Schlagwörter: Dokumentarfilm
Hartmut Bitomskys Filmessay „Der VW-Komplex“ folgt der Produktion eines VW Golf durch das Wolfsburger Werk und verbindet diesen Weg mit einer Spurensuche durch die Geschichte des Konzerns und der Stadt. Arbeit und Automatisierung, Menschen und Maschinen, NS-Vergangenheit und bundesrepublikanische Gegenwart verdichten sich zu einem ebenso materiellen wie gesellschaftlichen „Komplex“.
Der 1993 entstandene Beitrag von Irmgard Wilharm fragt nach dem Erkenntniswert von Zeitzeugenaussagen im historischen Unterrichtsfilm. An drei Filmbeispielen unterscheidet sie unterschiedliche Funktionen und wendet sich gegen ein filmisches „So war es“. Bemerkenswert ist aus heutiger Sicht, wie früh damit Fragen formuliert werden, die für die Kritik filmischer Zeitzeugenschaft weiterhin zentral sind.
Dokumentarfilm (2019) von Klaus Stanjek auf Grundlage von Videoaufnahmen aus den Jahren 1979 + 1980 mit Augenzeugen der Münchner Revolution und Rätezeit.
Dokumentar- und Spielfilme zum Thema von den 50er Jahren bis in die Gegenwart
Es ist bereits wieder 10 Jahre her, da war das Thema „Erster Weltkrieg“ medial in großem Umfang präsent und vier Jahre später erneut. Aber auch unabhängig von „Jubiläumsjahren“ wird der Krieg auch zukünftig immer wieder in den Medien aufgegriffen werden. Die Frage ist nicht, ob das Thema präsent ist, als vielmehr, wie es präsent ist.
Die TV-Dokumentation beschreibt die Funktion der Justiz im Nationalsozialismus, die Aburteilung von Denunzianten nach dem Krieg und den Weg zur Straffreiheit der Verantwortlichen NS-Richter sowie ihre Übernahme in den Justizdienst
der Bundesrepublik Deutschland.
Bei der Beschäftigung mit Dokumentarfilmen ist es unausweichlich, sich mit dem „Mythos von der Authentizität dokumentarischen Materials, der ungebrochenen Verlängerung der uns umgebenden Wirklichkeit ins filmische Medium“ (Bueb) und dem Problemkreis von Subjektivität und Objektivität zu beschäftigen.