Plädoyer für sozialpsychologische Fragen an die Film- und Kinogeschichte
Wie verändert Film unsere Wahrnehmung von Wirklichkeit? Bettina Greffrath verbindet Filmgeschichte mit einer Geschichte des Sehens. Mit John Franklin aus Sten Nadolnys Die Entdeckung der Langsamkeit fragt sie nach Beschleunigung, dem „starren Blick“ und der zunehmenden Vorstrukturierung unserer Wahrnehmung durch bewegte Bilder. Dem setzt sie die Möglichkeit des Films als „Schule des Sehens“ entgegen: Filme können Zeit und Raum für genaues Hinschauen, eigene Entdeckungen, Vorstellungskraft und Denken eröffnen. Der Text liefert damit einen wichtigen sozialpsychologischen Zugang zum Verhältnis von Film, Wahrnehmung, Erfahrung und gesellschaftlicher Entwicklung.