Kategorie: Epochen

Zeitabschnitte im 20. Jahrhundert

Wie erinnert Liebe 47 an Faschismus und Krieg?

Der Lernweg untersucht, wie Wolfgang Liebeneiners Liebe 47 Wolfgang Borcherts Draußen vor der Tür aufgreift und verändert. Die Lernenden vergleichen literarische Vorlage und Film, untersuchen die neu geschaffene Geschichte Annas und verfolgen, was aus Beckmanns Frage nach Schuld und Verantwortung wird. Im Zentrum steht dabei nicht die Frage nach „Werktreue“, sondern nach der Bedeutung der Veränderungen: Der Film erweitert Borcherts Erfahrungsraum um eine zweite Nachkriegsgeschichte – und gibt seinem offenen, unbeantworteten Schluss eine neue Richtung.

Wie verändert ‚Liebe 47‘ die literarische Vorlage?

Der Lernweg untersucht, wie Wolfgang Liebeneiners Liebe 47 Wolfgang Borcherts Draußen vor der Tür aufgreift und verändert. Die Lernenden vergleichen literarische Vorlage und Film, untersuchen die neu geschaffene Geschichte Annas und verfolgen, was aus Beckmanns Frage nach Schuld und Verantwortung wird. Im Zentrum steht dabei nicht die Frage nach „Werktreue“, sondern nach der Bedeutung der Veränderungen: Der Film erweitert Borcherts Erfahrungsraum um eine zweite Nachkriegsgeschichte – und gibt seinem offenen, unbeantworteten Schluss eine neue Richtung.

Die Filmpolitik der britischen Militärregierung

Umstrittene Großzügigkeit Bettina Greffrath (1993) Wer sich frühzeitig damit abfand, in einem Teil Deutschlands im Bereich der Filmproduktion tätig zu werden, in dem es hierfür zwar keinerlei technische Voraussetzungen gab, dafür aber „alles leichter“ zu sein schien, der ging in...

Liebe 47 (1948/1949)

Der Film „Liebe 47“ (1949) von Wolfgang Liebeneiner basiert auf Wolfgang Borcherts Stück Draußen vor der Tür. Kriegsheimkehrer Beckmann und die Witwe Anna begegnen sich in ihrer Verzweiflung. Ihre Gespräche über Verlust und Hoffnung führen zu einem zarten Neuanfang. Ein – nicht für viele Zuschauer – bewegendes Nachkriegsdrama.

Dokumente der Vergangenheit – Bausteine einer neuen Erzählung

Der Rat der Götter integriert historisches Film- und Wochenschaumaterial in die Spielfilmhandlung. Doch dokumentarische Bilder sprechen nicht für sich. Auswahl, Reihenfolge, Montage, Bewegungsrichtung, Sprache, Geräusche und Musik stellen neue Zusammenhänge her. Der Lernweg untersucht exemplarisch, wie aus historischen Aufnahmen eine filmische Argumentation entsteht und fragt, ob die Dokumentarsequenzen innerhalb des Spielfilms eine eigene Geschichte von Aufrüstung, Krieg, Vernichtung, Niederlage und Nachkriegsordnung erzählen.

Der Rat der Götter – wer macht Geschichte?

Der Lernweg zu Der Rat der Götter (Kurt Maetzig, 1950) erschließt den Film schrittweise als historische Quelle und Deutungsangebot. Ausgangspunkt ist nicht eine vorgegebene Einordnung als DEFA- oder DDR-Film, sondern die Filmrealität selbst. Über Filmanalyse und historische Recherche führt der Weg von der erzählten Geschichte und ihrer Bezugsrealität zur Frage nach den gesellschaftlichen Bedingungen ihrer Entstehung und ihrer unterschiedlichen Wahrnehmung. Im Zentrum stehen wirtschaftliche Macht, IG Farben, Krieg und Aufrüstung sowie individuelles Handeln und Verantwortung. Der Lernweg folgt dem Modell Filmrealität – Bezugsrealität – Bedingungsrealität – Wirkungsrealität und führt am Ende mit verändertem Blick zum Film zurück.

Der Erste Weltkrieg – ein Medienereignis?

Krieg als Medienereignis, filmisches Ereignis und Gegenstand historischen Lernens Detlef Endeward (09/2026) Noch einmal von vorn – zwölf Jahre später 2014 erschien der Beitrag „Der Erste Weltkrieg – ein Medienereignis für den Geschichtsunterricht?“ in dem von Manfred Quentmeier, Martin Stupperich...

Im Westen wieder nichts Neues? Edward Bergers Neuverfilmung von 2022

Beobachtungen zu Film und Rezeption und offene Fragen für einen noch ausstehenden Vergleich mit Lewis Milestones Film von 1930 Detlef Endeward (09/2026) Eine erste Annäherung – noch keine Filmanalyse Was erzählt ein Film 1930 über den Krieg – und was...

Zweimal „Im Westen nichts Neues“

Zweimal Im Westen nichts Neues, zweimal derselbe Krieg – und doch zwei unterschiedliche Filme in unterschiedlichen historischen Situationen. Lewis Milestones Film von 1930 entstand nach der Katastrophe des Ersten Weltkriegs und vor der nächsten; Edward Bergers Neuverfilmung von 2022 begegnete einem Publikum, während in Europa erneut Krieg geführt wurde. Der Beitrag stellt beide Filme zunächst nebeneinander und fragt nach Entstehungsbedingungen, Kriegserzählung und zeitgenössischer Rezeption. Der eigentliche filmische und historische Vergleich steht noch aus.

Im „Inneren“: Von Mensch zu Mensch

Im „Inneren“: Von Mensch zu Mensch

Im „Inneren“ der Nachkriegsgesellschaft zeigen die Filme Heimkehr, Verletzung und Fremdheit vor allem in persönlichen Beziehungen. Kriegsbeschädigte Männer suchen Halt, Frauen werden zu Helferinnen, während Generationenkonflikte, verdrängte Schuld und gestörte Familienordnungen die Schwierigkeiten des Neubeginns sichtbar machen.

Erstaunte Blicke in eine fremd gewordene Welt

Ausgehend vom Leitmotiv in UND ÜBER UNS DER HIMMEL untersucht Bettina Greffrath die Gegenwartsbilder des frühen deutschen Nachkriegsfilms. Im Zentrum stehen Gefühle von Ohnmacht, Fremdheit und Orientierungslosigkeit sowie die Suche nach neuer Identität, Halt und Zukunft in einer materiell wie mental zerstörten Gesellschaft.