Kategorie: Filmgeschichte

Formen der Wahrnehmung der Gegenwart

Formen der Wahrnehmung der Gegenwart

Der Beitrag untersucht, wie Spielfilme der frühen Nachkriegszeit die Wahrnehmung der Gegenwart inszenieren. Fensterblicke, Dunkelheit, Rummelplätze und gestörte Wahrnehmungen stehen für Verunsicherung und Realitätsflucht. Am Beispiel von Wozzeck und Nachtwache wird sichtbar, wie Hinsehen, Wegsehen und Verdrängen zu zentralen Deutungsmustern der Nachkriegsgesellschaft werden.

Filmgenres in der BRD der 50er und frühen 60er Jahre

Filmgenres in der BRD der 50er und frühen 60er Jahre

Für die westdeutsche Filmproduktion der 1950er Jahre ist es sinnvoll, nicht einfach vom „Heimatfilm-Jahrzehnt“ zu sprechen. Gerade die Genrevielfalt macht sichtbar, wie die frühe Bundesrepublik unterschiedliche gesellschaftliche Erfahrungen, Wünsche und Konflikte filmisch verarbeitete. Genre / Erzählform Beispiele Gesellschaftliche bzw. mentalitätsgeschichtliche...

Zwischen Wirtschaftswunderkino und verdrängter Moderne

Das Filmschaffen in der BRD der 50er und frühen 60er Jahre wird bis heute gemeinhin als eher unbedeutend und künstlerisch wenig anspruchsvoll bewertet. Dieser verengte Blick auf die dominierenden Genres des bundesdeutschen Kinos verstellt aber den Zugang zu seiner tatsächlichen Vielfalt. Er verdeckt nicht nur die breite Palette an Formen und Erzählweisen, sondern auch die kulturelle Bedeutung dieser Filme als Ausdruck einer Gesellschaft,

Der Werbefilm im Kaiserreich

Bade zu Hause und genieße die Suppe Der Werbefilm ist so alt wie die Anfänge des Films, als scharfe Trennungen zwischen Dokumentar-, Spiel-, Kultur- oder Werbefilm noch nicht existierten. Von den frühen Filmpionieren Georges Méliès und Oskar Messter sind „Reklamefilme“...

Der Filmplakatmaler Helmut Krebs aus Hannover

Der Hannoveraner Helmut Krebs (Jahrgang 1919) hat das inzwischen ausgestorbene Handwerk des Plakatmalens bei der Firma Dörries und Bornemann erlernt, die seinerzeit hier das Monopol innehatte. Im Mai 1933 hatte er zunächst bei den Döring-Werken, Hannover-Hainholz. Als Lehrling angefangen und wurde dort auf verschiedenen Gebieten der Kinematographie, speziell als Trickfilmzeichner und Titeldrucker ausgebildet. Als der Betrieb jedoch im Mai 1934 nach Berlin übersiedelt, entschloss sich Helmut Krebs dennoch, dem Film treu zu bleiben.

„Oscar“-Gewinner aus Hildesheim

Die Website porträtiert die Zwillingsbrüder Christoph und Wolfgang Lauenstein aus Hildesheim, die mit ihrem Kurzfilm Balance (1990) einen Oscar gewannen. Sie zeigt ihren Werdegang vom Kellerstudio bis zur internationalen Anerkennung und beleuchtet die Entstehung ihres preisgekrönten Animationsfilms.

anigraf – Filmproduktion Gockell & Winter GbR

Die Website dokumentiert die Arbeit des Animationsfilmstudios von Gerd Gockell und Kirsten Winter. Seit 1990 entstanden dort künstlerische Trickfilme, Festivaltrailer und Printmedien – geprägt von experimentellen Techniken und individueller Handschrift.

Film als Seismograph und Medium kultureller Hegemonie

Der Beitrag analysiert Filme als Spiegel gesellschaftlicher Mentalitäten und als Instrument kultureller Hegemonie. Durch Kracauer und Gramsci wird gezeigt, wie Kino autoritäre Muster vorbereitet und Zustimmung zur Herrschaft durch kulturelle Praktiken erzeugt

Satire, Komödie und Milieubilder erzeugten argumentative Reichweite

Vergleich der Filme Wir Wunderkinder (1958) und Rosen für den Staatsanwalt (1959) als kritische Auseinandersetzung mit Kontinuitäten von NS-Zeit zur BRD. Analyse von Erzählformen, Figuren und Produktionskontext, die das Fortwirken nicht aufgearbeiteter Strukturen sichtbar machen

Proletarischer Film

Der proletarische Film der späten Weimarer Republik (1920er/30er) war politisches Werkzeug der Arbeiterbewegung. KPD-nahe Produktionen wie Mutter Krausens Fahrt ins Glück oder Kuhle Wampe zeigten realistisch Armut, Klassenkampf und Solidarität – künstlerisch wie agitatorisch wirksam.