Autor: GFS-Admin_2021

Erste Erfolge

Der zweite Film der Filmaufbau entsteht in Koproduktion mit der Neuen Deutschen Film GmbH, München, und wird ein überwältigender Erfolg: Nachtwache (1949, Regie: Harald Braun) trifft ein Zeitgefühl.

Filmaufbau GmbH

Nach Kriegsende, im Sommer 1945, fassen Hans Abich und Rolf Thiele, beide bisher filmisch völlig unvorbelastet, den Entschluss „etwas zusammen zu machen“. Sie sind überzeugt davon, im Massenmedium Film etwas gefunden zu haben, „womit man ein hungerndes Volk, das mit anderen Völkern und sich selbst Schindluder getrieben hat, kulturell breit ‚ernähren‘ kann.“ Vor allem aus persönlichen Gründen wählen die angehenden Filmproduzenten als zukünftigen Firmensitz die Universitätsstadt Göttingen. Am 12. Oktober 1946 wird die Filmaufbau GmbH von der Information Control der britischen Militärregierung lizensiert.

Bau der Schachtschleuse Anderten bei Hannover (1928)

Der Film dokumentiert den Bau der Schachtschleuse Anderten in Hannover und die Einweihungsfeier am 30. Juni 1928. Er zeigt Bauarbeiten, technische Details und Skelettfunde aus einem frühmittelalterlichen Gräberfeld. Vermutlich wurde er als interne Dokumentation einer beteiligten Firma erstellt

Zeitgenössische Presseartikel und Fotografien, Zensurkarte und Verbotsentscheid

Den Haarmann-Film hatte die Film-Oberprüfstelle in Berlin zugelassen. Der Minister des Innern hatte aber sämtliche Polizeibehörden angewiesen zu prüfen, ob die Voraussetzungen für ein ortspolizeiliches Verbot vorliegen. Jede Werbung für den Streifen an Geschäftsräumen, öffentlichen Anschlagstellen und durch Verteilen von Druckschriften ohne Genehmigung war an sich verboten. Jetzt hat auch die Oberprüfstelle selbst die Zulassung verboten.

Der Kriminalfall in Hannover (1924)

Der Film bezieht sich auf den Fall des damals gerade überführten Massenmörders Fritz Haarmann. Von dem ursprünglich etwa 20minütigen Stummfilm sind nur fünf Minuten erhalten. Sie zeigen Aufnahmen aus der Innenstadt und Altstadt Hannovers, Orte an denen Haarmann wohnte bzw. sich aufhielt. Seine Bedeutung erlangt das Fragment durch die Tatsache, dass es die ältesten erhaltenen Bewegtbilder aus der Innenstadt Hannovers präsentiert und dabei auch ein Stück Leben auf den Straßen zeigt.

Der Tiergarten in Hannover (1918)

Der Film zeigt wahrscheinlich im Sommer 1918 entstandene Impressionen des Tiergartens, u.a. Aufnahmen am Rande der Hans-Sachs-Spiele, mit denen für die „Ludenforffspende“ für Kranke und Kriegsversehrte geworben wurde. Der Schwerpunkt des möglicherweise nur fragmentarisch erhaltenen Films liegt auf den Tieraufnahmen.

Filme bei Merlin

Die Bildungsplattform Merlin bietet Medienressourcen für den Einsatz in niedersächsischen Schulen. Eine Anzahl der auf diesen Seiten behandelten Filme steht auch auf Merlin zur Verfügung. Die untenstehenden Links führen zur Darstellung der entsprechenden Filme auf unseren Seiten. Deutsche Spielfilme Akte...

Die Mörder sind unter uns (1946)

Wolfgang Staudtes Die Mörder sind unter uns (1946) ist der erste deutsche Nachkriegsfilm. In den Trümmern Berlins ringt ein traumatisierter Arzt mit Schuld und Gerechtigkeit. Der Film thematisiert NS-Verbrechen, moralische Verantwortung und den Neuanfang – eindringlich, mutig und historisch wegweisend

Die Döring-Film

Im August 1919 gründet der Kaufmann Johann Friedrich Döring die „Hannoversche Gesellschaft für Kinematographie“ in der Goethestraße 3. Die Firma hat sich die Fabrikation sowie den Export und Verleih von Filmen zur Aufgabe gemacht. 1922 unterhält sie sogar eine Filiale in Buenos Aires. Einen Namen macht sich das Unternehmen in erster Linie durch seine „Reisefilme“.