Die zentralen Konferenzen zur Planung der Nachkriegsordnung in Europa (1941–1945)
Festlegung der politischen, territorialen und ökonomischen Ordnung der europäischen Nachkriegswelt
Die Alliierten trafen sich zwischen 1941 und 1945 zu einer Reihe strategischer Konferenzen, auf denen sie den Kriegsverlauf koordinierten und zunehmend die politische, territoriale und ökonomische Ordnung der Nachkriegswelt festlegten. Drei Konferenzen gelten als besonders entscheidend für die Nachkriegsplanung: Teheran (1943), Jalta (1945) und Potsdam (1945). Allerdings wurden bereits bei den Konferenzen in Placentia Bay (1941) und Casablanca (1943) zwischen Rossevelt für die USA und Chruchill für Großbritannien Grundlagen geschafffen, an die die folgenden Konferenzen, nun mit Beteilgung der Sowjeunion, anknüpften.
Darüber hinaus gab es zahlreiche vorbereitende Treffen, die wichtige Weichen stellten.
Jalta-Konferenz
(4.–11. Februar 1945)
Teilnehmer: Stalin, Roosevelt, Churchill Zentrale Beschlüsse:
- Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen.
- Gründung der Vereinten Nationen.
- Festlegung der polnischen Westverschiebung (Oder–Neiße-Linie als Perspektive).
- Sowjetischer Kriegseintritt gegen Japan zugesagt.
- Grundstruktur der späteren Blockbildung bereits sichtbar.
Potsdamer Konferenz (17. Juli–2. August 1945)

Zentralbild
Potsdamer (Berliner) Konferenz der führenden Staatsmänner der drei alliierten Mächte der UdSSR, Grossbritannien und der USA vom 17. Juli bis 2. August 1945 in Schloß Cecilienhof und Babelsberg.
Ihr Ergebnis ist das Potsdamer Abkommen, das die völkerrechtlichen Grundfragen für die Politik der Siegermächte gegenüber Deutschland festlegt.
UBz: v.l.n.r.: sitzend: C.R. Attlee, H.S. Truman, Josef Stalin; stehend: Admiral J.D. Loahy, E. Bevin, J.W.Byrnes, und W.M. Molotow.
Teilnehmer: Stalin, Truman, Churchill/Attlee
Zentrale Beschlüsse:
- Umsetzung der Vier-D-Ziele für Deutschland:
- Demilitarisierung
- Denazifizierung
- Demokratisierung
- Dezentralisierung
- Festlegung der deutschen Grenzen (Oder–Neiße-Linie).
- Reparationsregelungen (v. a. sowjetische Entnahmen aus ihrer Zone).
- Verwaltung Deutschlands durch den Alliierten Kontrollrat.
Potsdam markiert den Übergang von der Kriegskooperation zur beginnenden Konfrontation.
Die alliierten Kriegskonferenzen waren nicht nur militärische Abstimmungstreffen, sondern politische Schlüsselorte der globalen Neuordnung. Zwischen 1941 und 1945 legten die Alliierten die Grundstrukturen der politischen, territorialen und ökonomischen Welt fest, die nach 1945 in den Kalten Krieg übergingen.
Politisch-ökonomische Weichenstellungen in den USA während des Zweiten Weltkriegs
Die zentralen Konferenzen zur Planung der Nachkriegsordnung in Europa
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Vom Schwarzmarkt zu zwei Wirtschaftsordnungen



