Kategorie: Niedersachsen

Das ‚Hohe Ufer‘ und das Leibnizufer – „Alt“ und „Neu“ zusammenfügen

Das ‚hohe Ufer‘ sollte in den Wiederaufbauplänen entsprechend berücksichtigt werden. ‚Alt‘ und ‚Neu‘ sollten zu einem harmonischen Ganzen zusammengefügt werden. Demzufolge war der geplante Ausbau des Leibnizufers zu einer Radialstraße, die den Nord-Süd-Durchgangsverkehr am Stadtzentrum vorbeileiten sollte.

Neues Regierungsviertel

„Die Wahl des richtigen Bauplatzes ist für den Wert eines Gebäudes seit jeher wichtiger und entscheidender als die grundrißliche und architektonische Gestaltung des Gebäudes selbst. “ Im Spätsommer 1948 schlug Hillebrecht des Leineschloß als Landtagsgebäude und den Bereich des Waterlooplatzes als Standort für die Ministerien vor.

Flugschautage und spektakuläre Sensationen

Seitdem der Flugpionier und Stadtinspektor Karl Jatho 1913 mit seiner einmotorigen „Stahltaube“ den ersten Rundflug über Hannover gemacht hatte, war die Vahrenwalder Heide regelmäßig Schauplatz für sensationelle Flugveranstaltungen. Immer waren riesige Zuschauermassen zugegen, die die Himmelsmaschinen bestaunten, den Nervenkitzel der Vorführungen genossen und die waghalsigen Luftakrobaten bewunderten.

Hinaus in die Natur

Der Ruf nach Licht, Luft und Sonne, Natur und Wandern als Antwort auf die enge und stickige Atmosphäre von Elternahus, Schule und Stadt, von industriellem Produktionsprozess und beegten Wohnverhältnissen erfasste die junge Generation. Gleichzeitig entfaltete sich ein neues Körpergefühl.

Literatur zur niedersächsischen Nachkriegsgeschichte

Literatur zur niedersächsischen Nachkriegsgeschichte

Dokumente zum Filmbegleitmaterial ‚Deutschland nach 1945‘. Hrsg von Gömmel, Gerhard/Jakobi, Peter/Schneider, Ulrich/Steininger, Rof/Wilharm, Irmgard für die Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung, Hannover o.J. Endeward, Detlef/Mauss, Fritz/Schlüchtermann, Joachim: Wolfenbüttel nach ’45. Eine Stadt erzählt ihre Nachkriegsgeschichte. Hannover 1986 Niedersachsen. Streiflichter aus...

Die Entnazifizierung

Die Entnazifizierung war ein historisch notwendiges, aber in seiner Umsetzung widersprüchliches und letztlich unvollständiges Projekt. Während sie kurzfristig zur Delegitimierung des Nationalsozialismus beitrug, verfehlte sie ihr langfristiges Ziel einer tiefgreifenden gesellschaftlichen Transformation. Ihre Geschichte verweist damit auf die strukturellen Grenzen von von außen initiierten Demokratisierungs- und Vergangenheitsbewältigungsprozessen.

Gründung politischer Parteien

Die Bemühungen um eine Wieder- bzw. Neugründung von Parteien setzte in den einzelnen Orten bereits unmittelbar nach dem Einmarsch der alliierten Truppen ein. Vor allem ehemalige Mitglieder der Parteien aus der Weimarer Zeit wurden wieder tätig. Die Alliierten duldeten zwar die Entstehung von lokalen Parteigruppen, erlaubten jedoch keine öffentliche politische Betätigung. Vor allem waren keine überlokalen Organisationsversuche gestattet.

Reorganisation des Bildungswesens

Bei der Wiederaufnahme des Schulunterrichts ist in den Westzonen inhaltlich und strukturell ziemlich bruchlos an die Traditionen aus der Weimarer Zeit angeknüpft worden, ohne den Versuch zu machen, ein neues Bildungssystem aufzubauen. Nur wenige führende Politiker sahen die Notwendigkeit für eine tiefgreifende Reform.

Palast-Theater (1948-2003)

Das Palast-Theater wurde Anfang der zwanziger Jahre unter dem Namen Palast-Lichtspiele gegründet. Nachdem es im 2. Weltkrieg zerstört worden war, wurde das Kino vom Unternehmer Friedrich Mehmel wieder aufgebaut und am 21.2.1948 mit dem Jugert-Film Film ohne Titel wiedereröffnet.