Im Westen wieder nichts Neues? Edward Bergers Neuverfilmung von 2022
Beobachtungen zu Film und Rezeption und offene Fragen für einen noch ausstehenden Vergleich mit Lewis Milestones Film von 1930
Detlef Endeward (09/2026)
Eine erste Annäherung – noch keine Filmanalyse
Was erzählt ein Film 1930 über den Krieg – und was erzählt ein neuer Film im 21. Jahrhundert, wenn er denselben Stoff noch einmal aufgreift?
Diese Frage steht am Anfang der Beschäftigung mit Edward Bergers Im Westen nichts Neues von 2022. Sie soll hier noch nicht abschließend beantwortet werden. Denn dazu wäre eine systematische Analyse des Films und ein genauer Vergleich mit Lewis Milestones Verfilmung von 1930 notwendig.
Der folgende Text ist deshalb ausdrücklich als erste Auseinandersetzung zu verstehen. Ausgangspunkt sind eine erste Sichtung des Films sowie Rezensionen, Hintergrundtexte und bereits vorhandene film- und geschichtsdidaktische Materialien. Daraus ergeben sich Beobachtungen, Vermutungen und Fragen, die anschließend am Film überprüft werden müssten.
Zum historischen Film von 1930, zu seiner Entstehung, den Auseinandersetzungen um seine Aufführung, seinem Verbot und seiner veränderten Nachkriegsrezeption liegen in der Lernwerkstatt bereits umfangreiche Materialien vor.[1]
Ein alter Stoff – ein neuer Film
Edward Bergers Im Westen nichts Neues ist die erste deutsche Kinoverfilmung von Remarques Roman. Der Film wurde für Netflix produziert, im September 2022 beim Toronto International Film Festival uraufgeführt und im Oktober weltweit auf der Streamingplattform veröffentlicht. Später erhielt er unter anderem vier Oscars.[2]
Bereits auf der Handlungsebene entfernt sich Berger erheblich von Remarques Roman und damit auch von Lewis Milestones Film von 1930. Das Erich Maria Remarque-Friedenszentrum dokumentiert ausführlich, welche Figuren und Handlungsabschnitte entfallen und welche neu hinzukommen.[3]
Damit stellt sich eine erste grundsätzliche Frage:
Was geschieht mit Remarques Geschichte, wenn sie fast hundert Jahre später nicht einfach neu verfilmt, sondern in wesentlichen Teilen neu erzählt wird?
Krieg als industrielle Vernichtungsmaschine
Eine erste Beobachtung betrifft die Darstellung des Krieges selbst. Berger zeigt ihn als industrielle Vernichtungsmaschine.
Das beginnt bereits mit einer neu hinzugefügten Sequenz: Ein Soldat fällt, seine Uniform wird eingesammelt, gereinigt, repariert und anschließend an einen neuen Rekruten ausgegeben. Das Remarque-Friedenszentrum weist darauf hin, dass diese Bilder keine unmittelbare Entsprechung im Roman besitzen, sich aber mit dem dortigen Motiv der weitergereichten Stiefel Kemmerichs verbinden lassen.[3]
Menschen, Kleidung, Waffen und Munition erscheinen damit als Bestandteile eines organisierten Kreislaufs. Der einzelne Soldat wird ersetzbar.
Auch zeitgenössische Rezensionen betonen die körperliche Dimension dieser Kriegsdarstellung. Anke Sterneborg beschreibt in epd Film, wie Schlamm, Kälte, Hunger, Angst, Panzer, Explosionen und ein massives Sounddesign den Krieg als nahezu körperlich erfahrbare apokalyptische Welt erscheinen lassen.[4]
Eine spätere Filmanalyse müsste genauer untersuchen:
Wie erzeugen Kamera, Montage, Ausstattung, Musik und Geräusche dieses Bild des Krieges? Und welche Stellung nimmt der einzelne Mensch innerhalb dieser filmischen Vernichtungsmaschine ein?
Was aus Remarques Geschichte verschwindet
Mindestens ebenso interessant wie das Hinzugefügte ist das Weggelassene.
Aus dem Roman verschwinden oder verkürzen sich unter anderem Ausbildung und Drill, der Heimaturlaub, das Lazarett, Begegnungen mit russischen Kriegsgefangenen und längere Gespräche der Soldaten über Krieg, Politik und gesellschaftliche Verantwortung. Auch Milestones Film von 1930 enthält Teile dieser Reflexionen, die Berger nicht übernimmt.[3]
Gerade deshalb reicht die Frage nach der „Werktreue“ nicht aus.
Zu untersuchen wäre vielmehr:
Welche Bedeutung hatten diese Szenen bei Remarque und Milestone für die Erklärung des Krieges – und was verändert sich, wenn sie 2022 fehlen?
Geht damit gesellschaftliche Erklärung verloren? Oder erzeugt Berger mit anderen filmischen Mitteln eine neue Form der Erklärung?
Was hinzukommt: Erzberger und General Friedrich
Berger ergänzt dafür eine politische und militärische Handlungsebene, die Remarques Roman in dieser Form nicht besitzt.
Der historische Zentrumspolitiker Matthias Erzberger verhandelt in Compiègne über den Waffenstillstand. Ihm gegenüber steht mit General Friedrich eine fiktive Figur, die Züge der damaligen militärischen Führung aufnimmt.[5]
Dadurch erhält der Film eine deutlich andere politische Dramaturgie.
Unten stehen hungernde, frierende und sterbende Soldaten. Oben befinden sich militärische Entscheidungsträger, die über ihren Einsatz verfügen.
Die Unterrichtsmaterialien von Kinofenster formulieren daraus eine bemerkenswert weitgehende Frage: Ermöglicht die Figur General Friedrich ein Gut-Böse-Schema und einen moralisierenden Erklärungsansatz für das Kriegssterben, den die Romanvorlage gerade nicht enthält?[6]
Diese Frage sollte für die weitere Analyse zunächst offenbleiben.
Verkörpert Friedrich einen gesellschaftlichen und militärischen Strukturzusammenhang – oder personalisiert der Film einen solchen Zusammenhang in der Figur eines besonders verantwortungslosen Generals?
Paul Bäumer muss anders sterben
Besonders weitreichend ist Bergers Veränderung des Schlusses.
Bei Remarque stirbt Paul Bäumer einige Wochen vor Kriegsende an einem scheinbar ruhigen Tag. Sein Tod besitzt für die Kriegsmaschine keinerlei Bedeutung. Der Heeresbericht beschränkt sich auf die Feststellung, im Westen sei nichts Neues zu melden.
Berger lässt Paul dagegen bei einem letzten, von General Friedrich befohlenen Angriff sterben – unmittelbar bevor der Waffenstillstand wirksam wird.[7]
Das ist dramaturgisch wirkungsvoll. Aber verändert es auch die Aussage?
Eine mögliche Hypothese für die spätere Analyse wäre:
Bei Remarque braucht der Krieg keinen besonders bösen General, um Paul zu töten. Bei Berger erhält Pauls letzter und vollkommen sinnloser Tod einen konkret verantwortlichen militärischen Urheber.
Ob diese Zuspitzung die gesellschaftliche Dimension des Romans tatsächlich reduziert oder auf andere Weise sichtbar macht, wäre am Film genauer zu prüfen.
November 1918 – was sehen wir, was sehen wir nicht?
Eine weitere Frage entsteht durch Bergers zeitliche Verlagerung. Große Teile der Filmhandlung spielen unmittelbar vor dem Waffenstillstand im November 1918.
Damit rückt der Film sehr nahe an eine historische Situation heran, in der nicht nur militärische Niederlage und diplomatische Verhandlungen über das Kriegsende entschieden. Matrosen verweigerten Befehle, Arbeiter- und Soldatenräte entstanden, die Novemberrevolution begann.
Diese gesellschaftliche Bewegung spielt in Bergers Film kaum eine Rolle. Stattdessen konzentriert er sich auf die Verhandlungen Erzbergers und die militärische Führung.
Daraus ergibt sich eine für die weitere Analyse besonders interessante Frage:
Warum endet der Krieg in diesem Film?
Durch militärische Niederlage? Durch Diplomatie? Durch den Zusammenbruch staatlicher und militärischer Ordnung? Durch gesellschaftlichen Widerstand gegen die Fortsetzung des Krieges?
Und ebenso wichtig:
Welche dieser möglichen Erklärungen zeigt der Film – und welche zeigt er nicht?
Historische Genauigkeit – oder historische Konstruktion?
Der Militärhistoriker Sönke Neitzel hat Bergers Film wegen verschiedener historischer Veränderungen scharf kritisiert. Er beanstandet unter anderem die Darstellung von Befehlsverweigerungen und insbesondere den erfundenen letzten Angriff unmittelbar vor Inkrafttreten des Waffenstillstands.[8]
Für eine Filmanalyse wäre es jedoch zu wenig, lediglich historische Fehler zu sammeln.
Interessanter erscheint die Frage:
Warum verändert der Film historische Vorgänge gerade auf diese Weise?
Filme bilden Geschichte nicht einfach ab. Sie wählen aus, verdichten, lassen weg, erfinden Figuren, verschieben Ereignisse und erzeugen dadurch historische Bedeutung.
Die Abweichung von der historischen Wirklichkeit ist deshalb selbst ein Gegenstand der Analyse.
Antikriegsfilm – oder Ästhetisierung des Krieges?
Hier zeigt sich eine der auffälligsten Kontroversen der Rezeption.
Für die einen macht Berger mit den technischen und ästhetischen Möglichkeiten des heutigen Kinos das Grauen des industrialisierten Krieges körperlich erfahrbar. Andere Kritiker wenden ein, gerade die außergewöhnliche Kameraarbeit, die monumentalen Schlachtbilder und das expressive Sounddesign könnten dieses Grauen zugleich in ein spektakuläres Kinoerlebnis verwandeln. Das Remarque-Friedenszentrum dokumentiert beide Positionen.[9]
Damit stellt sich eine Frage, die weit über diesen Film hinausweist:
Kann ein Film Krieg mit allen Mitteln des modernen spektakulären Kinos darstellen, ohne zugleich eine ästhetische Attraktion desjenigen hervorzubringen, das er kritisiert?
Und daran anschließend:
Was macht einen Film eigentlich zum Antikriegsfilm – seine Absicht, seine Handlung, seine filmische Form oder erst die Wirkung und Deutung durch sein Publikum?
Auch Kinofenster greift diese Frage ausdrücklich für beide Verfilmungen auf.[10]
Ein Film von 2022 gerät in einen neuen Krieg
Eine besondere Bedeutung erhält schließlich die Bezugs- und Wirkungsrealität des Films.
Bergers Film war bereits weitgehend fertiggestellt, als Russland im Februar 2022 die Ukraine angriff. Er ist deshalb nicht als unmittelbare Reaktion auf diesen Krieg entstanden. Seine Veröffentlichung und Rezeption fanden jedoch in einer grundlegend veränderten politischen Situation statt.[11]
Plötzlich wurde ein Stoff über die Erfahrung des Ersten Weltkriegs in einer Gegenwart gesehen, in der in Europa erneut Krieg geführt wurde und in Deutschland über Waffenlieferungen, Verteidigungsfähigkeit, Aufrüstung und die „Zeitenwende“ diskutiert wurde.
Für eine spätere Analyse müssen deshalb Film und Rezeption unterschieden werden.
Was erzählt der Film selbst über Krieg?
Und:
Was wurde 2022 und danach aus diesem Film gemacht, indem Zuschauer, Kritiker und politische Kommentatoren ihn auf einen gegenwärtigen Krieg bezogen?
1930 und 2022 – zwei historische Konstellationen
Damit zeichnet sich bereits die Perspektive für den späteren Vergleich mit Lewis Milestones Film ab.
1930 erscheint Im Westen nichts Neues zwölf Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Der Film wird selbst zum Gegenstand heftiger politischer Auseinandersetzungen. Nationalsozialisten bekämpfen seine Aufführung; schließlich wird er in Deutschland verboten. Nach 1945 gelangt er in veränderten und gekürzten Fassungen erneut in die Kinos.[12]
2022 erscheint derselbe Stoff in einer vollkommen anderen medialen und politischen Konstellation: als international produzierte Streaming-Großproduktion, weltweit verbreitet und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet – und nahezu gleichzeitig mit einem neuen Krieg in Europa.
Damit wäre für den Vergleich nicht nur zu fragen:
Was machen Milestone und Berger aus Remarques Roman?
Sondern:
Was erzählt der Film von 1930 unter den Bedingungen seiner Zeit über Krieg – und was erzählt Bergers Film 2022? Und wie verändern die jeweiligen historischen Kontexte die gesellschaftliche Bedeutung dessen, was auf der Leinwand zu sehen ist?
Offene Fragen für die ausstehende Analyse
Die erste Beschäftigung mit Film und Rezeption liefert deshalb noch kein abschließendes Urteil. Sie führt vielmehr zu einem Bündel von Fragen:
- Wie unterscheiden sich die Bilder des Krieges bei Milestone und Berger?
- Welche gesellschaftlichen Ursachen des Krieges werden sichtbar – und welche bleiben unsichtbar?
- Was bedeutet der Wegfall von Ausbildung, Heimaturlaub und Gesprächen über Krieg und Gesellschaft?
- Welche Funktion haben Erzberger und der erfundene General Friedrich?
- Warum verändert Berger Paul Bäumers Tod?
- Welche Bedeutung besitzt die weitgehende Abwesenheit von Novemberrevolution, Befehlsverweigerung und Soldatenräten?
- Wie unterscheiden sich Kamera, Montage, Musik und Geräuschgestaltung der beiden Filme?
- Wo vermittelt die ästhetische Überwältigung Kriegserfahrung – und wo könnte sie Krieg zum Spektakel machen?
- Was macht einen Kriegsfilm zum Antikriegsfilm?
- Wie verändert die jeweilige historische Situation von 1930 beziehungsweise 2022 die Rezeption?
- Und schließlich: Was erzählt Bergers Film über Krieg – und was erzählt seine Rezeption über die Gesellschaft, die diesen Film sieht?
Damit führt diese erste Auseinandersetzung nicht zu einem Ergebnis, sondern zu einem Arbeitsprogramm.
Erzählt „Im Westen nichts Neues“ im 21. Jahrhundert tatsächlich noch immer „nichts Neues“ – oder erzählt der Film die alte Geschichte so anders, dass gerade die Veränderungen etwas über unsere Gegenwart verraten?
Anmerkungen und Belege
[1] Die Lernwerkstatt Film und Geschichte stellt zum Film von Lewis Milestone, zu Remarques Roman, zur Produktions- und Aufführungsgeschichte sowie zur zeitgenössischen und späteren Rezeption umfangreiche Materialien bereit.
→ Lernwerkstatt: Im Westen nichts Neues
↩ zurück
[2] Erich Maria Remarque-Friedenszentrum: Im Westen nichts Neues (2022). Produktionsdaten und Überblick zur ersten deutschen Verfilmung des Romans.
→ Remarque-Friedenszentrum: Im Westen nichts Neues (2022)
↩ zurück
[3] Das Remarque-Friedenszentrum bietet eine ausführliche Gegenüberstellung von Roman und Verfilmungen. Dokumentiert werden sowohl weggefallene Figuren und Handlungsstränge als auch Bergers Ergänzungen wie Erzberger, General Friedrich und der Kreislauf der Uniformen.
→ Kontext, Analyse und Vergleich der Verfilmungen
↩ 1 · ↩ 2 · ↩ 3
[4] Anke Sterneborg: „Im Westen nichts Neues“, epd Film, 23.09.2022. Die Rezension hebt insbesondere die körperliche und audiovisuelle Intensität der Kriegsdarstellung hervor.
→ epd Film: Filmkritik
↩ zurück
[5] Zum historischen Matthias Erzberger, zum Waffenstillstand von Compiègne und zur fiktiven Figur General Friedrich siehe die Kontextdarstellung des Remarque-Friedenszentrums sowie die Materialien von Kinofenster.
→ Remarque-Friedenszentrum
→ Kinofenster: Arbeitsblätter
↩ zurück
[6] Kinofenster fordert in seinen Unterrichtsmaterialien ausdrücklich dazu auf zu untersuchen, ob General Friedrich eine Auflösung in ein Gut-Böse-Schema und einen moralisierenden Erklärungsansatz für das Kriegssterben ermöglicht, den Remarques Roman nicht enthält.
→ Kinofenster: Im Westen nichts Neues – Arbeitsblätter
↩ zurück
[7] Das Remarque-Friedenszentrum hebt die grundlegende Veränderung von Paul Bäumers Tod hervor: Im Roman fällt er einige Wochen vor Kriegsende an einem ruhigen Tag; Berger lässt ihn während eines zusätzlichen Angriffs unmittelbar vor Inkrafttreten des Waffenstillstands sterben.
→ Remarque-Friedenszentrum: Vergleich mit Roman und früheren Verfilmungen
↩ zurück
[8] Cezary Bazydło: „Vier Oscars, aber wenig authentisch: Im Westen nichts Neues“, MDR Geschichte, 20.03.2023. Interview mit dem Militärhistoriker Sönke Neitzel. Neitzel kritisiert unter anderem den erfundenen Angriff unmittelbar vor dem Waffenstillstand und weitere historische Veränderungen des Films.
→ MDR Geschichte: Interview mit Sönke Neitzel
↩ zurück
[9] Das Remarque-Friedenszentrum dokumentiert die gegensätzlichen Reaktionen auf Bergers Ästhetik: Während ein Teil der Kritik eine Ästhetisierung beziehungsweise Spektakularisierung des Krieges beanstandete, sahen andere gerade in der Eindringlichkeit der Bilder eine besondere Stärke des Films.
→ Remarque-Friedenszentrum: Rezeption
↩ zurück
[10] Kinofenster macht die Unterscheidung zwischen Kriegsfilm und Antikriegsfilm selbst zum Gegenstand der pädagogischen Arbeit und bietet außerdem konkrete Aufgaben zum Vergleich der filmästhetischen Gestaltung der Fassungen von 1930 und 2022.
→ Kinofenster: Vergleichs- und Analyseaufgaben
↩ zurück
[11] Der Film war bereits vor dem russischen Angriff auf die Ukraine weitgehend fertiggestellt und ist daher nicht als unmittelbarer Kommentar zu diesem Krieg entstanden. Seine Rezeption wurde jedoch stark von der neuen politischen Situation beeinflusst; das Remarque-Friedenszentrum dokumentiert entsprechende Bezüge in der zeitgenössischen Diskussion.
→ Remarque-Friedenszentrum: Rezeption und Gegenwartsbezüge
↩ zurück
[12] Zur Verfilmung von 1930, ihrer filmhistorischen Bedeutung und den Auseinandersetzungen um ihre Aufführung siehe neben den Materialien der Lernwerkstatt auch Kinofenster. Für die wissenschaftliche Vertiefung bietet die Schriftenreihe des Erich Maria Remarque-Friedenszentrums umfangreiche Untersuchungen zur Entstehung, Verfilmung und zeitgenössischen Rezeption.
→ Kinofenster: Im Westen nichts Neues (1930)
→ Remarque-Friedenszentrum: Schriftenreihe Band 35
↩ zurück
Bezugsbeiträge und Materialien
Lernwerkstatt Film und Geschichte: Im Westen nichts Neues
Materialien zum Film von 1930, zu Erich Maria Remarque, zur Entstehungs- und Aufführungsgeschichte sowie zur historischen Rezeption.
→ Zum Beitrag und zu den Materialien
Erich Maria Remarque-Friedenszentrum: Im Westen nichts Neues (2022)
Besonders ergiebige Zusammenstellung von Produktionsdaten, Veränderungen gegenüber dem Roman und früheren Verfilmungen sowie unterschiedlichen Positionen der Filmrezeption.
→ Zum Beitrag
Kinofenster: Im Westen nichts Neues – Film des Monats Oktober 2022
Filmanalysen, Hintergrundtexte und Unterrichtsmaterialien zur Verfilmung von 2022 und zum Vergleich mit Milestones Film von 1930.
→ Themenseite bei Kinofenster
Kinofenster: Vergleich zwischen Neuverfilmung, Roman und erster Kinoadaption
Ein unmittelbar auf die geplante weitere Arbeit bezogener Vergleich von Remarques Roman und den Verfilmungen von 1930 und 2022.
→ Zum Vergleich
epd Film: Kritik zu Im Westen nichts Neues
Anke Sterneborgs Rezension bietet einen Ausgangspunkt für die Untersuchung der audiovisuellen Gestaltung und der körperlichen Wirkung der Kriegsdarstellung.
→ Zur Filmkritik
MDR Geschichte: Vier Oscars, aber wenig authentisch
Das Interview mit Sönke Neitzel bietet eine dezidiert historische Gegenposition und ermöglicht damit die Frage nach dem Verhältnis von historischer Genauigkeit und filmischer Konstruktion.
→ Zum Interview
Ausblick: Der eigentliche Vergleich steht noch aus
Die vorliegenden Materialien ermöglichen erste Hypothesen, ersetzen aber nicht die Analyse der Filme selbst. Der nächste Schritt müsste deshalb vom Reden über die Filme wieder zu den Filmen zurückführen.
