VW im Film

Filme als Spuren in die Vergangenheit und zur Gegenwart des Volkswagen-Konzerns

Die Geschichte von Volkswagen ist auch eine Geschichte seiner Bilder. Sie beginnt mit den nationalsozialistischen Wochenschauen, die den Bau des Volkswagenwerkes und den KdF-Wagen als Versprechen von Fortschritt, Mobilität und „Volksgemeinschaft“ inszenierten. Sie führt über Werks- und Industriefilme, Kino und Fernsehen, Dokumentationen über Arbeit, Produktion und Konflikte bis zur gegenwärtigen Berichterstattung über Absatzprobleme, Werksschließungen, Renditeerwartungen und den vermeintlichen „Machtkampf“ zwischen Vorstand, Eigentümern, Betriebsrat und Gewerkschaft.

Diese Filme und Fernsehbeiträge erzählen nicht einfach die Geschichte des VW-Konzerns. Sie sind selbst Spuren ihrer jeweiligen Zeit. Sie zeigen, was über Volkswagen sichtbar gemacht wurde, wie Arbeit und Unternehmen dargestellt wurden, welche Interessen und Konflikte zur Sprache kamen – und was unsichtbar blieb.

Deshalb interessiert uns nicht nur, was die Filme über Volkswagen erzählen, sondern ebenso, wer wann aus welcher Perspektive welche Geschichte erzählt. Die Wochenschau von 1939, ein Industriefilm der Wirtschaftswunderjahre, Klaus Wildenhahns Emden geht nach USA aus den 1970er Jahren und die heutige Krisenberichterstattung sprechen über unterschiedliche Volkswagenwelten. Zugleich ermöglichen sie, Kontinuitäten und Veränderungen sichtbar zu machen: Vorstellungen von technischem Fortschritt und Wohlstand, die Organisation von Arbeit, Eigentum und Macht, das Verhältnis von Unternehmen, Beschäftigten und Staat – und immer wieder die Frage, wer über die Zukunft eines Konzerns entscheidet, dessen Geschichte auf besondere Weise mit der deutschen Geschichte verbunden ist.

Filme über VW sind deshalb keine bloßen Illustrationen einer bereits bekannten Unternehmensgeschichte. Sie sind Quellen, mit denen sich Spuren in die Vergangenheit verfolgen und Fragen an die Gegenwart stellen lassen.

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