Kategorie: Filmproduktion

Die Defa-Austauschfilme vor dem politischen Hintergrund in Westdeutschland 1949/50

Wenn die Auswertungsbedingungen für neue westdeutsche Spielfilme ab 1949/50 schwieriger wurden, so gilt dies in noch stärkerer Weise für die Defa-Austauschfilme, die die JFU bzw. die von ihr ermächtigten Verleihe in der britischen Zone und dem britischen Sektor von Berlin auswerten konnten.

Bedingungen der Nachkriegsfilmproduktion

Bedingungen der Nachkriegsfilmproduktion

Film im Nachkriegsdeutschland 1945 bis 1950 Informationen zur  Nachkriegsfilmproduktion Zeitgenössische Dokumente zum Nachkriegsfilm Bedingungen der Filmproduktion in den Nachkriegsjahren Zwischen Förderung, Kontrolle und Laissez-Faire – Filmpolitik und Produktionsbedingungen im Nachkriegsdeutschland Filmpolitik in der Sowjetischen Zone Politisch-rechtliche Rahmenbedingungen für den Aufbau einer...

Nachkriegsfilmproduktion und -rezeption

Diese relativ einheitliche Phase gehört ohne Frage zu den interessantesten der   deutschen Filmproduktion, eine Tatsache die häufig nicht gesehen wird. Noch heute wird der frühe deutsche Nachkriegsfilm meist mit den bundesdeutschen Produktionen der 50er Jahre identifiziert   bzw. diesen zugeschlagen und damit filmgeschichtlich beerdigt.

Faszination Film

Was war es nun, was das damalige Publikum so faszinierte, und wer ging zu den frühen laufenden Bildern? Es fällt auf, daß alle frühen Filmvorführungen in der Innenstadt waren und – abgesehen von der Mittagspause – den Tag überliefen. Man sprach also „Laufkund­schaft“ an, die nicht tagsüber arbeitete, Ju­gendliche und vermutlich viele Frauen.

Entwicklung der hannoverschen Kinolandschaft ab 1949

Ab 1949 ist die Lizenzvergabe für Lichtspieltheater Angelegenheit der zivilen Verwaltung. Erst jetzt wird die Genehmigung von neuen Kinos spürbar erleichtert, weil lediglich die Bauvorschriften der kommunalen Behörden zu beachten sind. So steigt die Zahl der Filmtheater jetzt sprunghaft an – von 16 Häusern 1948 auf 25 Kinos 1949! Zu dieser Zeit beginnt der Aufstieg Hannovers zu einer der führenden deutschen Filmpremierenstädte der fünfziger Jahre.

Die Spielfilmproduktion im ersten Jahr nach der Währungsreform

Infolge der Währungsreform veränderten sich die ökonomische Situation und – im Zusammenhang mit dem Ende der alliierten Vorzensur – auch die politischen Produktionsbedingungen der JFU. Der Firma stellte sich jetzt in anderer Weise als vorher die Frage, welche Filmstoffe verwirklicht werden sollten und konnten. In der bereits zitierten Äußerung Rolf Meyers „wir können also nun jeden Film herstellen, sofern wir wirtschaftlich dazu in der Lage sind“ spiegelt sich die neue Freiheit und zugleich eine neue Abhängigkeit.