Hannover 1949-1950
Inhalt
Zunächst werden Bilder des Vorkriegs-Hannovers gezeigt, daran anschließend das Resultat des Zweiten Weltkrieges, die Trümmerlandschaft Hannovers. Sodann werden der Beginn und die einzelnen Schritte des Wiederaufbaus bis Ende 1950 rekapituliert: Räumarbeiten, die Herstellung von Bausteinen aus Trümmermaterial, der Planungs-Wettbewerb für den Aufbau der Innenstadt, der Beginn des Wohnungsbaus sowie der Neubau bzw. die Wiedererrichtung des Stadtkerns und von zentralen und bedeutsamen hannoverschen Gebäuden wie der Niedersachsenhalle, dem Funkhaus, der Marktkirche, dem Kuppelsaal, dem Opernhaus etc. Dazwischen sind Bilder vom Handels-, Sport- und Kulturleben zu sehen: Von der Industriemesse, vom Sechs-Tage-Rennen, von Maschsee-Regatten, von Ballett und Gartentheater in Herrenhausen.
Hannover 1949–1950 (1950)
Filmseite · CMS und Materialien
Filmografische Angaben
Hannover 1949–1950 (1950)
| Titel | Hannover 1949–1950 |
|---|---|
| Jahr | 1950 |
| Produzent | Heinz Koberg |
| Regie | Heinz Koberg |
| Kamera | Heinz Koberg |
| Länge | 22 Minuten |
| Originalformat | 16 mm, Schwarzweiß, stumm |
Inhalt / Handlung
Inhalt / Handlung
Zunächst werden Bilder des Vorkriegs-Hannovers gezeigt, daran anschließend das Resultat des Zweiten Weltkrieges, die Trümmerlandschaft Hannovers. Sodann werden der Beginn und die einzelnen Schritte des Wiederaufbaus bis Ende 1950 rekapituliert: Räumarbeiten, die Herstellung von Bausteinen aus Trümmermaterial, der Planungs-Wettbewerb für den Aufbau der Innenstadt, der Beginn des Wohnungsbaus sowie der Neubau bzw. die Wiedererrichtung des Stadtkerns und von zentralen und bedeutsamen hannoverschen Gebäuden wie der Niedersachsenhalle, dem Funkhaus, der Marktkirche, dem Kuppelsaal, dem Opernhaus etc.
Dazwischen sind Bilder vom Handels-, Sport- und Kulturleben zu sehen: Von der Industriemesse, vom Sechs-Tage-Rennen, von Maschsee-Regatten, von Ballett und Gartentheater in Herrenhausen.
Sequenzprotokoll
Sequenzprotokoll – Hannover 1949–1950 (1950)
Die folgende Übersicht dokumentiert die Abfolge der Filmsequenzen mit Laufzeiten und Zeitpositionen. Die Untersequenzen 11a–11f gliedern die Sequenz 11 zum Wiederaufbau des Stadtkerns.
| Nr. | Inhalt | Länge | Zeit im Film |
|---|---|---|---|
| 0 | Titelei | 0.10 | 0.00 – 0.10 |
| 1 | In einem Hannover-Bildband blätternde Hände zeigen das alte, das Vorkriegs-Hannover | 0.27 | 0.10 – 0.37 |
| 2 | Mittels Zeitungsausschnitten aus der NS-Zeit wird die Zerstörung durch den Bombenkrieg vermittelt | 0.06 | 0.37 – 0.43 |
| 3 | Das Ergebnis des Krieges: Ruinenlandschaften | 0.34 | 0.43 – 1.27 |
| 4 | Plakate rufen zum Wiederaufbau auf | 0.08 | 1.27 – 1.35 |
| 5 | Vorarbeiten des Wiederaufbaus: Wiederverwendbarmachung von Trümmersteinen, Räumarbeiten; durch Vergleichsbilder veranschaulichter Erfolg der Räumarbeiten | 1.03 | 1.35 – 2.38 |
| 6 | Fertigung der aus zermahlenen Trümmern hergestellten Hohlblocksteine | 0.53 | 2.38 – 3.31 |
| 7 | Wettbewerb für die Neuplanung der Innenstadt: Zeitungsausschnitts-Titel vekünden einzelne Schritte, Preisrichter begutachten Entwürfe | 0.20 | 3.31 – 3.51 |
| 8 | Vordringlichstes Thema: Wohnungsbau; zuerst werden Notunterkünfte gezeigt, dann Bauarbeiten, schließlich neue Wohnbausiedlungen in Kleefeld, Scheelenkamp, Herrenhäuser Str., Mittelfeld, Wichernstraße, in der Südstadt (Krausenstr.), in der Oldekopstr.,An der Tiefenriede | 3.20 | 3.51 – 7.11 |
| 9 | Filmische Impressionen von der neu erbauten Volksschule Martensplatz (Ricklingen) | 0.28 | 7.11 – 7.29 |
| 10 | Neubau der Niedersachsenhalle mit anschließender Eröffnungsfeier | 0.25 | 7.29 – 7.54 |
| 11 | Wiederaufbau des Stadtkerns | 3.21 | 7.54 – 11.15 |
| 11a | Wiederaufbau des Café Kröpcke: Vorkriegs-Café, Provisorium Zelt-Café, Neubau | 0.32 | 7.54 – 8.26 |
| 11b | Stadtkern, im Mittelpunkt Europahaus als Symbol des Neuanfangs | 0.56 | 8.26 – 9.22 |
| 11c | Neugestaltung der Straßenbahn-Haltestelle bzw. des ÖPNV-Knotenpunkts Kröpcke | 0.29 | 9.22 – 9.51 |
| 11d | Die neue Karmarschstraße | 0.16 | 9.51 – 10.07 |
| 11e | “Nächtliche Farbsymphonie“: Mittels Mehrfachbelichtungen und Überblendungen diverser Leuchtreklamen kunstvoll montierte Impressionen von der City bei Nacht | 0.11 | 10.07 – 10.18 |
| 11f | Ernst-August-Platz und Hauptpostamt; Schäferdamm und Stadtsparkasse am Steintor | 0.57 | 10.18 – 11.15 |
| 12 | Baubeginn Funkhaus am Maschsee : Arbeiten mit Dampframme | 0.12 | 11.15 – 11.27 |
| 13 | Neubauten von Geschäftshäusern in Innenstadt | 0.34 | 11.27 – 12.01 |
| 14 | Haus der Jugend, Haus des Sports u.a. in der Maschstraße und im Bereich Aegidientorplatz | 0.45 | 12.01 – 12.46 |
| 15 | Vorher-/Nachher-Vergleichsbilder aus der Innenstadt zeigen den erreichten Baufortschritt | 0.47 | 12.46 – 13.33 |
| 16 | Wiederaufbau der Marktkirche | 0.51 | 13.33 – 14.24 |
| 17 | Errichtung des Kreuzkirchen-Wohnviertels | 0.25 | 14.24 – 14.49 |
| 18 | Messestadt Hannover: Verkehr zur Messe, Eröffnung der Messe-Straßenbahnlinie, Eröffnung der Messe mit Ministerpräsident Hinrich Wilhelm Kopf; Messeimpressionen 1950; Sechs-Tage-Radrennen als Beiprogramm zur Messe | 1.42 | 14.49 – 16.31 |
| 19 | Maschsee: Wiedereröffnung des Schiffsverkehrs, Strandbad Maschsee, Segelboote, Ruder-Meisterschaften | 0.52 | 16.31 – 17.23 |
| 20 | Motorrad-Rennen in der Eilenriede | 0.18 | 17.23 – 17.41 |
| 21 | Restaurierung des Kuppelsaals | 0.36 | 17.41 – 18.17 |
| 22 | Herrenhäuser Gärten: Kriegsschäden, Wiederherstellung, Impressionen aus dem Großen Garten, Ballett im Gartentheater, Trachtengruppe | 0.54 | 18.17 – 19.11 |
| 23 | Wiederaufbau des Opernhauses: Kriegsschäden, Finanzierung durch Tombola (Losverkauf), Bauarbeiten; Einweihungsfeier, unter den Rednern auch Stadtbaurat Rudolf Hillebrecht | 2.16 | 19.11 – 21.27 |
| 24 | „Ende“ | 0.06 | 21.27 – 21.33 |
Zeitangaben in Minuten und Sekunden entsprechend dem bereitgestellten Sequenzprotokoll. Die Laufzeit der letzten Zeitmarke beträgt 21:33 Min.; die filmografische Angabe lautet gerundet 22 Minuten.
Zum Regisseur
Heinz Koberg (1914–2013) – Bildchronist des hannoverschen Wiederaufbaus
Heinz Koberg zählt zu den wichtigsten fotografischen und filmischen Chronisten der hannoverschen Nachkriegszeit. Geboren am 16. März 1914 in Neustadt am Rübenberge, gestorben am 1. Mai 2013, dokumentierte er über Jahrzehnte die Veränderungen Hannovers und seiner Umgebung. Seine Fotografien und Filme sind wichtige Quellen zur Stadt- und Alltagsgeschichte nach 1945.[1]
Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg war Koberg journalistisch tätig. Von 1932 bis 1939 absolvierte er ein Volontariat und arbeitete als Reporter im hannoverschen Pressedienst Axel Dieter Mayen. Nach Kriegsende konnte er mit einem Presseausweis der alliierten Militärregierung weiterarbeiten. Von 1946 bis 1971 war er unter anderem Redakteur und Fotograf der Hannoverschen Presse; seine Beiträge erschienen unter dem Kürzel „heiko“. Er hielt die zerstörte Stadt, den Wiederaufbau und das gesellschaftliche Leben in zahlreichen Aufnahmen fest. 1956 erwarb er zudem eine Luftbildlizenz.[1]
Neben seiner fotografischen Arbeit produzierte Koberg im Auftrag des städtischen Presseamtes seit 1949 regelmäßig Filme über den Wiederaufbau Hannovers. Hannover 1949–1950 (1950) gilt als erster Film einer bis 1960 fortgesetzten Reihe nahezu jährlich gedrehter Wiederaufbaudokumentationen. Die Aufnahmen zeigen die Beseitigung der Kriegsschäden, neue Wohnungen, die Wiedererrichtung öffentlicher Gebäude und die Rückkehr des wirtschaftlichen, sportlichen und kulturellen Lebens. Der 22-minütige Film entstand auf 16-mm-Material in Schwarzweiß und ohne Ton.[2][3]
Seine filmische Arbeit endete nicht mit dem Wiederaufbau der 1950er Jahre. Spätere Filme und Produktionsaufnahmen dokumentieren die Stadtplanung und Bauprojekte der 1960er und 1970er Jahre, darunter das Ihme-Zentrum, das Kröpcke-Center und das Bredero-Hochhaus. Kobergs Film Die Stadt menschlicher machen (1972) zeigt, wie städtebauliche Großprojekte damals mit Vorstellungen von Modernisierung, Mobilität und urbaner Lebensqualität verbunden wurden.[4]
Der filmische Nachlass Kobergs wird im Filminstitut Hannover bewahrt. Dazu gehört ein Produktionsarchiv mit bislang unveröffentlichten Filmaufnahmen aus den 1950er bis 1970er Jahren. Sein fotografischer Nachlass ist im Archiv der Region Hannover verzeichnet; zahlreiche Bilder sind über das Bildarchiv der Region zugänglich. Fotografischer und filmischer Nachlass sind damit institutionell zu unterscheiden.[1][5]
Die Filme als historische Quellen
Kobergs Filme dokumentieren nicht nur bauliche Veränderungen. Gerade weil Hannover 1949–1950 eine Auftragsproduktion der Stadt Hannover war, lassen sie sich auch daraufhin untersuchen, welches Bild des Wiederaufbaus öffentlich vermittelt werden sollte. Der Film ordnet Zerstörung, Räumung und Neubeginn zu einer Fortschrittserzählung und verbindet diese mit Bildern eines wiederauflebenden Stadtlebens. Diese Deutung ist eine filmanalytische Einordnung, keine überlieferte Selbstaussage Kobergs.[2]
Für eine historisch-kritische Filmanalyse ergeben sich daraus Fragen: Welche Bauvorhaben und gesellschaftlichen Aktivitäten werden gezeigt? Welche Perspektive auf die Stadtentwicklung prägt die Auswahl und Montage der Bilder? Und welche Erfahrungen der Nachkriegszeit – etwa soziale Not, Konflikte um Wohnraum oder unterschiedliche Interessen an der Stadtplanung – bleiben außerhalb des filmischen Blickfelds?
Anmerkungen und Quellen
- Archiv der Region Hannover, Nachlass Heinz Koberg (ARH, NL Koberg), biografische Angaben und beruflicher Werdegang: Archivbeschreibung in Arcinsys. Ergänzend: Lernwerkstatt Film und Geschichte: Filmschaffende aus Niedersachsen – K.
- Lernwerkstatt Film und Geschichte / Gesellschaft für Filmstudien, Hannover 1949–1950, Angaben zu Auftragsproduktion, Filmreihe, Überlieferung und Regisseur.
- European Film Gateway, Filminstitut Hannover, Hannover 1949/50 (1950), Filmografische Daten und Inhaltsbeschreibung. Vgl. auch Gesellschaft für Filmstudien, 2. Weltkrieg und Wiederaufbau.
- Gesellschaft für Filmstudien, Hoch hinaus – Bredero, Kröpcke und Ihme-Zentrum (1960–1975), Angaben zum Produktionsarchiv und zu Kobergs Film über das Bredero-Hochhaus. Siehe auch Die Stadt menschlicher machen (1972).
- Archiv der Region Hannover, Nachlass Heinz Koberg; Lernwerkstatt Film und Geschichte, Hinweise zum filmischen Nachlass im Filminstitut Hannover.


Produzent: Heinz Koberg
Länge: 22 Min.
Originalformat: 16 mm, sw, stumm
Zum Film
,,Hannover 1949/50″war eine Auftragsproduktion der Stadt Hannover. Er ist der erste einer Reihe von in den 1950er Jahren nahezu jährlich gedrehten „Wiederaufbau-Filmen“, die Heinz Koberg bis 1960 in und über Hannover drehte.
Der Film wurde im 16mm-Format als Stummfilm gedreht. Die letzte erhaltene Kopie wurde von uns im Jahr 2004 als lnternegativ gesichert. Zusätzlich wurde eine digitale Abtastung beaufiragt, die die Vorlage für diese DVD darstellt. Für die Präsentation des neu herausgegebenen Films hat der Stummfilmkomponist Wolfgang Zettl die Musik komponiert.
Der Regisseur
Heinz Koberg (1914 –2013) gilt als der wichtigste Bild-Chronist und Dokumentarfilmer der hannoverschen Nachkriegszeit.
Nach dem 2. Weltkrieg arbeitet er zunächst als Reporter bei der Hannoverschen Presse und später auch für die HAZ. Koberg dokumentiert in Zehntausenden Fotos den Wiederaufbau und das Geschehen in Stadt und Landkreis. Im Auftrag des städtischen Presseamtes produziert er von 1949 bis in die 60er Jahre regelmäßig Filmdokumentationen über den Wiederaufbau.
Nr. |
Inhalt |
Länge |
Zeit im Film |
0 |
Titelei |
0.10 |
0.00 – 0.10 |
1 |
In einem Hannover-Bildband blätternde Hände zeigen das alte, das Vorkriegs-Hannover |
0.27 |
0.10 – 0.37 |
2 |
Mittels Zeitungsausschnitten aus der NS-Zeit wird die Zerstörung durch den Bombenkrieg vermittelt |
0.06 |
0.37 – 0.43 |
3 |
Das Ergebnis des Krieges: Ruinenlandschaften |
0.34 |
0.43 – 1.27 |
4 |
Plakate rufen zum Wiederaufbau auf |
0.08 |
1.27 – 1.35 |
5 |
Vorarbeiten des Wiederaufbaus: Wiederverwendbarmachung von Trümmersteinen, Räumarbeiten; durch Vergleichsbilder veranschaulichter Erfolg der Räumarbeiten |
1.03 |
1.35 – 2.38 |
6 |
Fertigung der aus zermahlenen Trümmern hergestellten Hohlblocksteine |
0.53 |
2.38 – 3.31 |
7 |
Wettbewerb für die Neuplanung der Innenstadt: Zeitungsausschnitts-Titel vekünden einzelne Schritte, Preisrichter begutachten Entwürfe |
0.20 |
3.31 – 3.51 |
8 |
Vordringlichstes Thema: Wohnungsbau; zuerst werden Notunterkünfte gezeigt, dann Bauarbeiten, schließlich neue Wohnbausiedlungen in Kleefeld, Scheelenkamp, Herrenhäuser Str., Mittelfeld, Wichernstraße, in der Südstadt (Krausenstr.), in der Oldekopstr.,An der Tiefenriede |
3.20 |
3.51 – 7.11 |
9 |
Filmische Impressionen von der neu erbauten Volksschule Martensplatz (Ricklingen) |
0.28 |
7.11 – 7.29 |
10 |
Neubau der Niedersachsenhalle mit anschließender Eröffnungsfeier |
0.25 |
7.29 – 7.54 |
11 |
Wiederaufbau des Stadtkerns |
3.21 |
7.54 – 11.15 |
11a |
Wiederaufbau des Café Kröpcke: Vorkriegs-Café, Provisorium Zelt-Café, Neubau |
0.32 |
7.54 – 8.26 |
11b |
Stadtkern, im Mittelpunkt Europahaus als Symbol des Neuanfangs |
0.56 |
8.26 – 9.22 |
11c |
Neugestaltung der Straßenbahn-Haltestelle bzw. des ÖPNV-Knotenpunkts Kröpcke |
0.29 |
9.22 – 9.51 |
11d |
Die neue Karmarschstraße |
0.16 |
9.51 – 10.07 |
11e |
“Nächtliche Farbsymphonie“: Mittels Mehrfachbelichtungen und Überblendungen diverser Leuchtreklamen kunstvoll montierte Impressionen von der City bei Nacht |
0.11 |
10.07 – 10.18 |
11f |
Ernst-August-Platz und Hauptpostamt; Schäferdamm und Stadtsparkasse am Steintor |
0.57 |
10.18 – 11.15 |
12 |
Baubeginn Funkhaus am Maschsee : Arbeiten mit Dampframme |
0.12 |
11.15 – 11.27 |
13 |
Neubauten von Geschäftshäusern in Innenstadt |
0.34 |
11.27 – 12.01 |
14 |
Haus der Jugend, Haus des Sports u.a. in der Maschstraße und im Bereich Aegidientorplatz |
0.45 |
12.01 – 12.46 |
15 |
Vorher-/Nachher-Vergleichsbilder aus der Innenstadt zeigen den erreichten Baufortschritt |
0.47 |
12.46 – 13.33 |
16 |
Wiederaufbau der Marktkirche |
0.51 |
13.33 – 14.24 |
17 |
Errichtung des Kreuzkirchen-Wohnviertels |
0.25 |
14.24 – 14.49 |
18 |
Messestadt Hannover: Verkehr zur Messe, Eröffnung der Messe-Straßenbahnlinie, Eröffnung der Messe mit Ministerpräsident Hinrich Wilhelm Kopf; Messeimpressionen 1950; Sechs-Tage-Radrennen als Beiprogramm zur Messe |
1.42 |
14.49 – 16.31 |
19 |
Maschsee: Wiedereröffnung des Schiffsverkehrs, Strandbad Maschsee, Segelboote, Ruder-Meisterschaften |
0.52 |
16.31 – 17.23 |
20 |
Motorrad-Rennen in der Eilenriede |
0.18 |
17.23 – 17.41 |
21 |
Restaurierung des Kuppelsaals |
0.36 |
17.41 – 18.17 |
22 |
Herrenhäuser Gärten: Kriegsschäden, Wiederherstellung, Impressionen aus dem Großen Garten, Ballett im Gartentheater, Trachtengruppe |
0.54 |
18.17 – 19.11 |
23 |
Wiederaufbau des Opernhauses: Kriegsschäden, Finanzierung durch Tombola (Losverkauf), Bauarbeiten; Einweihungsfeier, unter den Rednern auch Stadtbaurat Rudolf Hillebrecht |
2.16 |
19.11 – 21.27 |
24 |
„Ende“ |
0.06 |
21.27 – 21.33 |
















































































































































Einsatz im Geschichtsunterricht
Das folgende Beispiel zeigt, wie der Film zur Veranschaulichung und thematischen Orientierung innerhalb einer größeren Unterrichtseinheit eingesetzt werden kann (realisiert im Mai 2005 von Stefan Helge Kern). In diesem Fall wird nur der ca. dreiminütige Anfang des Films benutzt.
Übersicht
Thema der übergeordneten Unterrichtseinheit: Vom Kriegsende zur doppelten Staatsgründung
Thema der Unterrichtsstunde: Die Lebensbedingungen in Hannover nach dem Krieg als thematischer Einstieg in die Unterrichtseinheit
Kurzbeschreibung und Lernziele: Die Schülerinnen und Schüler gewinnen eine Vorstellung vom Ausmaß der Zerstörung in Hannover und bilden davon ausgehend Hypothesen über die Umstände und Probleme des Lebens unter solchen Bedingungen. An die Problematisierung mit Hilfe des Filmmaterials wird eine intensive Quellenarbeit zur Bestätigung, Widerlegung bzw. Ergänzung der Hypothesen angeschlossen. Hier bietet sich die Arbeit mit Zeitungen an.
Lerngruppe: Geschichte, 10. Klasse, Gymnasium
Didaktisch-methodische Überlegungen
Der etwa dreiminütige Anfang des Dokumentarfilms „Hannover 1949-50“ zeigt in einer Abfolge von wenigen Einstellungen Hannover vor dem Krieg, die Zeit der Luftangriffe, die Ruinen und den mit der Trümmerräumung beginnenden Neuaufbau. Der Film schlägt somit die Brücke von der Vor- bis zur Nachkriegszeit. Die Schülerinnen und Schüler erhalten damit eine thematische Orientierung und bekommen ein Bild vom Ausmaß der Zerstörung der Stadt. Wären im Film nicht die Menschen zu sehen, die mit der Trümmerräumung beginnen, könnte man meinen, dass in so einer Stadt kein Mensch leben kann. Vor diesem Hintergrund bilden die Schülerinnen und Schüler Hypothesen über die Lebensbedingungen und Probleme in der Stadt. Eventuell können sie diese Hypothesen durch die Erfahrungen von Verwandten und Bekannten, die nach dem Krieg in Hannover gelebt haben, ergänzen.
Die Präsentation des Films mit einem Videobeamer weckt das Interesse der Lerngruppe, bündelt die Aufmerksamkeit und markiert deutlich den Stundenbeginn. Alternativ können die Schüler den Film auch in Partnerarbeit in einem Computerraum von der Website herunterladen und anschauen. Nach der Vorführung des Filmausschnitts sollen die Schülerinnen und Schüler ihre Eindrücke formulieren. In dieser Phase können sich auch leistungsschwächere Schüler gut beteiligen. Den Filmaufbau können vermutlich nur leistungsstärkere Schüler prägnant charakterisieren und zusammenfassen. Die Lehrperson sammelt und fixiert die Hypothesen über die Lebensumstände in der Stadt. Gegebenenfalls wird die Sammlung durch Schülervorträge ergänzt.
Verlauf der Unterrichtsstunde
| Unterrichtsphase | Medien / Arbeitsaufgaben |
|
Einstieg |
Film „Hannover 1949-50“ (3 Minuten, entspricht 0-5 im Sequenzprotokoll): Hannover vor dem Krieg; Luftangriffe; Trümmerlandschaft; Trümmerräumung; Neuaufbau – Formuliert Eindrücke und Beobachtungen. |
|
Anknüpfung, Wiederholung |
– Bezieht die Ergebnisse der Potsdamer Konferenz ein: Wiederholt die politischen Rahmenbedingungen des Lebens im Nachkriegsdeutschland. |
|
evtl. Kurzreferate |
– Vorangegangene Hausaufgabe: Befragt Angehörige, die nach dem Krieg in Hannover gelebt haben, nach den Lebensbedingungen in der Stadt in den ersten Jahren nach dem Krieg. |
|
Erarbeitung |
– Überprüft die Hypothesen anhand der Quellen. |
|
Präsentation, Ergebnissicherung |
– Gegenüberstellung der Hypothesen und der Ergebnisse der Quellenarbeit |
|
Hausaufgabe: Narrativierung |
– Schlüpfe in die Rolle eines Journalisten Ende 1946. Erfinde ein Interview mit Oberstadtdirektor Gustav Bratke: Herr Bratke, beschreiben Sie doch einmal für unsere Leser die Lage der Hannoveraner. |
Zeitgenössische Publikationen
- Hannover. Landeshaupt- und Messestadt. Bausteine für den Wiederaufbau, Hannover 1947
- Drei schwere Jahre: ein Bericht der Bauverwaltung der Hauptstadt Hannover für die Zeit vom Beginn der Besetzung (April 1945) bis zur Währungsreform (Juni 1948), Hannover (Städtisches Presseamt) 1948
- Anpacken und vollenden: Hannover 1945-1949, hg. vom Städtischen Presse- und Kulturamt Hannover. Bearb. von Heinz Lauenroth und Hans von Gösseln, Zeichnungen von Heinz Knoke, Hannover 1949








