VW: Klassenkampf von oben

Und die Politik soll die Folgen abfedern

Detlef Endeward (25. Oktober 2026)

Die Konzernführung setzt Beschäftigte, Gewerkschaften und Standortländer gleichzeitig unter Druck. Während die Politik um die Rettung der Werke ringt, entscheidet das Management über die internationale Verteilung von Investitionen und Produktion.

Die Ereignisse vom 21. bis 25. Oktober 2026 zeigen ein deutliches Muster: Die Volkswagen-Konzernführung verschärft den Druck auf Beschäftigte und Gewerkschaften und nutzt dabei die Konkurrenz zwischen den Standorten. Die Länder reagieren mit Rettungsvorschlägen, die weitgehend innerhalb der vom Konzern gesetzten wirtschaftlichen Bedingungen bleiben. Während in Deutschland um Arbeitsplätze, Tarifrechte und öffentliche Unterstützung gerungen wird, betreibt der Vorstand in den USA aktive Industriepolitik. [1]

Das ist kein bloßes Nebeneinander widersprüchlicher Einzelentscheidungen. Es ist eine Machtauseinandersetzung darüber, wer die Zukunft des Konzerns bestimmt und wer die Kosten seiner Neuordnung trägt.


1. Eskalation als Mittel der Konzernpolitik

Mit der Kündigung von zehn Haustarifverträgen zum Jahresende 2026 und der Forderung nach weiteren Einsparungen stellt die Konzernführung die Arbeitsbedingungen erneut zur Disposition. Der Zukunftstarifvertrag mit seiner Beschäftigungssicherung bis Ende 2030 bleibt zwar formal bestehen. Doch nach den bereits 2024 vereinbarten Zugeständnissen verlangt Volkswagen weitere Kostensenkungen. [2]

Die IG Metall erinnert daran, dass die Beschäftigten auf Entgeltbestandteile verzichtet, höhere Belastungen übernommen und betriebliche Rationalisierungen mitgetragen haben. Dafür hatte Volkswagen Standort- und Produktperspektiven zugesagt. [3]

Nun werden neue Forderungen erhoben, während verbindliche Folgeprodukte und Investitionen für mehrere Werke fehlen. Die Botschaft an die Belegschaften ist eindeutig: Wer seine Zukunft sichern will, soll seine Kosten weiter senken.

Die Unsicherheit über die Zukunft der Werke wird damit zum Druckmittel gegenüber Gewerkschaften und Landesregierungen. Jede Belegschaft muss befürchten, dass Investitionen an einen anderen Standort gehen. Jedes Bundesland gerät unter Druck, zusätzliche Bedingungen zu akzeptieren oder öffentliche Mittel bereitzustellen, um Arbeitsplätze zu erhalten.

Die Konzernführung verfügt über das entscheidende Instrument: die Zuteilung von Produkten, Investitionen und Produktionskapazitäten.


2. Die Politik reagiert – der Konzern bestimmt die Bedingungen

Besonders deutlich wird dieses Machtverhältnis in Zwickau. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer stellte am 21. Oktober den Vorschlag einer eigenständigen „AutoUnion Sachsen“ vor. Volkswagen und weitere Partner sollen an der neuen Gesellschaft beteiligt sein. Das Werk soll mit veränderten Organisations- und Arbeitszeitmodellen, neuen Entlohnungsregeln sowie technologischen Projekten wieder wettbewerbsfähig werden. [4]

Nach den bekannt gewordenen Einzelheiten gehören dazu zusätzliche unbezahlte Zeiten für Qualifizierung und Prozessverbesserungen sowie neue Regeln für Nacharbeiten. Die IG Metall lehnt solche Eingriffe entschieden ab. Sie verlangt vor allem eine bessere Auslastung des Werks und verweist auf die bereits erbrachten Beiträge der Beschäftigten. [5]

Der sächsische Vorschlag zeigt, wie politische Standortrettung unter den Bedingungen der Konzernmacht funktioniert: Nicht die unternehmerischen Entscheidungen über die bisherige und künftige Auslastung stehen im Mittelpunkt, sondern die Bedingungen, unter denen künftig gearbeitet werden soll.

Die Politik will retten, was der Konzern zur Disposition stellt. Dabei übernimmt sie weitgehend dessen Maßstäbe für Wettbewerbsfähigkeit.

Dasselbe Muster zeigt sich beim Vorschlag des VW-Vorstands, zusätzliche Transfergesellschaften einzurichten. Diese könnten mit Mitteln der Arbeitslosenversicherung unterstützt werden. Die IG Metall kritisiert, dass damit ein Teil der Kosten des zusätzlichen Personalabbaus auf die Allgemeinheit verlagert würde, während Anteilseigner weiterhin Dividenden erhalten. [6]

Transfergesellschaften können Beschäftigten Qualifizierung und Übergänge in neue Arbeit ermöglichen. In diesem Konflikt geht es jedoch darum, wer die Kosten eines vom Unternehmen betriebenen Personalabbaus übernimmt.

Der Konzern entscheidet über die Umstrukturierung, die Politik organisiert die Bewältigung ihrer Folgen, und die Beschäftigten sollen weitere Zugeständnisse machen.


3. In Deutschland Kostendruck, in den USA aktive Industriepolitik

Der Gegensatz zu den amerikanischen Investitionsplänen von Audi ist aufschlussreich.

Während in Neckarsulm die Produktionskosten gesenkt werden sollen und die langfristige Folgebelegung umstritten ist, verhandelte Audi in den USA über Produktionskapazitäten, Zollerleichterungen und staatliche Unterstützung. Das Handelsblatt berichtete am 22. Oktober über die fortgeschrittenen Planungen. [7]

Am 24. Oktober verkündete US-Präsident Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt in Georgia den geplanten Bau eines Audi-Werks. Audi-Chef Gernot Döllner trat gemeinsam mit ihm auf. Genannt wurden Investitionen von rund 4,2 Milliarden Dollar, eine Kapazität von bis zu 200.000 Fahrzeugen jährlich und etwa 4.500 Arbeitsplätze. Der Auftritt erfolgte unmittelbar vor den amerikanischen Zwischenwahlen vom 3. November. [8]

Die Verbindung von Unternehmens- und Wahlkampfpolitik ist hier nicht bloß eine Vermutung: Die Investitionsankündigung wurde öffentlich auf einer Wahlkampfveranstaltung inszeniert. Der Konzern beteiligt sich damit sichtbar an einem politischen Arrangement, in dem amerikanische Industriearbeitsplätze und die Zollpolitik der US-Regierung eine zentrale Rolle spielen.

Auch die Entscheidung gegen einen Ausbau des bestehenden VW-Werks Chattanooga verdient Aufmerksamkeit. Nach Recherchen des Handelsblatts spielte dabei die erstarkte Gewerkschaft United Auto Workers eine Rolle. Das ist ein weiteres Indiz dafür, dass internationale Standortentscheidungen nicht allein von Absatzmärkten und Produktionskosten, sondern auch von den Arbeitsbeziehungen beeinflusst werden. [7]

In Deutschland fordert der Konzern Zugeständnisse von Beschäftigten und Politik. In den USA verhandelt er offensiv über die politischen Bedingungen seiner Investitionen.

Welche Rolle die Porsche SE und die Familien Porsche und Piëch bei der konkreten Ausgestaltung dieser Strategie spielen, ist öffentlich nicht geklärt. Ihre maßgebliche Eigentümerstellung macht die Frage nach ihrer Verantwortung für die Konzernpolitik jedoch unvermeidlich. Die Eigentumsfrage darf nicht hinter der Person des Vorstandsvorsitzenden verschwinden.


4. Standorte gegeneinander – Beschäftigte gegeneinander

Die fünf besonders diskutierten Werke stehen vor unterschiedlichen Problemen. Gemeinsam ist ihnen, dass ihre Zukunft wesentlich von Entscheidungen der Konzernführung über Produkte, Investitionen und Produktionsvolumen abhängt.

Standort Industrielle Perspektive und Konflikt
Hannover Die IG Metall verweist auf die vereinbarte Perspektive der B-Space-Familie mit Caravelle, Transporter und Bulli. Entscheidend bleibt die verbindliche Umsetzung der Produkt- und Investitionszusagen.
Emden Der ID. Tiguan und eine ab 2031 vorgesehene Folgebelegung sind Bestandteil der von der IG Metall angeführten Zusagen. Die weitere Belegung ist an Fabrikkostenziele gebunden. Am 24. November beginnen hier die Tarifverhandlungen.
Zwickau Die IG Metall beruft sich auf Zusagen zum Fahrzeugbau über die 2030er-Jahre hinaus und zum Einstieg in die Kreislaufwirtschaft. Die Landesregierung schlägt zugleich eine Ausgliederung mit veränderten Arbeitsbedingungen vor.
Neckarsulm Kostensenkungen und die ungesicherte langfristige Folgebelegung bestimmen die Debatte. Die internationale Neuordnung der Audi-Produktion kann den Standort zusätzlich unter Druck setzen.
Osnabrück Volkswagen, Niedersachsen und Aurelius haben Eckpunkte für einen möglichen Verkauf vereinbart. Geplant ist eine Umstellung auf Sicherheits- und Verteidigungslösungen mit einem Ankerprojekt von Rafael. Ein abgeschlossener Verkauf und eine gesicherte neue Produktionsstruktur sind damit noch nicht gegeben.

Die Standortzusagen für Hannover, Emden und Zwickau dokumentiert die IG Metall in ihrer Stellungnahme vom 23. Oktober. Die Pläne für Osnabrück wurden bereits am 7. September von Volkswagen veröffentlicht. [3] [9]

Das Ergebnis ist eine Konkurrenz der Standorte, in der jede Belegschaft um ihre eigene Zukunft kämpfen muss. Diese Konkurrenz reicht über Deutschland hinaus. Sie verbindet die Arbeitsbedingungen unterschiedlicher Länder unmittelbar miteinander.

Für einen Weltkonzern ist die internationale Beweglichkeit des Kapitals eine Machtressource. Für die Beschäftigten wird sie zur dauernden Drohung.


5. Planlosigkeit oder Klassenkampf von oben?

Die fehlenden verbindlichen Folgeprodukte, wiederholten Sparforderungen und ständig neuen Zukunftsmodelle können den Eindruck einer planlosen Konzernführung vermitteln. Doch diese Betrachtung greift zu kurz.

Auch wenn die langfristige industrielle Strategie erhebliche Widersprüche aufweist, ist die Richtung der arbeits- und tarifpolitischen Maßnahmen eindeutig: Arbeitskosten sollen sinken, Beschäftigung soll reduziert und die Flexibilität der Unternehmensführung vergrößert werden. Der Vorstand formuliert diese Zielsetzung in seiner Mitteilung vom 23. Oktober ausdrücklich. [1]

Die internationale Standortkonkurrenz verstärkt diese Strategie. Wo Investitionen fehlen, geraten Belegschaften unter Druck. Wo die Politik Arbeitsplätze retten will, wächst die Bereitschaft zu Zugeständnissen. Wo neue Produktionskapazitäten entstehen sollen, verhandelt der Konzern über staatliche Vorteile.

Die Konzernführung mag für einzelne Werke keine überzeugende Zukunftsperspektive vorweisen. Eine klare Strategie zur Senkung der Arbeitskosten und zur Erweiterung ihres Handlungsspielraums ist dennoch erkennbar.

In einer marxistisch orientierten politisch-ökonomischen Analyse lässt sich dieser Vorgang als Klassenkampf von oben beschreiben: als Auseinandersetzung um die Verteilung des gesellschaftlich produzierten Reichtums und um die Macht, über Arbeit, Investitionen und Produktion zu verfügen.

Diese Einordnung setzt keinen geheimen Masterplan voraus. Sie ergibt sich aus der Richtung der dokumentierten Entscheidungen und ihren sozialen Folgen.


6. Die Gewerkschaften müssen ihre Strategie überprüfen

Die IG Metall verteidigt bestehende Vereinbarungen und verlangt verbindliche Beschäftigungs- und Standortzusagen. Angesichts der Tarifkündigungen hat sie einen Arbeitskampf ab Januar 2027 in Aussicht gestellt, sofern Volkswagen die Kündigungen nicht zurücknimmt. [10]

Die Verteidigung tariflicher Rechte ist notwendig. Sie reicht aber nicht aus, solange der Konzern darüber entscheidet, welche Werke neue Produkte und Investitionen erhalten.

Die Gewerkschaften geraten dadurch in eine Lage, in der bereits die Rettung eines Standorts als Erfolg erscheint – selbst wenn sie mit weiteren Zugeständnissen verbunden ist.

Genau darin liegt das strategische Problem: Wer ausschließlich um den Erhalt einzelner Werke kämpft, bewegt sich innerhalb der Standortkonkurrenz, die der Konzern organisiert.

Einem international geführten Klassenkampf von oben kann nicht dauerhaft mit voneinander getrennten Standortkämpfen begegnet werden.

Eine offensive gewerkschaftliche Strategie müsste deshalb über die Verteidigung bestehender Vereinbarungen hinausgehen. Sie müsste eigene industrielle Zukunftskonzepte entwickeln, internationale Beschäftigteninteressen verbinden und die Verfügung über Investitionen und Produktionsentscheidungen selbst zum Gegenstand der Auseinandersetzung machen.

Der Europäische und der Weltkonzernbetriebsrat könnten dabei wichtige Ansatzpunkte bilden. Entscheidend wäre, die Konkurrenz zwischen den Belegschaften nicht länger als unveränderliche Voraussetzung hinzunehmen, sondern gemeinsame Interessen gegenüber der Konzernstrategie zu formulieren.


7. Und die Bundesregierung?

Während die Landesregierungen unter unmittelbaren Handlungsdruck geraten, ist in den ausgewerteten Stellungnahmen keine vergleichbar konkrete bundespolitische Initiative erkennbar, die verbindliche Investitions- und Beschäftigungsperspektiven für die betroffenen Werke mit gesellschaftlichen Anforderungen an Volkswagen verbindet.

Die Bundesregierung erscheint damit in diesem Konflikt bislang nicht als gestaltender Gegenpol zur Konzernstrategie.

Dabei geht es längst nicht mehr allein um Volkswagen. Es geht um die Zukunft industrieller Beschäftigung, den Einsatz öffentlicher Mittel und die Frage, ob Wirtschafts- und Industriepolitik weiterhin vor allem die Rentabilitätsbedingungen privater Unternehmen verbessern soll.

Der sächsische Rettungsvorschlag und die amerikanischen Audi-Verhandlungen zeigen, dass staatliche Politik wirtschaftliche Entscheidungen beeinflussen kann. Die entscheidende Frage ist, wofür sie diesen Einfluss einsetzt.

Eine Politik, die öffentliche Unterstützung bereitstellt, aber keine verbindlichen Gegenleistungen bei Investitionen, Beschäftigung und Mitbestimmung durchsetzt, folgt dem Primat der privaten Verwertungsinteressen.


8. Die Eigentümerfrage gehört ins Zentrum

Die Auseinandersetzung wird öffentlich vor allem als Konflikt zwischen Vorstand, Betriebsrat und IG Metall dargestellt. Dabei bleibt häufig im Hintergrund, dass Volkswagen ein Unternehmen mit einer konzentrierten Eigentümer- und Kontrollstruktur ist.

Die Porsche SE beziehungsweise die Familien Porsche und Piëch, das Land Niedersachsen und weitere Anteilseigner sind über ihre Beteiligungen und die Unternehmensorgane mit der strategischen Entwicklung des Konzerns verbunden.

Welche konkreten Positionen die maßgeblichen privaten Anteilseigner zu den jüngsten Tarifkündigungen, dem Zwickauer Ausgliederungsvorschlag oder den amerikanischen Audi-Investitionen vertreten, ist aus den hier ausgewerteten Veröffentlichungen nicht ersichtlich.

Gerade deshalb darf die Eigentümerfrage nicht ausgeblendet werden. Wer langfristig über Kapital und Unternehmensentscheidungen mitbestimmen kann, muss sich auch an der gesellschaftlichen Verantwortung für deren Folgen messen lassen.

Die Frage lautet nicht nur, ob das Management erfolgreich wirtschaftet. Sie lautet, welche Interessen seine Entscheidungen bestimmen und warum Beschäftigte und Öffentlichkeit für die Folgen aufkommen sollen, ohne über entsprechende Verfügungsmacht zu verfügen.


9. Der Konflikt muss dort geführt werden, wo die Entscheidungen fallen

Die jüngste Eskalation zeigt, wie die Konzernführung ihre internationale Verfügungsmacht nutzt. Die Beschäftigten sollen sparen, die Länder sollen retten, die Sozialversicherung soll Übergänge finanzieren, und neue Investitionen werden nach den strategischen Zielen des Konzerns verteilt.

Die Auseinandersetzung um Volkswagen ist deshalb nicht nur ein Tarif- oder Standortkonflikt. Sie ist ein Konflikt zwischen privater Verfügungsmacht und gesellschaftlicher Verantwortung.

Wer den Klassenkampf von oben lediglich als Serie betrieblicher Krisen behandelt, wird immer wieder um dieselben Arbeitsplätze kämpfen müssen. Eine offensive gewerkschaftliche Antwort müsste die wirtschaftliche Machtfrage stellen – nicht nur in Wolfsburg, Hannover, Emden, Zwickau, Neckarsulm oder Osnabrück, sondern im gesamten Weltkonzern.

Die entscheidende Frage ist nicht länger nur, wie Volkswagen seine Werke erhalten kann. Sie lautet: Wer bestimmt darüber, was Volkswagen produziert, wo investiert wird und wem die Ergebnisse dieser Arbeit zugutekommen?


Anmerkungen und Quellenbelege

[1] Konzernstrategie und weitere Einsparungen. Volkswagen Group (23.10.2026): Zweites Überprüfungsgespräch: Volkswagen AG und IG Metall einigen sich auf den Start von Verhandlungen. Das Unternehmen nennt ausdrücklich die Senkung der Arbeitskosten, weitere Personalinstrumente und den Zukunftsplan 2030. ↩

[2] Kündigung der Haustarifverträge. Volkswagen Group (30.09.2026): Revisionsgespräche haben begonnen – Volkswagen AG kündigt verschiedene Tarifverträge zum Jahresende. Die Mitteilung bestätigt die Kündigungen und die fortbestehende Beschäftigungssicherung. ↩

[3] Zugeständnisse und Standortzusagen. IG Metall Wolfsburg (23.10.2026): IG Metall fordert Rücknahme der VW-Tarifkündigungen – Massiver Konflikt ab Anfang Januar bahnt sich an. Der Beitrag benennt die bereits geleisteten Beiträge der Beschäftigten und die aus Gewerkschaftssicht verbindlichen Standortzusagen. ↩

[4] Kretschmers AutoUnion-Vorschlag. MDR Sachsen (21.10.2026): Kretschmer fordert Gründung von Autounion zur Rettung von VW in Zwickau. Bericht über die geplante Gesellschaft, neue Entlohnungsmodelle und politische Reaktionen. ↩

[5] Arbeitsbedingungen und gewerkschaftliche Reaktion in Zwickau. Claudia Lord, Berliner Zeitung (22.10.2026): AutoUnion Sachsen: IG Metall lehnt längere Arbeitszeiten und Lohnkürzungen im VW-Werk Zwickau ab. Ergänzend: IG Metall Zwickau, Stellungnahme vom 22.10.2026. ↩

[6] Transfergesellschaften und öffentliche Finanzierung. IG Metall Wolfsburg (23.10.2026): VW-Vorstand will offenbar Sanierung auf Kosten der Steuerzahler. Die Unternehmensposition ist in der Volkswagen-Mitteilung vom selben Tag dokumentiert (Anmerkung 1). ↩

[7] Audis amerikanische Investitionsstrategie. Lazar Backovic, Felix Holtermann, Laurin Meyer und Roman Tyborski, Handelsblatt (22.10.2026): Zwei Werke gegen Trumps Zölle – Audis geheimer Amerika-Plan. Der Bericht behandelt die Standort- und Förderverhandlungen sowie die Rolle des Werks Chattanooga. ↩

[8] Öffentliche Ankündigung in Georgia. Handelsblatt (25.10.2026): Trump bestätigt Handelsblatt-Bericht – Audi baut Werk in den USA. Ergänzend: Associated Press (25.10.2026): Trump announces at a Georgia campaign rally that Audi will build a new auto factory in the state. ↩

[9] Osnabrück: Verkauf und Rüstungskonversion. Volkswagen Group (07.09.2026): Weichen für die Zukunft des Standorts Osnabrück gestellt. Die Mitteilung nennt Aurelius Capital, Niedersachsen und Rafael Advanced Defense Systems sowie die geplante Umstellung des Standorts. ↩

[10] Gewerkschaftliche Konfliktstrategie. IG Metall (aktualisiert am 23.10.2026): Tarifrunde Volkswagen 2026. Dokumentiert sind die Forderung nach Rücknahme der Tarifkündigungen und die Vorbereitung möglicher Arbeitskampfmaßnahmen. ↩


Sämtliche Bezugsbeiträge – Medien, Konzern und Gewerkschaften

21. Oktober 2026 – Zwickau

22. Oktober 2026 – Zwickau und Audi

23. Oktober 2026 – Tarifkonflikt

24./25. Oktober 2026 – Audi in den USA

Ergänzende grundlegende Bezugsbeiträge


Literatur zur politisch-ökonomischen Einordnung

Agartz, Viktor (1954): Wirtschafts- und Steuerpolitik. Referat auf dem 3. ordentlichen Bundeskongress des DGB.

Naphtali, Fritz (Hrsg.) (1928): Wirtschaftsdemokratie. Ihr Wesen, Weg und Ziel. Berlin.

Negt, Oskar (2010): Der politische Mensch. Demokratie als Lebensform. Göttingen: Steidl.

Polanyi, Karl (1978): The Great Transformation. Politische und ökonomische Ursprünge von Gesellschaften und Wirtschaftssystemen. Frankfurt am Main: Suhrkamp.

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