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Pflege und Gesundheit – „Das können wir uns nicht mehr leisten“

Pflege und Gesundheit erscheinen in der öffentlichen Debatte vor allem als Kostenproblem. Dieser Arbeitsbereich fragt nach den politischen Ursachen der Finanzierungskrisen, nach Privatisierung und Renditeinteressen sowie den Folgen für Beschäftigte und Pflegebedürftige. Er untersucht, wer Versorgung braucht, wer sie leistet, wer daran verdient – und wie diese Konflikte öffentlich dargestellt werden.

Fünf Tage zwischen Blockadedrohung und Kabinettsbeschluss

Am 25. September 2026 kündigt die SPD an, die geplante Pflegereform wegen drohender Kürzungen nicht mitzutragen. Fünf Tage später beschließt das Bundeskabinett die Reform. Grundsätzlichere Fragen der Finanzierung und Lastenverteilung werden auf das weitere Reformverfahren verschoben. Ein aktuelles Fallbeispiel dafür, wie gesellschaftliche Verteilungskonflikte politisch bearbeitet werden.

Pflege als Geschäft – die Privatisierung einer gesellschaftlichen Aufgabe

Die Privatisierung der Pflege verändert mehr als die Eigentumsverhältnisse. Wo Pflege zum Geschäft wird, treffen die Bedürfnisse Pflegebedürftiger und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten auf Renditeerwartungen von Unternehmen und Finanzinvestoren. Der Beitrag untersucht die Folgen für Pflegequalität, Kosten und soziale Sicherung – und fragt, wer von den gesellschaftlich finanzierten Pflegeleistungen profitiert.

Die Pflegeversicherung in finanziellen Nöten – wie konnte es so weit kommen?

Die Pflegeversicherung steckt in einer Finanzkrise. Doch ist sie tatsächlich zu teuer geworden? Der Beitrag untersucht die politischen und gesellschaftlichen Ursachen ihrer Finanzierungsprobleme: von der Konstruktion als Teilleistungsversicherung über die Verlagerung gesellschaftlicher Kosten bis zur Privatisierung der Pflege. Er zeigt, wie aus politischen Verteilungsentscheidungen scheinbar unausweichliche Sachzwänge werden.