Geschäftsleben nach dem Krieg

Die ersten Nachkriegsjahre stellten zunächst das ursprüngliche Stadtwesen als Versorgungszentrum auf den Kopf. Die städtische Bevölkerung ging nun in die von der Kriegszerstörung verschont gebliebene ländliche Umgebung, um dort noch verbliebene Wertsachen gegen Lebensmittel einzutauschen oder zu „hamstern“ und zu „stoppeln“.

Nur allmählich etablierte sich wieder in den Trümmern der ehemaligen City ein improvisiertes ‚Geschäftsleben“ mit hölzernen Verkaufstischen und ähnlichen primitiven Warenständen. Der Schwarzmarkt blühte und hatte sein Zentrum vom Bahnhof bis in die Georgstraße hinein, Tausch- und Kompensationsgeschäfte bestimmten den Alltag, der Warenumtausch fand größtenteils unter freiem Himmel statt, bis die ersten bescheidenen Geschäftsläden entstanden. Bereits 194t9 gab es wieder die erste Schaufensterbeleuchtung in Hannover. Das langsam entstehende Geschäftsleben der Nachkriegsjahre zentrierte sich wieder in der Innenstadt.

Die Stadtverwaltung unterstützte diese Entwicklung. Nicht umsonst gehörte der Wiederaufbau des Café Kröpcke und des Opernhauses zu den ersten baulichen Aktivitäten der Jahre 1947-50.


Aus: Citybildung in Hannover – Stadtentwicklung und Geschichte. Hrsg. v. NLVwA – Landesmedienstelle, Hannover 1991, S. 66

Schwarzmarktgeschäfte vor dem Bahnhof
Erste Verkaufsstände

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