Schlagwörter: Gesellschaftskompetenz

Gewinn, Kosten und Produktivität bei Volkswagen

Volkswagen steckt in der Krise – und erwirtschaftet zugleich Milliarden. Der Beitrag untersucht, was Gewinne, Renditen, Markenergebnisse, Arbeitskosten und Produktivitätszahlen tatsächlich aussagen. Er zeigt die Grenzen einfacher Standortvergleiche und fragt, wann aus einem wirtschaftlichen Befund ein scheinbarer Sachzwang wird: Wer entscheidet, welcher Gewinn ausreicht – und wofür er verwendet wird?

Die Zukunft vorhersagen ist einfach

Nur vier Tage nach der satirischen Zukunftsvision liegt der VW-Kompromiss erstaunlich nahe an deren Logik: Die Werke werden vorerst nicht geschlossen, doch ihre Zukunft bleibt offen; Stellenabbau und Renditeziele bleiben bestehen. Der „Machtkampf“ ist damit nicht beendet. Der Klassenkonflikt wird vertagt – und die entscheidende Frage bleibt: Wer verfügt über Volkswagen?

Die 50.000 – eine Zahl mit politischer Wirkung

50.000 Stellen weniger – aber möglichst sozialverträglich. Was beruhigend klingt, hat „kleine“ Nebenwirkungen: Frühverrentung entlastet Unternehmen, während zugleich vor steigenden Rentenlasten gewarnt wird. Nichtbesetzung verhindert Kündigungen, verschließt aber Jüngeren den Zugang zu guter Industriearbeit. Und über bedrohten Werken bleibt das Damoklesschwert betriebsbedingter Kündigungen hängen.

Ein Ergebnis – zwei Erklärungen, Deutungen und Rahmungen. Und eine dritte

Wie Tagesschau/NDR und Telepolis das vorläufige Ergebnis bei Volkswagen erzählen – und warum auch dieser Vergleich eine Geschichte erzählt Detlef Endeward (09/2026)* Im Beitrag „Die Krise erzählen – wie Medien aus einem Interessen- und Verteilungskonflikt ein Sachproblem machen“ ging es...

Warum VW?

Warum VW? Volkswagen ist mehr als ein Automobilkonzern. An seiner Geschichte und Gegenwart lassen sich Eigentum und Verfügungsmacht, Staat und Mitbestimmung, Arbeit und Rendite, Globalisierung und Transformation untersuchen. Die Seite gibt keine fertigen Antworten. Sie öffnet Perspektiven – und stellt Fragen, aus denen neue Fragen entstehen.

VW im Film

Filme als Spuren in die Vergangenheit und zur Gegenwart des Volkswagen-Konzerns Detlef Endeward (08/2026) Die Geschichte von Volkswagen ist auch eine Geschichte seiner Bilder. Sie beginnt mit den nationalsozialistischen Wochenschauen, die den Bau des Volkswagenwerkes und den KdF-Wagen als Versprechen...

Wer verfügt über Volkswagen?

Bei Volkswagen wird um Werke, Arbeitsplätze und die künftige Konzernstrategie gerungen. Berichtet wird über einen „Machtkampf“ zwischen Vorstand, Betriebsrat, Eigentümern und dem Land Niedersachsen. Doch wer verfügt eigentlich über VW, wer entscheidet über Gewinne und Verluste – und wer trägt die Folgen? Die Krise legt Macht- und Eigentumsverhältnisse offen, die sonst hinter dem Unternehmen verschwinden.

Wenn Krieg zum Geschäftsmodell wird

Der Beitrag nimmt die Analyse von Elke Schwarz zum Rüstungsboom im Silicon Valley zum Ausgangspunkt und verbindet sie mit Varoufakis’ Technofeudalismus, dem politischen Programm von Karp/Zamiska, Thiels Demokratiekritik und Trumps Politik. Die Spuren ergeben ein beunruhigendes Muster: Technologische, ökonomische, staatliche und militärische Macht verstärken sich wechselseitig – ein Warnruf, diese Entwicklung demokratisch zu begrenzen.

25 Jahre Bundesrepublik – 50 Jahre später wieder gelesen

1974 deutete Alexander von Brünneck 25 Jahre Bundesrepublik aus einer linkssozialistischen Perspektive. 50 Jahre später wird der Text selbst zur historischen Spur: Was und wie erzählt er Geschichte, wie rahmt Peter von Oertzen diese Deutung als Gegenstand kritischer Bildungsarbeit – und welche Fragen bleiben für Gesellschaftskompetenz heute aktuell?

Wenn Krankheit und Pflege sich rechnen müssen

Die aktuellen Recherchen zu Reha und Pflege verweisen über einzelne Missstände hinaus auf ein strukturelles Problem: Wo Gesundheitsversorgung privatisiert und zum Anlagefeld für Kapital wird, gerät die Gesundheitslogik unter die Verwertungslogik. Gesellschaftskompetenz heißt, diese Zusammenhänge zu erkennen, Eigentums- und Machtfragen zu stellen – und sich im Konflikt zwischen Versorgung und Profit zu positionieren.

Historisch-politische Bildung wieder gelesen

Beiträge zur historisch-politischen Bildung aus den 1970er bis 1990er Jahren werden als Spuren ihrer Zeit wieder gelesen. Gefragt wird nach damaligen Deutungen, Konflikten und Bildungsansätzen – und danach, welche Bedeutung sie heute für historisch-politische Bildung und Gesellschaftskompetenz gewinnen können.

Demokratie: Gesellschaftsverhältnis – Lebensweise – Verhaltensweise

Demokratie als Verhaltensweise setzt bei Beziehungen, Konflikten und Entscheidungen an. Demokratie als Lebensform fragt nach den Bedingungen demokratischer Selbstbestimmung. Gesellschaftskompetenz verbindet beide Ebenen: Demokratie erfahren, Machtverhältnisse verstehen und gesellschaftliche Veränderung gemeinsam gestalten können.