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Kurt Maetzig über seinen Film ‚Rat der Götter‘

Kurt Maetzig blickt auf seinen Film Der Rat der Götter (1950) zurück: auf den Anspruch, die Verflechtung von IG Farben, Nationalsozialismus und Krieg sichtbar zu machen, auf die Arbeit mit historischen Dokumenten und Hanns Eislers Musik. Seine Äußerungen verbinden das Bekenntnis zur politischen Parteilichkeit mit Überlegungen zur filmischen Gestaltung und späterer Selbstkritik. Der Beitrag stellt Maetzigs eigene Aussagen vor und fragt nach dem Verhältnis von historischem Aufklärungsanspruch, politischer Aussage und künstlerischer Form.

Dokumente der Vergangenheit – Bausteine einer neuen Erzählung

Der Rat der Götter integriert historisches Film- und Wochenschaumaterial in die Spielfilmhandlung. Doch dokumentarische Bilder sprechen nicht für sich. Auswahl, Reihenfolge, Montage, Bewegungsrichtung, Sprache, Geräusche und Musik stellen neue Zusammenhänge her. Der Lernweg untersucht exemplarisch, wie aus historischen Aufnahmen eine filmische Argumentation entsteht und fragt, ob die Dokumentarsequenzen innerhalb des Spielfilms eine eigene Geschichte von Aufrüstung, Krieg, Vernichtung, Niederlage und Nachkriegsordnung erzählen.

Suche nach neuen pädagogischen und gesellschaftlichen Orientierungen

Suche nach neuen pädagogischen und gesellschaftlichen Orientierungen

Die beiden DEFA-Filme entwerfen unterschiedliche Modelle des Umgangs mit gefährdeten und straffällig gewordenen Jugendlichen. Zwischen Selbstregulierung, Verantwortung, kollektiver Erziehung und autoritärer Kontrolle zeigen sie die Suche der frühen Nachkriegszeit nach neuen pädagogischen und gesellschaftlichen Orientierungen.

Professor Mamlock (1961)

Professor Mamlock (1961) ist ein DEFA-Film von Konrad Wolf, basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück von Friedrich Wolf. Er erzählt die Geschichte eines jüdischen Chirurgen, der an die Stabilität der Weimarer Republik glaubt, aber nach Hitlers Machtübernahme seine Arbeit verliert. Sein Schicksal zeigt die Gefahren politischer Passivität.