Arbeiterkultur im Verein

Bildung…

Organisationen in der Arbeiterschaft blieben nicht auf den politischen und den gewerkschaftlichen Bereich beschränkt. Von Beginn an entwickelte sich ein klassenbewusstes kulturelles und geselliges Vereinsleben. Viele Arbeitervereine standen der SPD nahe.

Um sich von den alltäglichen Sorgen und Problemen abzulenken, aber auch um das eigene Wissen zu erweitern, die Qualifikation zu verbessern, besuchten ArbeiterInnen nach Feierabend Bildungskurse zum Beispiel beim Arbeiterbildungsverein Linden oder fanden sich in Esperantogruppen zusammen. Vor allem hatten jedoch Sport- und Gesangsvereine mit ihren vielfältigen Angeboten besonders großen Zulauf.


„Bauernball“ der Naturfreunde 1929

… und Geselligkeit

Auch beim Feiern blieb der tägliche Arbeits- und Lebenszusammenhang der Arbeiterschaft in Straße, Fabrik und Gewerkschaft gewahrt. In ihrem Verein fanden ArbeiterInnen Unterhaltung, Vergnügen und festliche Ausgelassenheit. Ob beim Gesangsverein, Teutonia Linden, dem Naturheilverein Prießnitz oder „Spiel und Sport“ Hainholz, regelmäßig organisiertes, geselliges Zusammensein wurde groß geschrieben. Auch für Frauen boten die Vereine Gelegenheiten, sich zu betätigen und zu vergnügen. Gartenfeste, gemeinsame Abende und sonntägliche Ausflüge waren aus den Vereinsprogrammen nicht wegzudenken. Sie sträkten die persönlichen Kontakte und den Zusammenhalt

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