Monatsarchiv: Juni 2026

Vom Kerncurriculum zur Kompetenzdimension im Konzept der Gesellschaftskompetenzen

Vom Kerncurriculum zur Kompetenzdimension im Konzept der Gesellschaftskompetenzen

Der Beitrag zeigt die enge Anschlussfähigkeit des Kerncurriculums Werte und Normen an das Konzept der Gesellschaftskompetenzen. Philosophische Kompetenz wird dabei als reflexive Grundlage verstanden, die Werturteilsbildung, ethische Orientierung und gesellschaftliche Handlungsfähigkeit miteinander verbindet.

Kapitalismuskritik in einen pluralen Kompetenzrahmen oder als konstitutiver Kern ökonomischer Kompetenz

Kapitalismuskritik in einen pluralen Kompetenzrahmen oder als konstitutiver Kern ökonomischer Kompetenz

Christine Zeuner und Endeward verstehen ökonomische Kompetenz als kritische Analyse gesellschaftlicher Wirtschaftsprozesse. Während Zeuner den Kapitalismus als wichtigen Gegenstand innerhalb eines pluralen Kompetenzrahmens behandelt, macht Endeward die Analyse kapitalistischer Macht- und Eigentumsverhältnisse zum Kern ökonomischer Kompetenz.

Ökonomische Kompetenz im Zeitalter finanzialisierter Öffentlichkeit

Die dominante Darstellung von Börsenkursen in Medien spiegelt die zentrale Rolle des Finanzsystems im Kapitalismus, wirkt aber zugleich entpolitisierend: Sie naturalisiert Marktbewegungen und verdeckt Macht- und Eigentumsverhältnisse. Ökonomische Kompetenz muss daher über reines Finanzwissen hinausgehen und die Fähigkeit einschließen, solche Darstellungen kritisch zu deuten, institutionelle Strukturen zu analysieren und Perspektivenpluralität (z. B. keynesianisch, politökonomisch) einzubeziehen.

Klassenallianzen, Massenmobilisierung und der Weg zur faschistischen Diktatur

Klassenallianzen, Massenmobilisierung und der Weg zur faschistischen Diktatur

Die NSDAP als Vermittlerin zwischen kapitalistischen Kriseninteressen Die Funktion der NSDAP innerhalb der nationalsozialistischen Krisenlösung war von einem grundlegenden Widerspruch geprägt. Einerseits stützte sich die Partei in erheblichem Maße auf kleinbürgerliche, bäuerliche und deklassierte soziale Gruppen, deren politische Erwartungen häufig...

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – Zu teuer für die Wirtschaft?“

Die „Mutigen 56“ kämpften dafür, dass Krankheit nicht zur Armutsfalle wird. Wer heute den Sozialstaat unter den Vorbehalt stellt, man könne ihn sich nicht mehr leisten, sollte sich erinnern: Auch die Rechte von gestern galten einst als unbezahlbar. Gerade deshalb brauchte es Menschen, die den Mut hatten, ihnen eine andere Zukunft abzuringen.

„Samstags gehört Vati mir“ – und heute?

Das „Wirtschaftswunder“ war nicht nur eine Geschichte steigenden Wohlstands, sondern auch eine Geschichte harter Arbeit, langer Arbeitszeiten und gesellschaftlicher Konflikte. Der freie Samstag und die 40-Stunden-Woche fielen nicht vom Himmel. Sie wurden von Gewerkschaften gegen massive Widerstände erkämpft. Eine historisch-materialistische Perspektive zeigt: Hinter der Frage der Arbeitszeit verbirgt sich immer auch die Frage, wem die gesellschaftlich erzeugte Zeit gehört – dem Kapital oder den Menschen