Monatsarchiv: September 2026
Mit Strousberg gerät die Maschinenfabrik erstmals in einen überregionalen Konzernzusammenhang: große Expansionspläne, Kredite und Spekulation, Verkauf und Krise. Die Hanomag wächst dennoch zum exportorientierten Großbetrieb. Boom und Depression bestimmen dabei Produktion und Beschäftigung – und werden zum wiederkehrenden Muster ihrer Geschichte.
Aus einer kleinen Eisengießerei mit 20 Arbeitern entwickelt sich seit 1835 ein bedeutender Maschinenbaubetrieb. Dampfmaschinen und vor allem Lokomotiven treiben die Expansion voran. Doch schon mit dem Tod Georg Egestorffs 1868 beginnt, was die weitere Hanomag-Geschichte prägen wird: der Verkauf des Unternehmens.
Betriebsgeschichte, Eigentümerentscheidungen, Arbeitskämpfe und persönliche Erfahrungen als verschiedene Seiten derselben Geschichte Detlef Endeward (09/2026) Was die Autoren unter einer „weitwinkeligen Hanomag-Schau“ verstanden, wird bereits im Inhaltsverzeichnis deutlich. Die Broschüre ist eben keine bloße Unternehmenschronik. Zwar bildet die Betriebsgeschichte der Hanomag...
Die Texte von 1982 beschreiben die damalige Hanomag-Krise nicht als isoliertes Ereignis, sondern ordnet sie in eine lange Geschichte des „Verladens und Verkaufens“ ein. Heute werden sie selbst zur historischen Quelle – und zum Ausgangspunkt, die Entwicklung bis 2026 weiterzuverfolgen. Und sie laden zum Vergleichen ein. Hanomag ist nicht VW. Doch beim Wiederlesen von 1982 werden ähnliche Strukturen, Interessen und Krisenerzählungen erkennbar.
Volkswagen ist mehr als ein Automobilhersteller. Die Geschichte des Konzerns verbindet NS-Vergangenheit, Wirtschaftswunder und Globalisierung mit Fragen nach Arbeit, Eigentum, Mitbestimmung und staatlichem Einfluss. Historische und gegenwärtige Spuren machen VW zu einem Brennglas gesellschaftlicher Entwicklungen.
Ein Konzern als Brennglas deutscher Wirtschafts-, Sozial- und Machtgeschichte 1. Warum Volkswagen? Warum beschäftigen wir uns so ausführlich mit Volkswagen? Nicht, weil VW irgendein besonders interessantes Großunternehmen wäre. Volkswagen ist vielmehr ein exemplarischer Fall, an dem sich grundlegende Zusammenhänge von...
Spurenlesen in einer journalistischen Darstellung der Volkswagen-Gründung Der WELT-Beitrag „Hitlers Cabrio“ von Sven-Felix Kellerhoff erzählt die Gründungsgeschichte Volkswagens. Vieles von dem, was dort steht, ist richtig. Hitler, Ferdinand Porsche, die Grundsteinlegung am 26. Mai 1938, der politisch vorgegebene Preis von...
Bei Volkswagen geht es um mehr als Werksschließungen und Stellenabbau. Hinter dem vermeintlichen „Machtkampf“ wird ein grundlegender Konflikt sichtbar: Wer verfügt über Unternehmen, Produktion und Arbeitsplätze? Vorstand und Eigentümer treffen auf Mitbestimmung und staatliche Beteiligung – ein Lehrstück über Eigentum, Macht und Gegenmacht.
Filme als Spuren in die Vergangenheit und zur Gegenwart des Volkswagen-Konzerns Detlef Endeward (08/2026) Die Geschichte von Volkswagen ist auch eine Geschichte seiner Bilder. Sie beginnt mit den nationalsozialistischen Wochenschauen, die den Bau des Volkswagenwerkes und den KdF-Wagen als Versprechen...
Die Wochenschau als Propagandamedium KdF-Wagen und Konsumversprechen – während Aufrüstung und Kriegsvorbereitung längst Realität sind Als die Ufa-Tonwoche Nr. 442 am 22. Februar 1939 über die Internationale Automobil- und Motorrad-Ausstellung in Berlin berichtet, erzählt sie eine Geschichte des Fortschritts. Zu...
Von Emden zur gegenwärtigen Krise des Volkswagen-Konzerns Der Satz könnte über der gesamten Geschichte des Volkswagenwerks Emden stehen: „Im Kapitalismus geht es immer um Geld.“ Bemerkenswert ist, dass er sinngemäß bereits in einem NDR-Beitrag aus den frühen 1960er Jahren auftaucht...
Vom Symbol des Wirtschaftswunders zum Krisenkonzern Volkswagen ist für den NDR nicht irgendein Unternehmen. Kaum ein anderer Konzern prägt den norddeutschen Raum in vergleichbarer Weise: Wolfsburg als nahezu mit dem Werk entstandene Stadt, Emden als vom Automobilbau geprägter Industriestandort, später...