Monatsarchiv: September 2026

Faschismus als Geschichte „böser Männer“

Faschismus als Geschichte „böser Männer“

ZDF und SPIEGEL erzählen den Faschismus als Geschichte Hitlers und seines Täterkreises – modernes Historytainment mit einem erstaunlich alten Geschichtsmodell Seit den 1990er Jahren gehört die Geschichte des Faschismus zu den Schwerpunkten populärer Geschichtsformate im deutschen Fernsehen. Besonders das ZDF...

Fünf Tage zwischen Blockadedrohung und Kabinettsbeschluss

Am 25. September 2026 kündigt die SPD an, die geplante Pflegereform wegen drohender Kürzungen nicht mitzutragen. Fünf Tage später beschließt das Bundeskabinett die Reform. Grundsätzlichere Fragen der Finanzierung und Lastenverteilung werden auf das weitere Reformverfahren verschoben. Ein aktuelles Fallbeispiel dafür, wie gesellschaftliche Verteilungskonflikte politisch bearbeitet werden.

Pflege als Geschäft – die Privatisierung einer gesellschaftlichen Aufgabe

Pflege als Geschäft – die Privatisierung einer gesellschaftlichen Aufgabe

Wie Renditeerwartungen Arbeitsbedingungen, Pflegequalität und Kosten verändern Die Finanzkrise der Pflegeversicherung hat noch eine weitere, in der öffentlichen Debatte häufig vernachlässigte Dimension: die zunehmende Kommerzialisierung der Pflege. Über Jahrzehnte wurde die öffentliche Verantwortung für Pflegeeinrichtungen zurückgedrängt. Kommunale Einrichtungen wurden teilweise...

Die Pflegeversicherung in finanziellen Nöten – wie konnte es so weit kommen?

Die Pflegeversicherung in finanziellen Nöten – wie konnte es so weit kommen?

Über eine Krise, deren Ursachen in der öffentlichen Debatte häufig hinter der Forderung nach Reformen verschwinden Die Pflegeversicherung steckt in finanziellen Schwierigkeiten. So lautet die gegenwärtige Erzählung. Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt, die Ausgaben wachsen, die Beiträge reichen nicht mehr...

Gesellschaft im Zusammmenhang denken

Gesellschaft im Zusammmenhang denken

Historisch-materialistische, kritische und utopische Perspektiven Redaktion Lernwerkstatt Die Beiträge dieser Rubrik verbindet kein geschlossenes theoretisches System. Sie greifen Gedanken, Begriffe und Perspektiven aus marxistischen und historisch-materialistischen Theorietraditionen, aus Kritischer Theorie und Arbeiterbewegung sowie aus anderen kritischen Ansätzen auf. Gemeinsam ist...

Der Erste Weltkrieg – ein Medienereignis?

Der Erste Weltkrieg – ein Medienereignis?

Krieg als Medienereignis, filmisches Ereignis und Gegenstand historischen Lernens Detlef Endeward (09/2026) Noch einmal von vorn – zwölf Jahre später 2014 erschien der Beitrag „Der Erste Weltkrieg – ein Medienereignis für den Geschichtsunterricht?“ in dem von Manfred Quentmeier, Martin Stupperich...

Im Westen wieder nichts Neues?  Edward Bergers Neuverfilmung von 2022

Im Westen wieder nichts Neues? Edward Bergers Neuverfilmung von 2022

Beobachtungen zu Film und Rezeption und offene Fragen für einen noch ausstehenden Vergleich mit Lewis Milestones Film von 1930 Detlef Endeward (09/2026) Eine erste Annäherung – noch keine Filmanalyse Was erzählt ein Film 1930 über den Krieg – und was...

Zweimal „Im Westen nichts Neues“

Zweimal „Im Westen nichts Neues“

Zweimal Im Westen nichts Neues, zweimal derselbe Krieg – und doch zwei unterschiedliche Filme in unterschiedlichen historischen Situationen. Lewis Milestones Film von 1930 entstand nach der Katastrophe des Ersten Weltkriegs und vor der nächsten; Edward Bergers Neuverfilmung von 2022 begegnete einem Publikum, während in Europa erneut Krieg geführt wurde. Der Beitrag stellt beide Filme zunächst nebeneinander und fragt nach Entstehungsbedingungen, Kriegserzählung und zeitgenössischer Rezeption. Der eigentliche filmische und historische Vergleich steht noch aus.

Rüstungsindustrie, Weltraum und ein aktuelles Beispiel für die Grenzen medialer Kritik

Rüstungsindustrie, Weltraum und ein aktuelles Beispiel für die Grenzen medialer Kritik

Wenn Kritik erst innerhalb des gesetzten Rahmens beginnt Rüstungsindustrie, Weltraum und ein aktuelles Beispiel für die Grenzen medialer Kritik Der Tagesschau-Beitrag vom 29. September 2026 über die Zusammenarbeit von Bundeswehr und Rüstungsindustrie im Weltraum ist aufschlussreich – gerade weil er...

Wenn alle das Gleiche denken, wird nicht viel nachgedacht

Wenn alle das Gleiche denken, wird nicht viel nachgedacht

Der Beitrag untersucht am Beispiel des Ukrainekrieges, wie Moralisierung, Expertenauswahl und journalistische Routinen den Raum legitimer politischer Kontroversen strukturieren und verengen können. Empirische Studien zur Medienberichterstattung und zur Auswahl von Talkshowgästen werden mit Hallins Modell der „Sphären“ öffentlicher Kommunikation verbunden. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich der diskursive Status von Positionen verändert – und was geschieht, wenn zur Moralisierung die Doppelmoral tritt.

Wenn sich Wirtschaftsredaktionen und Experten gegenseitig bestätigen

Wenn sich Wirtschaftsredaktionen und Experten gegenseitig bestätigen

Wiederkehrende Deutungsmuster in der Berichterstattung über Rente, Gesundheit und Industrie Wer wirtschafts- und finanzpolitische Berichterstattung über längere Zeit verfolgt, begegnet vertrauten Fragen: Ist die Rente noch finanzierbar? Wie lassen sich die Kosten des Gesundheitssystems begrenzen? Welche Einschnitte muss ein Unternehmen...