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Das Zwischenspiel

1974 erscheint Massey-Ferguson als Retter der Hanomag: staatliche Zuschüsse, neue Produktionslinien und bis zu 2.000 zusätzliche Arbeitsplätze werden angekündigt. Einige Investitionen und Einstellungen folgen tatsächlich. Doch schon wenige Jahre später kippt die Entwicklung. Kurzarbeit, Produktionsverlagerungen und Entlassungen leiten den nächsten Akt der Hanomag-Krise ein.

1966–1974: Rheinstahl schrumpft sich auf Kosten der Hanomag gesund

Noch 1968 erreicht die Hanomag mit 10.000 Beschäftigten einen Höchststand. Dann werden Produktionsbereiche verkauft oder stillgelegt, Investitionen unterlassen und Tausende Arbeitsplätze abgebaut. Der Text von 1982 deutet dies nicht als zwangsläufige Folge einer Krise, sondern als Ergebnis einer Konzernstrategie von Rheinstahl im Vorfeld der Fusion mit Thyssen.

Nach dem Kriege – mit Lastwagen und Baumaschinen im Aufwind des Wiederaufbaus

Nach 1950 profitiert die Hanomag vom westdeutschen Wiederaufbau: Lastwagen und Baumaschinen sorgen für einen langen Produktions- und Beschäftigungsboom. Zugleich übernimmt mit Rheinstahl erstmals ein Großkonzern vollständig das Unternehmen. Mit der Krise 1966/67 endet der Aufschwung – und der Text deutet bereits an, dass der folgende Niedergang nicht nur konjunkturelle Ursachen hatte.