Monatsarchiv: August 2026
Bürokratieabbau, innerbetriebliche Bürokratie und hegemoniales Framing – eine gesellschaftskompetente Lernbewegung Vom selbstverständlichen Begriff zu offenen Fragen „Bürokratieabbau“ gehört gegenwärtig zu jenen politischen Forderungen, über deren grundsätzliche Richtigkeit erstaunlich wenig gestritten wird. Beim Wohnungsbau, im Gesundheits- und Sozialbereich, bei Investitionen...
Nachdenekn mir Paulo Freire, über Gesellschaftskompetenz und Lernen als dialogisches Handeln Freires Kritik an der Bankiers-Pädagogik richtet sich zunächst gegen ein Bildungsverständnis, in dem Wissen von Lehrenden an Lernende weitergegeben wird. Die Lehrenden wissen, sprechen, entscheiden und handeln; die Lernenden...
Der Beitrag kritisiert einen quellenkritischen Zugang, der Film vor allem nach dem „Was“ des Abgebildeten befragt. Demgegenüber wird das filmische „Wie“ selbst als historischer Bedeutungsträger verstanden: Gestaltung, Montage und Bild-Ton-Verhältnis gehören zum Quellenwert. Damit erweitert sich der Blick vom Filmdokument auf jeden Film – ausdrücklich auch den Spielfilm – als potenzielle historische Überrestquelle.
1974 deutete Alexander von Brünneck 25 Jahre Bundesrepublik aus einer linkssozialistischen Perspektive. 50 Jahre später wird der Text selbst zur historischen Spur: Was und wie erzählt er Geschichte, wie rahmt Peter von Oertzen diese Deutung als Gegenstand kritischer Bildungsarbeit – und welche Fragen bleiben für Gesellschaftskompetenz heute aktuell?
Der Jungsozialisten-Text von 1976 erscheint fünfzig Jahre später als Dokument einer ausgeprägten politischen Bildungs- und Diskussionskultur. Seine Aktualität liegt weniger in den damaligen Antworten als in der Verbindung von Verfassung, gesellschaftlichen Machtverhältnissen und politischer Praxis. Neu gelesen eröffnet er damit bemerkenswerte Zugänge zur Gesellschaftskompetenz.
Die aktuellen Recherchen zu Reha und Pflege verweisen über einzelne Missstände hinaus auf ein strukturelles Problem: Wo Gesundheitsversorgung privatisiert und zum Anlagefeld für Kapital wird, gerät die Gesundheitslogik unter die Verwertungslogik. Gesellschaftskompetenz heißt, diese Zusammenhänge zu erkennen, Eigentums- und Machtfragen zu stellen – und sich im Konflikt zwischen Versorgung und Profit zu positionieren.
Rolf Werning entfaltet zentrale Annahmen konstruktivistischen Denkens und fragt nach ihren Konsequenzen für pädagogisches Handeln. Lernen erscheint als eigenaktiver, subjektiv bestimmter Prozess: Wissen kann nicht einfach übertragen werden. Lehren bedeutet deshalb, Selbstlernen anzuregen, Vielfalt zuzulassen und Lernende dabei zu unterstützen, ihre Konstruktionen von Wirklichkeit zu überprüfen und weiterzuentwickeln.
Beiträge zur historisch-politischen Bildung aus den 1970er bis 1990er Jahren werden als Spuren ihrer Zeit wieder gelesen. Gefragt wird nach damaligen Deutungen, Konflikten und Bildungsansätzen – und danach, welche Bedeutung sie heute für historisch-politische Bildung und Gesellschaftskompetenz gewinnen können.
Der Beitrag entfaltet ein anspruchsvolles Modell historisch‑kritischer Filmanalyse, das Filme als „bewegte Spuren“ begreift. Er zeigt, wie filmische Darstellung, Produktionsbedingungen und wechselnde Rezeptionskontexte ineinandergreifen und historische Bedeutung erst im Zusammenspiel dieser Ebenen entsteht. Spurenlesen wird dabei als zentrale Haltung historischer Kompetenz profiliert.
Auch für die Filmgeschichtsschreibung Film im Nachkriegsdeutschland 1945-1950 Eine gemeinsame Phase – und zugleich ein offenes Feld: auch für die Filmgeschichtsschreibung Peter Pleyer (1965): Deutscher Nachkriegsspielfilm 1946-1948 (1993) Soziologische und psychologische Analysen der deutschen Nachkriegsspielfilme (1993) Das Bild des deutschen...
Die Analyse zeigt, wie Nachkriegsfilme das zerbrochene Familienidyll inszenieren: Heimkehrer verlieren Autorität, Frauen werden zu starken „Managern der Not“, Jugendliche rebellieren. Die Filme verhandeln Identitätskrisen, moralische Brüche und den schwierigen Wiederaufbau von Nähe.
Generationen im Konflikt Bettina Greffrath (1993) Das Beispiel: WEGE IM ZWIELICHT (B, 1948) Das Bild zeigt einen Mann mittleren Alters von vorn (sozusagen dem Betrachter gegenüber). Er trägt einen Anzug und einen Hut, unter dem man eine (zur Hälfte blinde)...