Kategorie: Filmgeschichte

Wir Wunderkinder (1958)

Satirische Filmchronik (1958) von Kurt Hoffmann nach Hugo Hartung: Zwei Jugendfreunde, der idealistische Hans und der karrierehungrige Bruno, durchqueren vier Jahrzehnte deutscher Geschichte. Kabarettistische Rahmung entlarvt Opportunismus und Selbstbetrug im Wirtschaftswunder‑Westdeutschland.

Das Fräulein und der Vagabund (1949)

Die junge Lehrerin Regine sehnt sich nach Freiheit und Spontaneität. Ein Ausflug mit dem Vagabunden Hannes stellt ihr Leben auf den Kopf. Zwischen Heide, Schulklasse und Liebesverwirrung entfaltet sich ein Nachkriegsfilm über Selbstbestimmung, Rollenbilder und emotionale Reifung.

Menschen in Gottes Hand (1947/48)

Der Film „Menschen in Gottes Hand“ (1948) von Rolf Meyer zeigt Bauer Renken, der nach Kriegsflucht bei seinem Sohn Karl in Niedersachsen neu beginnt. Karl steht zwischen zwei Frauen, Lena und Marianne. Nach tragischen Ereignissen kehrt er zur Familie zurück. Ein Drama über Neuanfang und Moral.
Der Film war die erste Produktion der neugegründeten Junge Union-Film

Liebe 47 (1949)

Der Film „Liebe 47“ (1949) von Wolfgang Liebeneiner basiert auf Wolfgang Borcherts Stück Draußen vor der Tür. Kriegsheimkehrer Beckmann und die Witwe Anna begegnen sich in ihrer Verzweiflung. Ihre Gespräche über Verlust und Hoffnung führen zu einem zarten Neuanfang. Ein – nicht für viele Zuschauer – bewegendes Nachkriegsdrama.

Rotation (1949)

Staudtes Rotation erzählt die Politisierung eines „unpolitischen“ Arbeiters im NS-Staat. Der Film zeigt, wie Anpassung in Schuld führt und wie spät erwachtes Gewissen Widerstand ermöglicht. Ein früher DEFA‑Beitrag gegen Restaurationstendenzen und für demokratische Verantwortung.

Lang ist der Weg (1948)

Der Film „Lang ist der Weg“ (1948) von Herbert B. Fredersdorf und Marek Goldstein erzählt die Geschichte der jüdischen Familie Jelin, die den Holocaust überlebt. David flieht aus Auschwitz, schließt sich Partisanen an und sucht seine Mutter. Ein bewegender Film über Trauma, Hoffnung und Neuanfang.
Es ist der erste deutsche Spielfilm der Nachkriegszeit, der das Leben von Holocaust-Opfern bzw. -Überlebenden in den Mittelpunkt stellt. Es ist auch der bis heute einzige in Deutschland produzierte Film in jiddischer Sprache.

Zwischen gestern und morgen (1947)

Der Film „Zwischen gestern und morgen“ (1947) von Harald Braun zeigt Heimkehrer Michael Rott im zerstörten München. Er klärt Missverständnisse um gestohlenen Schmuck und trifft alte Bekannte. Rückblenden enthüllen Schicksale unter NS-Druck. Ein Trümmerfilm über Schuld, Verlust und Hoffnung.

Morituri (1948)

Der Film „Morituri“ (1948) von Eugen York zeigt die Flucht von fünf KZ-Häftlingen, unterstützt von einem polnischen Arzt. Im Wald treffen sie auf versteckte Familien, kämpfen ums Überleben und warten auf die Befreiung durch die Rotarmisten. Ein Holocaust-Drama über Hoffnung und Menschlichkeit.

Freitags war Lohntütenball. Kneipen in Linden (1992)

Im hannoverschen Arbeiterstadtteil Linden hatte fast jede Straße ihre eigene Kneipe. Jeder Lindener ging in „seine“ Stammkneipe. Dies war vor über hundert Jahren bereits so und ist es heute immer noch. Welche Bedeutung hatte die Kneipe, als das Fernsehen noch nicht die Welt in die Wohnstuben holte? Der Film beleuchtet die historischen Wurzeln, zeigt viele Gaststätten von außen und innen und lässt einige Kneipenwirte aus Hannnover-Linden ausführlich zu Wort kommen.

„Linden – Ein Arbeiterlied“ – Erinnerungen an eine Gegenwart (1991)

Inhalt Der Film „Linden – Ein Arbeiterlied“ von Winfried Wallat und Wolfgang Jost entwirft mittels Zeitzeugeninterviews ein Panorama der Lebensbedingungen im Arbeiterstadtteil Linden während der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts. Neben der Alltagsgeschichte, der Armut und Beengtheit in den Wohnquartieren, thematisiert der...