Kategorie: Kinogeschichte
Rivoli Eingang 1958 (Foto: Wilhelm Hauschild)
Als letzter Neubau des hannoverschen Kinobooms entstehen zwei Kinos in einem: Im Keller eröffnen zunächst die Roxy-Lichtspiele mit 420 Plätzen (s. u.). Die im Erdgeschoss darüber errichteten Rivoli-Lichtspiele mit 900 Plätzen und separatem Eingang eröffnen erst vier Wochen später.
Für den Stadtteil Ricklingen errichtet Adolf Springer 1955 endlich den langersehnten Neubau. Um dem Bau die Monumentalität zu nehmen, setzt Springer zwei unterschiedlich große und verschieden hohe Baukörper mit trapezoiden Grundrissen aneinander, die sich von ihrem Schnittpunkt aus in gegensätzlicher Richtung verjüngen.
»Rex am Steintor« startet im Dezember 1954 mit »Gala-Premiere«
Am Mittelfelde 117Betreiber: König, Markgraf und SchlinkerArchitekt: Kurt RietdorfEröffnet am 22.4.1955 mit MÄDCHENJAHRE EINER KÖNIGINSitzplätze: 737Geschlossen am 1.1.1968, heute Supermarkt Das Resi ist ein besonders gelungenes Beispiel für die organische Architektur der fünfziger Jahre. Das »Resi« in Mittelfeld ist ein...
Im Oktober 1906 eröffnet gegenüber dem Hauptbahnhof das »Kinematographen-Restaurant« Zur Schwalbe, 1910 wird es zum Central-Theater mit Stehbierhalle umgebaut. Im Februar 1943 entsteht aus dem Film-Lokal mit seinen 600 Sitzplätzen ein Soldatenkino, das durchreisenden Soldaten von 21 bis 4 Uhr morgens Filme und Wochenschauen zeigt. Im Dezember 1950 wird es im neuen Gewand als Regina-Lichtspiele wiedereröffnet:
Am alten Standort der während des Krieges ausgebombten Posthorn-Lichtspiele in Hannover-Linden erbaute Herr Heinz Bohle vom Goethehaus-Filmtheater, Hannover, und der Schauburg, Ricklingen unter dem gleichen Namen ein neues modernes Lichtspieltheater.
Bereits ab 1919 werden im Varietétheater Trianon, dem ehemaligen Restaurant Vahrenwalder Park Filme gezeigt. 1921 konzentriert man sich dann auf die Lichtspieldarbietungen, aber bereits einige Jahre später wird das Trianon in den Adressbüchern nicht mehr als Kino geführt. Im Zweiten Weltkrieg wird das Gebäude zerstört, 1950 werden hier die Park-Lichtspiele als Provisorium eröffnet.
Das Metropol-Theater blickt auf eine lange (Film-)Theatergeschichte zurück: Ende des 19. Jahrhunderts wird hier einer der größten hannoverschen Konzert-Säle errichtet und dient bald darauf als Spielstätte des Metropoltheaters und des Neuen Volks-Theaters. 1921 wird das Theater zu einem Lichtspielhaus mit 1.160 Plätzen umgebaut, ab 1937 heißt es UFA Oberstraße (Vorkriegs-Adresse: Oberstraße 7) und verfügt über 1.316 Plätze.
Bereits 1920 eröffnet als Vaterlands-Lichtspiele, nennt sich das Kino in der List ab 1937 Luna Filmpalast. 1943 wird das Filmtheater zerstört, erst 1953 wird es an alter Stelle neu errichtet.
Viele Jahre hatte die Landesbühne in dem kleinen Gemeindesaal der St. Ägidenkirche ihre Heimat, bevor er 1950 zum Kino umgewandelt wurde
In Kleefeld, dem einzigen Stadtteil Hannovers ohne Lichtspieltheater, eröffnete Frau M. Taupadel am 4.7. die Kleefelder Lichtspiele. Das neue Theater, das unter der Bauleitung des Architekten BDA Dipl.-Ing. A. Falke, Hannover, entstand, weicht schon mit seiner geschmackvollen Außenfassade von den üblichen Standard-Theatern ab
Im Planetarium unter der Kuppel des Anzeiger-Hochhauses wird im Dezember 1928 die Kulturfilmbühne eröffnet. Eine große »Welte-Kino-Konzert-Orgel« sorgt dort bis zur Einführung des Tonfilms für akustische Spezialeffekte. Man zeigt anfangs wissenschaftliche, völkerkundliche und kulturgeschichtliche Dokumentarfilme, ein halbes Jahr später folgen die ersten Spielfilme.