Kategorie: Weimarer Republik

Die hannoverschen Jugenheime

Die hannoverschen Jugenheime

Zwischen Disziplinierung und Selbstentfaltung Der sog. „Jugendfrage“ wollte das Reichsjugendwohlfahrtsgesetz von 1922 Rechnung tragen. Die „Jugendfürsorge“ für „auffällige“ Jugendliche wurde dabei von der „Jugendpflege“ für „normale“ Jugendliche unterschieden. Die neueingerichtete Städtische Jugendpflege war auch für die Freizeitorganisation jugendlicher Gruppen zuständig....

Freibäder

Die Einweihung des ersten „strömungsfreien“ Volksbades an der Lister Mühle am 5.8.1927 war für Hannover eine schon lange überfällige Maßnahme. Denn die Flussbadeanstalten im innerstädtischen Bereich hatten durch ständig steigende Abwasserbelastungen ihre Attraktivität verloren, wähend das Bedürfnis der städtischen Bevölkerung nach Sonne, Wind und Wasser immer mehr Bedeutung gewann.

Sport exklusiv für das Bürgertum

Manche Sportarten blieben in den Zwanziger Jahren zum großen Teil ein Privileg bürgerlicher Schichten. Die finanziellen Möglichkeiten bestimmten die sportlichen. Je teurer die notwendige Ausrüstung, die Anschaffung eines Segelbootes beispielsweise, desto exklusiver die Sport treibende Schicht.

Hausmusik

Hausmusik im Familien- oder Freundeskreis – zur Entspannung nach anstrengendem „Tagwerk“ – gehörte zu den traditionell bürgerlichen Freizeitbeschäftigungen. Auf kulturelles Niveau bedachte Familie pflegte das gemeinsame Musizieren als Kennzeichen ihrer gesellschaftlichen Stellung und führten gerne die musikalischen Leistungen ihrer Sprösslinge vor.

Das Rennspektakel in der Eilenriede

Von 1924 – 1939, jeweils im Frühjahr, fand im hannoverschen Stadtwald das Eilenriede-Motorradrennen statt. 1950 wurde wieder an die Tradition des Motorradrennens in der Eilenriede angeknüpft. Umweltschutzgründe und gestiegene Sicherheitsauflagen1956 zur Absage und in der Folge zum Ende der Rennveranstaltungen.

Moderner Tanz

Nach dem Ersten Weltkrieg brach eine regelrechte Tanzwut aus, die den Behörden oft zu schaffen machte (Tanzverbote, vorverlegte Polizeistunde) und die von Konservativen aber auch von manchen Linken als „Kulturverfall“ interpretiert wurde.l