Der IG Farben-Konzern in Frankfurt/M. und seine Beteiligung an NS-Verbrechen
Das Institut für Stadtgeschichte Frankfurt/M. schreibt auf seinem Internetportal zur Geschichte der Stadt Frankfurt auch über die Beteilgung der IG Farben an NS-Verbrechen.
Der IG Farben-Konzern profitierte von Anfang an vom außenpolitischen Expansionskurs des NS-Regimes. Nach der Einverleibung Österreichs und des Sudetenlandes übernahm der Konzern dortige Firmen, dieses Verfahren setzte sich nach dem Überfall auf Polen und später auf die Sowjetunion fort. An den Verbrechen der SS in den Vernichtungslagern beteiligte sich der Konzern indirekt durch die Ausbeutung von Häftlingen als Zwangsarbeiter, durch die Erprobung von Medikamenten in grausamen Menschenversuchen, schließlich durch die Lieferung von Gas zur Ermordung von über einer Million Menschen in den Vernichtungslagern. In Nürnberg wurde 1947 der Konzernführung der Prozess gemacht und dabei Haftstrafen bis zu acht Jahren verhängt.
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Der IG Farben-Konzern und seine Beteiligung an NS-Verbrechen, von: Heike Drummer / Jutta Zwilling, erstellt am 01.01.2011
Zwangsarbeit in den Werken Höchst, Griesheim und Cassella/Mainkur der I.G. Farbenindustrie AG 1940–1945
1940 begannen die Frankfurter IG-Farben-Werke, Kriegsgefangene und angeworbene oder zwangsverpflichtete Zivilarbeiter aus fast ganz Europa einzusetzen. Bis 1945 belief sich ihre Zahl auf etwa 10.000. Arbeits- und Lebensbedingungen unterschieden sich deutlich je nach Status der Beschäftigten (Westarbeiter, Ostarbeiter, Kriegsgefangene).
Zwangsarbeit in den Werken Höchst, Griesheim und Cassella/Mainkur der I.G. Farbenindustrie AG 1940–1945, von: Dr. Wolfgang Metternich, erstellt am 01.01.2003

Informationen und Materialien zur Geschichte der IG Farben

im I.G. Farben-Werk