Kategorie: Kultur

(Nach)Kriegserinnerungen – Hinweise zur Unterrichsgestaltung

(Nach)Kriegserinnerungen – Hinweise zur Unterrichsgestaltung

Im Vergleich mit den literarischen Vorlagen sind Wolfgang Küpers filmische Interpretationen gekennzeichnet durch Konkretisierungen und Reduktionen zugleich. Diese sind zunächst hervorgerufen durch die Bedingungen des Mediums Film. Ein Film muss zum Beispiel einen konkreten Raum und eine konkrete Person zeigen, während ein Text mit einer kurzen Wendung exemplarisch arbeiten kann: Menschliche Typen ohne Gesicht spielen abgehoben von einem Zeit- bzw. Ortsbezug in einer künstlichen Situation. Mit einer ähnlichen Leichtigkeit kann auch das Bild-Medium der Comics menschliche Grundtypen darstellen und in den Spielzeiten hin und her springen.

(Nach)Kriegsgeschichten und ihre Verfilmungen im Literaturunterricht

Die Kurzgeschichten „Auf der Flucht“ von Wolfdietrich Schnurre sowie „Das Brot“ ,Nachts schlafen die Ratten doch“ und „Jesus macht nicht mehr mit“ von Wolfgang Borchert gehören zu den wichtigen literarischen Verarbeitung von Alltagserfahrungen im Krieg. Die beschriebenen Extremsituationen sind jedoch nicht nur auf Kriegszeiten beschränkt, viele Menschen haben zum Beispiel in der Nachkriegszeit ähnliche Erfahrungen durchmachen müssen.

Wir sind die Generation ohne Glück, ohne Heimat und ohne Abschied

In den 1990er Jahren verfilmte der Regisseur Wolfgang Küper drei Erzählungen von Wolfgang Borchert und Wolf-Dietrich Schnurre, die sich mit den existenziellen Grenzerfahrungen der Menschen im Krieg und in der Nachkriegszeit beschäftigen.  Die Verfilmungen dieser zentralen Texte sind darum für den Geschichts- und Literaturunterricht ein Glücksfall, weil sie Interpretationen aus doppelt veränderter Perspektive darstellen:

Moderne Zeiten – Kultur und Gesellschaft in der Weimarer Republik

Wie keine andere Kunstform spiegelte das Kino den Zeitgeist der Moderne. Mode und Sport, Mobilität und urbanes Leben, Genderfragen und Psychoanalyse prägen die Filme einer Stilepoche, die auf die Filmästhetik der ganzen Welt Einfluss nahm

Gastliches Hannover. Reise durch eine schöne Stadt (1987)

Gastliches Hannover. Reise durch eine schöne Stadt (1987)

Image-Film über die Stadt Hannover mit ihrem Freizeit-, Kultur- und Sportangebot. Vom Schützenfest bis zum Altstadtfest, von der Eilenriede bis zu den Herrenhäuser Gärten, gibt der Film einen werbenden Überblick über die Stadt, ihre Sehenswürdigkeiten, Feste und Attraktionen.

Königliche Gärten Herrenhausen (1985)

Kommentierte Filmdokumentation – unterlegt mit Barockmusik – vom Großen Garten (Geschichte, Architektur, Luftaufnahmen), vom Georgengarten und vom Berggarten (mit Orchideensammlung). Vorführung der großen Fontäne und Ausschnitte von Theateraufführungen und vom Feuerwerk.