Schlagwörter: Alltagskultur

Freibäder

Die Einweihung des ersten „strömungsfreien“ Volksbades an der Lister Mühle am 5.8.1927 war für Hannover eine schon lange überfällige Maßnahme. Denn die Flussbadeanstalten im innerstädtischen Bereich hatten durch ständig steigende Abwasserbelastungen ihre Attraktivität verloren, wähend das Bedürfnis der städtischen Bevölkerung nach Sonne, Wind und Wasser immer mehr Bedeutung gewann.

Sport exklusiv für das Bürgertum

Manche Sportarten blieben in den Zwanziger Jahren zum großen Teil ein Privileg bürgerlicher Schichten. Die finanziellen Möglichkeiten bestimmten die sportlichen. Je teurer die notwendige Ausrüstung, die Anschaffung eines Segelbootes beispielsweise, desto exklusiver die Sport treibende Schicht.

Das Rennspektakel in der Eilenriede

Von 1924 – 1939, jeweils im Frühjahr, fand im hannoverschen Stadtwald das Eilenriede-Motorradrennen statt. 1950 wurde wieder an die Tradition des Motorradrennens in der Eilenriede angeknüpft. Umweltschutzgründe und gestiegene Sicherheitsauflagen1956 zur Absage und in der Folge zum Ende der Rennveranstaltungen.

Moderner Tanz

Nach dem Ersten Weltkrieg brach eine regelrechte Tanzwut aus, die den Behörden oft zu schaffen machte (Tanzverbote, vorverlegte Polizeistunde) und die von Konservativen aber auch von manchen Linken als „Kulturverfall“ interpretiert wurde.l