die trotz schwerster Zerstörung noch einen Rest ihres Gesichtes bewahrt haben, wo ausgebrannte Ruinen wie eine Totenmaske das bekannte Straßenbild wiedergeben. Hier in Hannover war aber auch davon nichts zu spüren.

Freizeit und Massenkultur in den 20er Jahren

In den Bereichen Arbeit und Beruf, Wohnen, Freizeit und städtischer Raum setzten sich seit Ende des 19. Jahrhun­derts, besonders verstärkt aufgrund der politischen Veränderungen nach dem Ersten Weltkrieg, strukturelle Veränderungen durch. Die alltägliche Lebensweise der Menschen wurde mehr denn je vom kapitalistischen Marktmechanismus bestimmt. Diese Entwicklung vollzog sich aber keineswegs einheitlich. Eine hochkommerzialisierte Kultur-, Freizeit- und Verkehrsindustrie durchdrang, überlagerte und verdrängte traditionelle Wahrnehmungsweisen und kulturelle Praxisformen.

Das Gesicht einer Stadt (1932)

Der Film „Das Gesicht einer Stadt“ ist der bedeutendste Hannover-Film aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Der besondere Charakter des Films liegt darin, dass er einerseits ein für seine Zeit moderner und technisch sehr gut gemachter Lehrfilm ist über die Entstehung und Entwicklung einer Stadt vom Mittelalter bis in die damalige Gegenwart.